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Schattenblüte 02. Die Wächter

Bild von gaensebluemche

Klappentext:
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Silvester in Berlin. Noch einmal sind Luisa und Thursen zurückgekehrt in den Wald. Dorthin, wo ihre Liebe begann, als Thursen noch ein Werwolf war. Luisa möchte den Tod ihres Bruders hinter sich lassen, endlich wieder glücklich sein. Doch die Vergangenheit holt sie ein: Während überall ausgelassen gefeiert wird, stoßen sie auf eine übel zugerichtete Leiche. Thursen weiß sofort: Dafür ist einer der Wölfe aus seinem alten Rudel verantwortlich. Während er immer öfter im Wald verschwindet, bleibt Luisa allein zurück. Dann lernt sie Elias kennen. Ist ihre Liebe zu Thursen stark genug? Luisa ahnt nicht, dass Thursen und Elias ein schreckliches Geheimnis verbindet.

Über die Autorin:
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Nora Melling wurde 1964 in Hamburg geboren. Schon als Kind liebte sie es, phantastische Geschichten zu erfinden. Doch erst einmal machte sie eine kaufmännische Ausbildung und zog zum Studium nach Berlin, bevor sie sich den Traum erfüllte, ihren ersten Roman zu schreiben. Heute lebt sie mit ihrem Mann und vier Kindern in Berlin-Zehlendorf und geht oft im Grunewald spazieren, wo sich auch ihre Werwölfe tummeln.

Allgemeines zum Buch:
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„Schattenblüte. Die Wächter“ umfasst 317 Seiten und gliedert sich in 39 Kapitel, die mit durchschnittlich acht Seiten eine angenehme Länge haben. Überschrieben sind die Kapitel sowohl mit ihrer jeweiligen Kapitelnummer als auch dem Namen des zu Wort kommenden Ich-Erzählers. Davon gibt es in „Schattenblüte. Die Wächter“ nämlich zwei, im Gegensatz zu Band 1 der Reihe, in dem nur Luisa zu Wort gekommen ist. Mit Band 2 wird jedoch ein neuer und vor allem wichtiger Charakter eingeführt, der sofort die Rolle eines Ich-Erzählers einnimmt: Elias. Aber zu ihm später mehr. ;-)

Wie auch schon „Schattenblüte. Die Verborgenen“ fällt auch die Fortsetzung der Reihe durch ihre wundervolle Gestaltung ins Auge. Das Cover von „Schattenblüte. Die Wächter“ ist in der gleichen Art wie das Cover von Teil 1 gestaltet: das Gesicht eines hübschen Mädchens, die auffällige schwarze Blüte, auf der man mit den Fingern die Tautropfen spüren kann. Schade ist, dass Teil 1 als Hardcover, wenn auch mit etwas flexiblerem Cover als gewöhnlich, erschienen ist und Band 2 nun als Taschenbuch mit Klappbroschur nicht mehr in dieses Format fällt. Aber im Regal sehen die beiden Bücher doch gut aus nebeneinander, da sie die gleiche Höhe haben und die Buchrücken auch in der gleichen Art und Weise gestaltet sind.

Meine Meinung zum Buch:
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Hach, ich hatte mich so auf die Fortsetzung der Reihe gefreut und es war einfach wieder toll, meine alten Freunde Luisa und Thursen wieder zu treffen. Vor allem, weil der Einstieg in das Buch viel hoffnungsvoller und heller war als der Einstieg in „Schattenblüte. Die Verborgenen“ und so viel leichter gefallen ist. Die Stimmung zu Beginn von „Schattenblüte. Die Wächter“ ist nicht mehr so traurig, so melancholisch, so düster wie in Band 1. Stattdessen sehen Luisa und Thursen am letzten Tag des alten Jahres nicht nur einem neuen Jahr, sondern auch einem neuen Leben entgegen. Ihrem gemeinsamen Leben. Der Anfang des Buches ist daher wirklich sehr hoffnungsvoll und gibt vor allem viel Mut und Kraft.

