style="display:block"
data-ad-client="ca-pub-7783397286425302"
data-ad-slot="3580846517"
data-ad-format="autorelaxed">

Nur 6 Tage

Bild von Amarylie

Geh dem Geheimnis auf den Grund

Inhalt:

Solange Cass denken kann, muss sie sich schon durch die Überreste der zerstörten Stadt wühlen. Genau wie alle anderen Räumer. Denn ihre Aufgabe ist, das Artefakt zu suchen, an das niemand so richtig glaubt. Bis auf Cass’ kleinen Bruder Wilbur, aber der spinnt sowieso ein bisschen. Wie aus dem Nichts tauchen plötzlich Peyto und Erin auf. Sie sind Schläfer und kommen aus einer anderen Zeit. Und sie glauben, dass nur Wilbur ihnen helfen kann. Denn auch sie sind auf der Suche nach dem Artefakt. Nur gemeinsam haben die vier eine Chance, es zu finden. Doch sie müssen sich beeilen. Ihnen bleiben genau sechs Tage, sonst wird die Welt untergehen …

Meine Meinung:

Cass und Wilbur sind Geschwister und Räumer. Sie suchen für die Vlads (russische Soldaten) nach einem kostbaren Artefakt. Dabei wühlen sie sich durch ganz London durch, welches nach dem Angriff diverser Biowaffen etwas zerstört worden ist. Eines Tages treffen sie auf zwei Unbekannte – Peyto und Erin – die keine Räumer sind. Da Peyto Wilburn gerettet hatte, hilft Cass Peyto und später auch Erin. Sie bewahrt sie vor den Vlads und macht sie zu Räumern, da Valds alle Personen tötet, die keine Räumer sind. Dabei stößen sie auf etwas mächtigem, das wohl das Artefakt sein soll…

Als Leser konnte man sich in die Lage der Protagonistin versetzen, die die Rolle der großen Schwester spielt und für den kleinen Bruder Tapfer sein muss. Und dennoch konnte ich sie nicht ganz akzeptieren. Sie war mir unsympathisch, möge es an ihrem wortgewandten Mundwerk liegen, ihrer Unhöflichkeit gegenüber anderer oder an ihrer resistenten Art liegen. Auf allen Seiten – von der ersten bis zur letzten Seite – konnte sie mich nicht überzeugen. Sie blieb unnahbar und unsympathisch. Ihr Bruder hingegen war süß. Da keiner auf ihn hörte, da er so klein war, ging er selbst Dingen auf den Grund. Er ist der kleine Bruder, den man liebt, auch wenn er einem manchmal zum Kochen bringt.
Die zwei Schlafenden hingegen blieben beide bet er Geschichte oberflächlich. der Leser erfuhr zu wenig über sie, als das man sie irgendwo zuordnen könnte. Ich persönlich hätte mehr von ihnen gewusst, zumal sie ebenfalls wichtig waren.

Nur 6 Tage ist eine Dystopie, welches mit den Elementen Abenteuer und Science-Fiction verwoben ist. Das eigentliche Genre dazu konnte ich mir nicht richtig herauslesen. Die ersten Seiten las es sich schleppend, ohne viele interessante Ereignissen. Zwar erfuhr man so einiges über die Lebensumstände, die Räumer und Vlads aber dies war auch schon alles. Doch zum Ende hin, fing die Stelle der eigentlichen Spannung an, an die man sich heran gearbeitet hatte. Ab den paar Seiten, konnte ich das Buch nicht mehr aus den Händen lasse, was das Ende nicht viel besser machte. Die Fragen blieben offen, wie die Geschichte selbst. Der Autor hätte noch einige Seiten füllen können, um aus den Fragezeichen Ausrufezeichen zu machen.

Der Schreibstil von Philip Webb ist flüssig und leicht zu lesen. Leider gab es zu wenige Infos zur Geschichte. An manchen Stellen hätte ich mir gewünscht mehr ins Detail zu gehen, um es authentischer zu gestalten.

Das englische Cover:

Ich muss gestehen bei diesem Fall das deutsche Cover besser zu finden. Es hat mehr Stil. Beim englischen ähnelt es einem Comic.

Fazit:

Ein Must – Have für jeden Abenteuerlustigen! Das Buch würde ich eher Kinder ab 11 Jahren empfehlen, aufgrund der wenigen Infos, die den Kindern eher als unnötig erscheinen. Für mich persönlich war es ok und eine nette Lektüre um die Zeit tot zu schlagen.

Autor:

Philip Webb,
Jahrgang 1967, stromerte als Kind gerne durch die Gegend. Am allerliebsten hielt er sich mit seinen Freunden auf der örtlichen Schutthalde auf. “Die abenteuerlichen Entdeckungstouren, der Reiz des Verbotenen, der Schrott, die Ratten, der Gestank – all das spiegelt sich in dem düsteren und bedrohlichen Setting von ‘Nur 6 Tage’ wider. Inspiration bekam ich durch die verschiedensten Dinge: Kunst, Design, Film, aufregende Orte. Jede Erfahrung fließt irgendwie mit ein. Als ich das Buch schrieb, wollte ich herausfinden, wie es in jener Welt aussieht, wie sie sich anfühlt, wie sie funktionieren würde. Und da ich Informatik studiert habe und als Berater für User Experience arbeite, ist auch viel von meinen Erfahrungen mit Menschen und Computern eingeflossen.”Gemeinsam mit seiner Frau lebt Philip in London.

Weitere Infos:

Titel: Nur 6 Tage
Originaltitel: Six Days
Autor: Philip Webb
Verlag: Chicken House
ISBN: 978-3551520319
Preis: 16,95€


0