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Allein im Ozean

Bild von Elfenwind

Allein. Kein Mensch. Wasser. Nur Wasser. Tagelang, wochenlang. Soweit das Auge reicht. Ein kleines Boot und eine Frau. Das Meer und die Wellen. Sarah und ihr Boot Dippers überqueren den indischen Ozean. Von Australien nach Mauritius. Mit an Bord u. 500 Schokoriegel und eine Stofftieralbatros und nur 5 Bücher. Nachdem der Vater der 21 jährigen gestorben ist, versucht Sarah durch diese Reise sich selbst zu finden und auch ihre Trauer zu verarbeiten. Also rudert sie allein durch den Indischen Ozean von Australien bis nach Mauritius.
Sarahs Buch, Allein im Ozean, ist kein klassischer Reisebericht. Sie philosophiert viel über das Leben, den Verlust des Vaters. Aber als Leser bekommt man auch ein Gefühl für die Leere und Weite, die sie empfindet, dort allein im Ruderboot. Es ist eine Art Ohnmacht, aber auch ein Rausch die Naturelemente im Griff zu haben. Sarah allein im Ozean, hier wird auch der Titel des Buches deutlich und gelebt und als Leser hatte ich teilweise das Gefühl neben ihr im Boot zu sitzen und das Meer zu schmecken und zu riechen. Das Boot schaukelt auf den Wellen, man fühlte die Kälte, die klammen Klamotten auf der Haut. Die Freude, wenn die Sonne hinter den Wolken hervorkommt und die klamme, kalte Kleidung und die schrumpeligen Finger erwärmt und man sich etwas trocken fühlt. Diese Gefühle konnten in dem Buch sehr gut vermittel werden. Friedlich, ruhig, beglückend auf der einen Seite, aber aufbrausend, wild, lebensbedrohlich bei Sturm-Allein im Ozean. Ebenso ein Wechselbad der Gefühle, da Sarah immer wieder Rückblicke besonders auf ihren Vater nimmt. Als Leser durchlebt man dieses Wechselbad der Gefühle mit Sarah und dann aber auch den Triumph, als sie es geschafft hat, den indischen Ozean mit einem Ruderboot allein zu durchqueren. Was mir leider fehlte sind Fotos von Sarah, der Dippers und vielleicht einige Impressionen auf dem Meer, das würde das ganz auflockern und dem Leser helfen sich die Dippers besser vorzustellen.


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