Doch leider kommt es zu einem Bruch dieser erwartungsvollen und fröhlichen Atmosphäre, als Luisa und Thursen im Wald zufällig die Leiche eines jungen Mannes finden und für Thursen sofort feststeht, dass die Wölfe aus seinem alten Rudel hier am Werk waren. Thursen beginnt, sich zu verändern. Er geht immer öfter in den Wald, lässt Luisa allein zurück, meldet sich nicht bei ihr.

Und Luisa? Die lernt Elias kennen, den neuen Hauptcharakter des Buches. Da er als zweiter Ich-Erzähler fungiert, lernt der Leser ihn schon viel früher als Luisa kennen, da in einem zweiten Erzählstrang seine Geschichte erzählt wird und so seine Bedeutung für das Buch deutlich wird. Elias ist kein normaler Mensch, aber ich verrate an dieser Stelle auch nicht, wer bzw. was er ist. Auf jeden Fall ist er ein netter und freundlicher Junge, der für Luisa da ist, wenn Thursen es nicht ist. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Freundschaft und während diese vertieft wird, hört man lange nichts von Thursen. An dieser Stelle habe ich mir wirklich große Sorgen um die Beziehung der beiden gemacht und es dauert auch nicht lange, da kommt es schon zum großen Streit. Der hat aber tiefgehendere Gründe als lediglich Eifersucht oder Liebeskummer. Die Zusammenhänge kann ich hier natürlich nicht erklären, aber Nora Melling hat sich auf jeden Fall eine tiefgründige und hervorragend konstruierte Story einfallen lassen. Ich muss aber sagen, dass ich Luisas Verhalten an vielen Stellen nicht nachvollziehen konnte. Sie verhält sich teilweise doch sehr unfair und bemüht sich nicht sonderlich darum, die Beziehung zu retten. Und ganz ehrlich: Ich mochte Elias nicht! Nein, er war mir wirklich überhaupt nicht sympathisch und das wohl vor allem deshalb, weil er sich so zwischen Thursen und Luisa drängt und ich das gar nicht gutheißen kann! Ich bin gespannt, was ihr von ihm haltet. ;-)

Nicht nur Thursen verschwindet immer öfter im Grunewald, auch Luisa zieht es immer wieder dorthin. Vor allem, um den Baum ihres Bruders zu besuchen. Das alte Rudel von Thursen hat in der Zwischenzeit neue Mitglieder und die stehen Luisa nicht alle freundlich gegenüber. Besonders mit einem neuen Wolf gerät Luisa ganz schön aneinander und dadurch nehmen Ereignisse ihren Lauf, die in einem total fiesen Cliffhanger enden! Oje, da bin ich ja nun schon sehr auf den dritten Teil gespannt, aber auf den werden wir wohl noch etwas warten müssen...

Übrigens ist für mich in diesem Band erst so richtig klar geworden, wie die Reihe „Schattenblüte“ heißt. Wahrscheinlich liest sich das auch schon aus Band 1 heraus, aber ich habe es erst jetzt so richtig verstanden. Und noch etwas: Thursen heißt in diesem Buch Lars. ;-) Aber da das selbst für Luisa ein ungewöhnlicher Name ist, wird doch meist von Thursen gesprochen. Was mir persönlich auch besser so gefällt.

Wieder ist das Lesevergnügen aufgrund des bildhaften und poetischen Schreibstils der Autorin ein ganz besonderes. Sie schafft es einfach, mit wenigen Worten enorm viel auszudrücken und der Schreibstil ist so angenehm, dass man sich darin verlieren könnte. Jedes Wort sitzt einfach und ist enorm ausdrucksstark. Nora Melling hat ein Auge für Details, erzählt aber nichts Überflüssiges. Es passt einfach alles. Insgesamt ist die Stimmung in „Schattenblüte. Die Wächter“ ernster und düsterer. Das Buch enthält viele spannungsgeladene Szenen und viele Probleme bilden sich im Verlauf der Handlung heraus. Das ändert aber nichts daran, dass es enormen Spaß gemacht hat, dieses Buch zu lesen.

Mein Fazit:
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„Schattenblüte. Die Wächter“ überzeugt durch authentische Charaktere, den ausgefeilten Stil der Autorin und eine spannende Handlung – der abschließende Band der Trilogie darf mit großer Vorfreude erwartet werden.


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