Den Mond aus den Angeln heben

Klappentext:
"Wohin fahrt ihr?", fragte eine Frauenstimme.
"Wir fahren nach New York, um unsere Großmutter zu besuchen. Und Onkel Joey bringt uns hin. Stimmt's, Onkel Joey? Wir wollen uns das Empire State Building und die Freiheitsstatue und alles ansehen. Unsere Omi will mit uns eine Schiffsfahrt um Manhattan machen. Und sie backt ihren speziellen Apfelkuchen, damit wir nicht hungrig sind."
Sie klang so überzeugend. Manchmal fragte ich mich wirklich, wer die Ratte eigentlich war.
"Wie heißt eure Oma?", fragte die Frau.
Das war's! Die Rotkäppchen- Vorstellung meiner Schwester hatte uns ruiniert.
"Omi natürlich."
Ich war erleichtert, als ich Gelächter hörte.
"Möchten Sie unsere Geburtsurkunden sehen?", fragte die Ratte.
Sie musste einfach immer übertreiben.
Wahrscheinlich war sie erst zufrieden, wenn wir alle ins Gefängnis kamen.
Inhalt:
In dem Buch geht es um zwei Kinder, Bob und Marie Claire DeBillier, die Ratte genannt wird. Die beiden wollen nach dem Tod ihres Vaters zu ihrem Onkel Jerome nach New York, da ihre Mutter auch schon gestorben ist und sie nicht ins Heim wollen. Also machen sie sich nur mit ihren Rädern und ihren Rucksäcken und Schlafsäcken auf den Weg nach New York. Dabei haben sie mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen, denn der Weg von Winnipeg in Kanada nach New York in den USA birgt viele Risiken, und das nicht nur bei der Grenzkontrolle. Doch sie meistern ihren Weg. Als sie allerdings in New York ankommen müssen sie feststellen, dass ihr Onkel schwerer zu finden ist als sie dachten. Nun beginnt eine aufregende Suche nach ihrem Onkel Jerome quer durch ganz New York, bei der viele Freunde mitspielen und während der die Ratte, die immer Schauspielerin und berühmt werden will, ganz New York auf den Kopf stellt.
Meine Meinung:
Das Buch ist in einem sehr ansprechenden und packenden Schreibstil geschrieben. Die Idee der Geschichte ist toll und mal etwas anderesund dank des Schreibstils sehr gut umgesetzt.Die Geschichte bleibt aufgrund vieler überraschender und nicht so überraschender Wendungen durchgehend spannend und macht an manchen Stellen richtig süchtig. Ich konnte teilweise nicht mehr aufhören zu lesen. Anders als ich erwartet hatte ist dieses Buch nicht nur irgendeine Geschichte von zwei Kindern ohne tieferen Sinn wie viele andere Bücher, sondern hat Hintergründe, die dem Autor auch wichtig sind. Ich würde das Buch so ab ca.12 Jahren empfehlen.
Ich finde das Buch auf jeden Fall lesenswert und würde ihm 5 Punkte geben. Allerdings hätte ich es mir aufgrund des wenig ansprechenden Klappentextes wahrscheinlich nicht gekauft. Was ich jetzt allerdings bereuen würde. Ich würde dieses Buch wirklich jedem empfehlen. Es eignet sich allerdings nicht nur zum selber lesen sonder wäre auch ein schönes Geschenk zum Geburtstag oder zu Weihnachten.
Autor:
Gregory Hughes wurde in Liverpool als achtes von neun Kindern geboren. Er flog mit vierzehn Jahren von der Schule und kam in ein Heim für schwer erziehbare Jungen. Dort verbrachte er eine - wie er selbst sagt - glückliche Zeit. Nach der Uni reiste er in der Welt herum und arbeitete in allen möglichen Jobs, z. B. in einer Imbissbude und auf einer Fischfarm. Er lebte in Kanada, in den USA und in Skandinavien. "Den Mond aus den Angeln heben", sein Debütroman, hat den Booktrust Teenage Prize gewonnen und ist für die Carnegie Medal nominiert.
Sonstiges:
Den Mond aus den Angeln heben
Gregory Hughes
CARLSEN
251 Seiten
Gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-551-58248-5
Preis: 15,90 € (D); 16,40 € (A)
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