Die Wonnen der Gewöhnlichkeit

Inhalt:
Es ist der letzte Sommer vorm College, und die Tage sind intensiv und aufgeladen. Dade ist verliebt, und er schert sich nicht mehr darum, ob andere es sehen oder nicht. Denn Lucy, die schlagfertige, selbstbewusste Nachbarin, hat ihm gezeigt, worauf es ankommt: Glück, Freiheit und den Mut, ehrlich zu sich und anderen zu sein. Deshalb hat Dade mit Pablo gebrochen, der zu feige war, zu ihrer Beziehung zu stehen. Mit Alex, seinem neuen Freund, ist das anders. Mit ihm kann er unterm Sternenhimmel durch die Nacht ziehen, ihm kann er Ängste beichten und Träume anvertrauen. Im Laufe dieses Sommers hat Dade vieles herausgefunden: Er weiß, wer er ist. Das Leben kann kommen. Und es wird aufregend und schön werden!
Meine Meinung:
„Die Wonnen der Gewöhnlichkeit“ war absolutes Neuland für mich. Natürlich habe ich schon sehr viele Bücher gelesen, in denen ein Junge die Hauptrolle spielt. Aber dass dieser Junge schwul ist, war noch nie der Fall. Deshalb fiel es mir am Anfang ein wenig schwer, mich in Dade hineinzuversetzen, aber der Autor hat den Charakter so gut rüber gebracht, dass dieser Vorgang ziemlich schnell abgeschlossen war und ich – zumindest zum großen Teil – seine Gedanken und Gefühle nachvollziehen konnte. Auch, wenn mir einige Stellen dann doch noch ein wenig merkwürdig vorkamen.
Als ich mich dann daran gewöhnt hatte, hatte mich das Buch auch schon gepackt – auch wenn die Handlung nicht übermäßig spannend war. Vielleicht lag es einfach am Reiz des Neuen. Vielleicht aber auch einfach am Talent des Autors zu schreiben und interessante Charaktere zu erschaffen.
Auch der Umgang des Autors mit dem Thema fand ich super, denn es war teilweise schon lustig und es gab schöne Momente, aber es wurden auch viele ernste Themen aufgegriffen, die sehr gut rüber gebracht wurden. Und Dade es, manchmal alleine, manchmal aber auch durch seine Freunde, geschafft hat, sie gut zu verarbeiten, daraus zu lernen und weiterzumachen.
Alles in allem fand ich das Buch wirklich toll und ich hatte auf jeden Fall Spaß am Lesen.
Fazit:
„Die Wonnen der Gewöhnlichkeit“ ist auf jeden Fall lesenswert, aber man sollte schon offen an das Buch ran gehen, denn mit einer bereits festgefahrenen Meinung bringt es nichts.
Über den Autor:
Nick Burd wird in den USA als großes Talent gefeiert. Als „Die Wonnen der Gewöhnlichkeit“, das erste Buch des 28-jährigen Autors, dort erschien, wurde es sofort von Publikum und Presse begeistert aufgenommen und mit Preisen ausgezeichnet. Nick Burd lebt in Brooklyn, New York. Zurzeit arbeitet er an seinem zweiten Roman.
Details zum Buch:
Originaltitel: The Vast Fields of Ordinary
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
Taschenbuch: 320 Seiten
Altersempfehlung: 14-17 Jahre
ISBN: 978-3-423-24880-8
Preis: 14,90 (D) | 15,40 (A)
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