2. Mutige Redakteurin für Pressefreiheit

WILD-Zeitung, 17.05.2008
MUTIGE REDAKTEURIN FÜR PRESSEFREIHEIT
ii Nach Enthüllung der schrecklichen Vorkommnisse während des Drehs von DSDT am vorigen Dienstag, erhielt die WILD-Zeitung gestern eine unverschämte Drohung von unerwarteter Seite:
Dietmar Kegeln, Verantwortlicher für DSDT, kündigte an, wegen dieses Artikels vor Gericht zu ziehen, da er seiner Meinung nach weder haltbar, noch wahrheitsgetreu sei. Er bedachte die gesamte Redaktion mit unflätigen Flüchen und beschuldigte die zuständige Mitarbeiterin einen gefälschten Presseausweis zu besitzen.
Allerdings hatte betreffender Herr nicht mit der geistigen Überlegenheit betreffender Reporterin gerechnet: Geschickt brachte sie ihn dazu freiwillig die Aussagen der Susanne F., die inzwischen vor DSDT in die Playboy Mansion geflüchtet ist, zu bestätigen. Hier ein Mitschnitt des Interviews:
„Da die jungen Mädchen heutzutage sich als sehr schmerzresistent gezeigt haben, habe ich Ihnen damit gedroht, ihnen ihren größten Traum zu nehmen. Das zeigte erstaunlich große Wirkung bei den meisten.“
Auch gab er zu, die Wattebällchen der Models mit Beruhigungsmittel versehen zu haben.
Trotz der erdrückenden Beweislast erwartete Dietmar Kegeln tatsächlich eine Gegendarstellung der WILD-Zeitung, die seinen stark ramponierten Ruf wieder aufpolieren sollte.
Dafür stürzte er sich dann sogar noch soweit in Unkosten, als er betreffende Redakteurin zum Dinner einlud – nachdem er sich zuvor folgendermaßen über die „Erziehung“ der Models geäußert hatte: „Sie müssen dieses alte Muster mit täglich drei Mahlzeiten ablegen. Wir trainieren so lange mit ihnen, bis ihnen klar wird, das eine Mahlzeit in zwei Tagen völlig ausreichend ist.“
Schade, dass er seinen Mundgeruch, der auf eine fette Knoblauchpizza ein paar Stunden zuvor schließen lässt, nicht bis zum Dinner losgeworden ist.
Aber was kann schon von einem Mann erwartet werden, der aus normalen Jugendlichen meint einen Haufen Egoisten machen zu müssen: „Wir bringen ihnen bei, dass das am meisten gedachte Wort von ihnen „ich“ sein muss. Nur so kommt man in unserer Welt wirklich weiter.“
Wahrscheinlich nichts weiter als einen nicht sonderlich stark ausgeprägten Verstand, billige Anmachsprüche, eine Ekelerregende Ausbeulung der feinen Hose an der falschen Stelle und dem Bestechungsversuch mit einer Anstellung bei einer solch nichts sagenden Zeitung, wie dem „Riegel“…
Gut, dass es auch heute noch Leute gibt, die sich für Pressefreiheit und ehrlich Berichterstattung einsetzen!
WILD – Wir sind wild auf Ihre Meinung!
Dietmar Kegel:
Das ist doch… Das ist doch wirklich eine Unverschämtheit! Das hätte ich nie von Ihnen gedacht, Isabella, nicht nach diesem wundervollen Abend. Ich dachte es hätte Ihnen gefallen! Sie wollten mich doch sogar wiedersehen und haben gesagt, dass meine Briefmarkensammlung Sie unglaublich interessieren würde. Und jetzt? Jetzt ruinieren Sie mich! Was soll ich denn jetzt machen?
Isabella Indiskretiona:
Ich bitte Sie... gefallen? Bei der Luftverschmutzung?
Wenn ich schon sonst nicht viel von Ihnen erwartet habe, die Zähne hätten Sie sich doch wenigstens putzen können!
Und Ihre Briefmarkensammlung... Haben Sie eine Briefmarke auf der ich abgebildet bin? Nein? OK, kein Interesse!
Was Sie jetzt machen sollen? Die Zahnbürsten benutzen, die sie Ihren Models so erfolgreich abgenommen haben, Sie Schleimbeutel!
Dietmar Kegel:
Das ist wirklich eine bodenlose Frechheit. Sie werden schon sehen was Sie davon haben! Ich werde Sie vor Gericht bringen und wenn es das letzte ist, was ich tue!
Isabella:
Ich denke da dürften Ihre Chancen ziemlich schlecht stehen! Das Tonband mit Ihrer unfreiwilligen Aussage ist im Moment auf dem Weg zur Staatsanwaltschaft... oder lassen Sie mich überlegen... Nein! Um 11 Uhr ist die Post ja schon längst ausgeliefert, also dürften die Herren dort gerade ein sehr aufschlussreiches Hörspiel genießen!
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