Infinity

Inhalt:
Sie kennen sich seit Jahren, vertrauen einander. Klara, Jonas und Richi. Und dann ist auf einmal alles anders. Jonas und Richi sind sehr aggressiv, schrecken auch vor Gewalt nicht zurück. Was ist passiert? Klara macht sich auf die Suche nach der Wahrheit. Und stößt dabei auf einen Arzt, der auch sie zur Welt gebracht hat. In einem Forschungslabor entdeckt sie Listen mit vielen Namen, darunter auch ihren eigenen. Was steckt dahinter? In Klara wächst ein ungeheuerlicher Verdacht...
Meine Meinung:
Das Buch fand ich eigentlich schon von Anfang an fesselnd, weil der Prolog schon viele Fragen aufwirft und man den Zusammenhang mit dem Rest herausfinden will. Die Sichtweise in diesem Prolog, die auch noch in einigen weiteren Kapiteln von „Infinity“ vorkommt, ist allgemein sehr interessant, da sie sehr eingeschränkt ist und man viel selber nachdenken muss.
Da ich das behandelte Thema am Tag, bevor ich das Buch gelesen habe, in Bio durchgenommen habe, wusste ich eben ziemlich gut Bescheid und konnte mir deshalb auch schon relativ früh denken, worum es geht – und was es mit diesen merkwürdigen Kapiteln auf sich hat.
Trotzdem fand ich es wirklich spannend und das Buch war sehr fesselnd, sodass ich sogar, während ich im Unterricht saß immer wieder über das Buch nach gegrübelt habe.
Auch die kleinen Konflikte, die sich neben der Haupthandlung abspielten, fand ich gut, sodass es ein super Gesamtpaket ergab.
Das Einzige, was mich ein bisschen gestört hat, aber eigentlich keine große Sache ist, ist, dass Klara, die Hauptfigur, in dem Buch eine „Erzrivalin“ hat – was ich schon sehr kindisch finde, wenn ich nur den Namen höre. Dass die beiden im Laufe der Handlung auch noch tolle Freundinnen geworden sind, war mir zu klischeehaft und hat meiner Meinung gar nicht in das Buch reingepasst.
Ansonsten finde ich die Umsetzung aber sehr gut gelungen und trotz der Unwirklichkeit des Themas kam es mir nicht total absurd vor, sondern nachvollziehbar – was aber auch daran liegen kann, dass wir in der Biostunde genau darüber geredet haben, dass ein längeres Leben – wenn auch nicht unbedingt gleich unendlich – theoretisch möglich ist und bei Mäusen (wie in dem Buch) bereits bewiesen wurde (auch wenn es eher so war, dass sie zwar nur wenig älter wurde, aber dafür länger jung blieb, aber das tut hier ja nichts zur Sache...).
Fazit:
Ich würde das Buch auf jeden Fall an alle empfehlen, die ein bisschen Spannung mögen und das Thema Genforschung wenigstens ein bisschen interessant finden.
Über die Autorin:
Gabriele Gfrerer, geboren 1961 in Wien, wuchs mit vier älteren Brüdern auf. Daher gab es von Kindesbeinen an Action, aber auch viel Geborgenheit – und vor allem jede Menge Geschichten. Vorgelesene ebenso wie selbst erfundene. Es dauerte dann allerdings noch Jahr(zehnt)e, bis ihr erstes gedrucktes Buch Wirklichkeit wurde. Dazwischen lagen ein Lehramtsstudium, die Arbeit als Grundschullehrerin und schließlich die Selbstständigkeit als Grafikdesignerin. Ob Krimis, Fantasy, Liebesgeschichten oder Zeitgeschichtliches: Was erzählt werden will, findet seinen Platz von selbst. Gabriele Gfrerer lebt und schreibt in der Nähe von Wien, umgeben von ihrer Familie.
Details zum Buch:
Verlag: Thienemann Verlag
Broschiert: 320 Seiten
Altersempfehlung: 13-16 Jahre
ISBN: 978-3-522-20123-0
Preis: 12,95 (D)
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