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Wir vom Neptunplatz

Bild von Nazena

Rudi, Lale, Mark und Lucky leben am Neptunplatz in Köln. Dort müssen sie sich mit den Widrigkeiten des Lebens in der Großstadt, besonders als junger Erwachsener, durchschlagen. Liebe, der Ex, die alte Freundin, der Job, die Wohnung und das Studium- irgendetwas fällt immer an, doch die Freunde meistern jede Schwierigkeit- mehr oder weniger gekonnt...
"Wir vom Neptunplatz" ist ein experimenteller Roman, der ein Soapgefühl einfangen soll. Ich denke, ich gehöre nicht wirklich zur Zielgruppe, da ich auch mit Soaps überhaupt nichts anfangen kann. In vielen kleinen Episoden werden aus wechselnder Perspektive die kleinen Alltagsprobleme geschildert, die angeblich repräsentativ für ein Leben in der Stadt sein sollen und Realität vorgaukeln, andererseits aber jedes noch so weit hergeholtes Klischee erfüllen. Die Quotentürkin, der Schwule (eigentlich sogar mehrere), Liebeskummer, da der Freund Soldat ist, Probleme mit den Mitbewohnern (kiffende Studenten), die Ökos und das Fernsehen. Es wäre vermutlich einfacher, die drei Sätze hinaussuchen, die keine Klischees darstellen, da wäre man vermutlich nach einem Absatz fertig.
Ich habe das Buch lediglich mit reichlich Kopfschütteln gelesen und keinerlei Anreiz gespürt, das weitere Geschehen zu verfolgen. Im Gegenteil, ich fühlte mich von den Autoren für dumm verkauft. In einem Buch erwarte ich so etwas wie einen roten Faden und eine Handlung, keine aufeinanderfolgenden Schnipsel, die bunt durcheinandergewürfelt sind. Obendrein gibt es Rechtschreibfehler und teilweise wenig Ahnung vom Hintergrund.
Bei knapp 200 Seiten ist man schnell fertig (zum Glück!), für mich war es allerdings eine einzige Zeitverschwendung. 1/ 5 Sterne.


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