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Schwarze Schwäne

Bild von gaensebluemche

Klappentext:
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Jennifer betreibt ihre Forschung mit großer Leidenschaft. Doch was mit einer bahnbrechenden Entdeckung im Bereich der Risikoforschung beginnt, entwickelt sich schnell zu einem Kampft auf Leben und Tod. GlobalENJ – ein weltweit agierender Konzern – spielt dabei die entscheidende Rolle. Seine skrupellosen Aktivitäten sind der Katalysator, der das Ende der Menschheit unwiderruflich einläutet. GlobalENJ setzt alles daran, Jennifer an der Veröffentlichung ihrer Daten zu hindern. Und während die Ereignisse sich überschlagen, nimmt Jennifer nicht nur den Kampf mit einem übermächtigen Gegner auf, sondern tritt auch gegen die Krankheit an, die schon dem Leben ihres Vaters ein Ende gesetzt hat.

Über den Autor:
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Daniel Westland ist überzeugt, dass zwei Dinge die Welt besser machen: Wissen und Träumen. Das Verfassen von Sachbüchern und Romanen verbindet diese beiden Faktoren. Und so schrieb er bereits zahlreiche erfolgreiche Bücher zusammen mit Ralph Caspers, Marietta Slomka, Shary Reeves, Jan Hofer, Christine Henning, aber auch im Alleingang.

Daniel Westland lebt in Hamburg und den USA, ist verheiratet und hat drei Kinder.

Allgemeines zum Buch:
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„Schwarze Schwäne“ umfasst 367 Seiten und gliedert sich in 30 Kapitel, die lediglich mit ihrer jeweiligen Kapitelnummer überschrieben sind. Mit durchschnittlich zwölf Seiten haben die Kapitel eine angenehme Länge. Zum bequemeren Lesen und zum Spannungsaufbau sind sie teilweise zusätzlich in Abschnitte unterteilt.

Geschrieben ist das Buch aus der Sicht eines allwissenden Erzählers in der Vergangenheitsform. Der Jugendroman spielt in Wuppertal.

„Schwarze Schwäne“ ist im März 2012 als Taschenbuch mit Klappbroschur im script5 Verlag erschienen. Der Verlag hat sich übrigens noch eine kleine Besonderheit einfallen lassen: Aus der hinteren Broschurklappe kann ein Lesezeichen herausgetrennt werden.

Sowohl das Cover als auch der Titel des Buches passen zu dessen Inhalt, auch wenn recht lange unklar bleibt, warum das Buch den Titel „Schwarze Schwäne“ trägt.

Meine Meinung zum Buch:
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Das Buch basiert auf einem sehr interessanten Grundgedanken: Inwieweit beeinflussen sich Risikofaktoren wie Umweltkatastrophen, steigende Krebserkrankungen, sinkende Geburtenraten, Seuchen, Allergien, oder Autounfälle und welche Konsequenzen haben diese auf das Überleben der Menschheit? Lässt sich ausrechnen, welche Lebenserwartung jeder Einzelne hat? Lässt sich vorhersagen, in welchem Alter man an einem unheilbaren Leiden erkranken wird?

Der Aufhänger ist echt gut und total spannend, aber leider hat mir die Umsetzung nicht so gut gefallen. Das Buch umfasst mehrere Handlungsstränge, die spätestens mit jedem neuen Kapitel, teilweise aber auch von Abschnitt zu Abschnitt wechseln. Wirklich interessiert hat mich nur einer der Handlungsstränge, nämlich der um die weibliche Hauptfigur Jennifer, die an einer schweren und unheilbaren Krankheit leidet. Meiner Meinung nach hätte diese Tatsache nicht mal Bestandteil des Buches sein müssen, da sie auf ziemlich konstruierte Art und Weise für Dramatik sorgt. Aber gut, das Buch beschäftigt sich ja sowieso mit den Themen Krankheit und Tod – irgendwie passt es dadurch doch ganz gut ins Bild. Jennifer ist auch der einzige Charakter, der mir wirklich sympathisch geworden ist. Alle anderen Figuren bleiben einfach zu blass. Für Spannung sorgt dabei nur, dass man manche Charaktere nicht auf Anhieb in die Kategorie „gut“ oder „böse“ einordnen kann und das Verhalten mancher Figuren für Überraschung sorgt.

Die anderen Handlungsstränge beschäftigen sich hautpsächlich mit Jennifers Gegnern, die ihr aufgrund von Tatsachen, die ich an dieser Stelle nicht verraten möchte, auf den Fersen sind, da sie Jennifer als eine Bedrohung ansehen. Hier erwarten den Leser einige Verfolgungs- und Kampfszenen, die aufgrund von Jennifers Erkrankung stellenweise doch recht unauthentisch wirken. Manchmal habe ich mich schon gefragt, wie Jennifer noch so kämpfen kann, wo ihr Körper doch eigentlich geschwächt ist. Die Verfolgungsszenen, haben bei mir kurzzeitig für Spannung gesorgt, für einen Thriller ist das Buch aber insgesamt nicht spannend genug. Die Handlung plätschert eher vor sich hin und durch die vielen Wechsel zwischen den Handlungssträngen hat man auch kaum Zeit, sich wirklich in sie hineinzulesen.

Das Buch beschäftigt sich mit menschlichen Versuchskaninchen, die egoistischen Konzernen bei der Entwicklung von Medikamenten helfen sollen und mit Gendefekten. Daniel Westland betrachtet nicht nur die Opfer, sondern auch die Täter, die rücksichtslos nach Macht und Gewinn streben. Wie gesagt, die Hintergrundideen sind total interessant, die Umsetzung bleibt jedoch etwas hinter diesen Ideen zurück.

Trotz einiger Fachbegriffe aus dem Bereich der Biomathematik und der Chemie liest sich das Buch doch recht angenehm. Für ein Jugendbuch ist der Stil des Autors angemessen und das Buch liest sich leicht und flüssig. Für das Verständnis des Buches erforderliche Fachkenntnisse werden dem Leser vom Autor anschaulich und nachvollziehbar vermittelt.

Mein Fazit:
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Ein Buch, dem es für einen Thriller zu offensichtlich an Spannung fehlt und dessen Grundideen leider nicht überzeugend umgesetzt wurden.


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