style="display:block"
data-ad-client="ca-pub-7783397286425302"
data-ad-slot="3580846517"
data-ad-format="autorelaxed">

House of Night-Geweckt

Bild von Trina

Neferet, die Hohepriesterin des House of Night in Tulsa, hat Rache geschworen an Zoey. Dabei ist der unsterbliche Kalona nur eine der Waffen, die sie einsetzen will. Doch Zoey hat Zuflucht bei Königin Sgiach auf der Isle of Skye vor der Küste Schottlands gefunden. Dort müssen sie und ihr Krieger Stark erst einmal wieder zu Kräften kommen. Außerdem möchte Sgiach sie zu ihrer Nachfolgerin ernennen. Warum soll sie also wieder nach Tulsa und zum House of Night zurückkehren? Nach dem Tod von Heath ist sowieso nichts mehr so wie früher. Und auch die Beziehung zu Stark könnte nicht mehr das sein, was sie einmal war.

Im achten Band der House of Night Serie macht sich gähnende Langeweile breit. Man hat immer mehr den Eindruck, dass Szenen nur als Lückenfüller benutzt werden, endlose gedankliche Abschweifungen darüber, wie ungerecht die Welt doch ist und was man gerade fühlt tragen nicht dazu bei, die Geschichte auch nur ansatzweise voranzutreiben. Wieder und wieder werden Sachverhalte wiederholt, der Eine erzählt es dem Nächsten mit den gleichen Worten wie schon zuvor. Zoey ist auf der Insel Skye geblieben und nimmt sich mit Stark eine Auszeit. In ihrem Internat in Tulsa jammern alle nur über den Verlust eines weiteren Mitstreiters, denn Neferet hat der Finsternis ihr unschuldiges Opfer gebracht. Sie selbst übernimmt ihren Posten wieder, als ob überhaupt nie etwas gewesen war, sie ist ja die Unschuld in Person. Die Erwachsenen sind alle blind, taub und dumm, sie wollen nichts sehen oder hören und lassen sich allesamt von Neferet blenden. Man sieht unwillkürlich lediglich einen hilflosen Haufen vor sich, dazu werden alle anderen Bewohner des Internats, Schüler wie Lehrer, degradiert. Also bleibt nur Stevie Rae, um die Sache in die Hand zu nehmen und zu versuchen, Neferet im Zaum zu halten. Alle anderen jammern nur über ihr ach so schreckliches Schicksal, allen voran Kalona. Sein Sohn Rephaim ist zwiegespalten, seine Menschlichkeit kommt immer mehr zum Vorschein und wie das Cover des Buches ja schon verrät, nimmt seine Entwicklung einen Großteil der Geschichte ein.

Rephaims Schicksal entscheidet sich - vorerst. Neferet spielt wie gehabt ihr Spiel, gekonnt dreht sie Aussagen in die Richtung, die ihr vorschwebt. Zoey ist wie immer planlos, lediglich ihr Männerkonsum hält sich diesmal wohltuend in Grenzen. Endlich hat sie sich für einen entschieden, aber die Autorinnen können sie einfach nicht in Ruhe lassen. Auf den letzten Seiten deutet sich schon wieder eine verzwickte Geschichte an - langsam ist man derer wirklich überdrüssig. Genau wie dieser künstlich in die Länge gezogenen Geschichte - eine Reihe in der Länge sieht zwar bestimmt gut im Regal aus, aber doch bitte nicht auf Kosten der Handlung. Die wird zwar irgendwo immer abgedrehter, dreht sich aber dann doch trotzdem im Kreis. Die Probleme bleiben die gleichen, lediglich ihre Form und die Mitwirkenden ändern sich partiell.


5
Durchschnitt: 5 (1 vote)