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Splitterwelten

Bild von Nazena

Die Welt ist in unzählige Scherben zersprungen. Zwischen diesen halten die Levitantinnen Kontakt, indem sie mit ihren geistigen Kräften die riesigen Handelsschiffe im Sanktuarion, dem Raum zwischen den Splittern, halten. Doch der Gilde der Levitantinnen droht Gefahr: auf fernen Splittern sind Angehörige der Gilde verschwunden, sogar ermordet worden. Und auch im Inneren der Gilde brodelt es.
Auf einem anderen Weltensplitter befreit der Pantheride und Dieb den menschlichen Sklaven Kieron, nur um kurze Zeit später selbst in eine Falle zu tappen. Zusammen mit Kierons ehemaligen Besitzer, dem Chämeloiden Jago, machen sich die unfreiwilligen Reisegefährten auf, um einen mystischen Gegenstand zu suchen- von dem sie noch nicht mal wissen, wie er aussieht...

Peinkofers neuer Weltenentwurf hat mich schnell überzeugt. Seine Charaktere sind gewohnt prägnant und glaubwürdig, man kann sich gut mit ihnen identifizieren und ihr Verhalten nachvollziehen. Einzig das allzu förmliche der Levitantinnen (auch unter engen Freundinnen) hat mich ein wenig gestört, es passt allerdings zum Gesamtbild der Gilde.
Einiges deutet darauf hin, dass der ursprüngliche Planet die Erde war: die Levitantinnen benutzen lateinische Bezeichnungen und man begegnet den nordischen Göttersagen, wie sie in der Edda beschrieben sind. Die beiden Handlungsfäden scheinen auf den ersten Blick nicht zusammenzugehören: in der Welt der Gilde regiert ein menschlicher Kaiser, die Levitantinnen haben das Monopol über die Luft, die Animalen sind Sklaven oder bestenfalls Diener.
In Kierons Welt wird hingegen mit riesigen Tieren zwischen den Splittern gereist, die Menschen sind versklavt und es regiert eine animalische Kaiserin. Diese Ambivalenz wird auch nicht aufgelöst und ich bin schon sehr auf die Erklärung gespannt, die hoffentlich im nächsten Band folgt.
Das Buch ist sehr spannend und auch wenn man sich erst mal an die fremde Welt gewöhnen muss, findet man sehr schnell hinein. Die wunderschönen Zeichnungen helfen umso mehr, sich alles vorzustellen. Splitterwelten ist der Auftakt zu einer neuen epischen Fantasygeschichte, der in meinen Augen vollkommen gelungen ist und nach diversen Vampiren, Wölfen, Engeln und Dämonen auf dem Markt mal wieder in die "klassische" Fantasy führt, mit Kriegern und Tiermenschen aber auch jede Menge unterschiedlicher Gestalten zu bieten hat. Von mir daher die volle Punktzahl und eine klare Leseempfehlung für alle Fans der epischen Fantasy. Wer Peinkofers andere Romane schon kennt, wird auch die Splitterwelten mögen.


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