Sonderausgabe 3 (25.05.08): Isabella Indiskretiona meets aniquää

Bild von Babsi

Isabella Indiskretiona:
Guten Tag, Frau Anika K. Heute gebührt Ihnen die große Ehre einer eigenen Ausgabe der WILD-Zeitung. Sie sind ja eine Leserin der ersten Stunde, was können Sie unseren Lesern über die WILD-Zeitung sagen?

aniquää:
Ich bin richtig wild auf die Zeitung *arrr* und gehöre zu den ersten Abonnentinnen *sieg*. Die Zeitung besteht aus verschiedenen Interviews und dem *räusper* Artikel von Isabella Indiskretiona. Die Zeitung spricht allgemeine Themen an, wie zum Beispiel ein Internatsskandal, wo eine Schülerin keine Unterwäsche getragen hat. Sehr spannende und witzigliche Themen!

Isabella Indiskretiona:
Was hat es mit Ihrem Nebenjob auf sich? Sie geben an nebenberuflich die Bleistifte einer gewissen Laura aufzuheben, deren Sitzart zu kritisieren und imaginäre Fuzrissen dazwischen legen. Wie müssen unsere Leser sich das vorstellen? Und vor allem, was sind „Fuzrissen“?

aniquää:
Fuzrissen? Ja, das würd mich auch mal interessieren was das ist. Nein, da hab' ich mich wohl vertippt. Und zwar ist das ein bisschen gestört: wir saßen in Mathe und meine Nebensitzterin *unauffällig in eine Richtung schiel* sitzt immer Beine überkreuzt da, während ich schön auf meinem Stuhl rumgammel. Wenn man aber die Beine überkreuzt, staut sich das Blut und es gibt Krampfadern. Deswegen hab' ich gesagt, dass wir ein Furzkissen (!!!) zwischen die überkreuzten Beine legen müssen, damit mans merkt, wenn man wieder so da sitzt.

Isabella Indiskretiona:
Eine Ihrer favorisierten Musikrichtungen ist Reggae und Sie erwähnen Bob Marley namentlich. Wie übt sich diese Musik auf Ihren Lebensstil aus? Typisch für Reggae ist ja unter anderem auch Hanf. Nehmen Sie Drogen?

aniquää:
Wuhaa, sie sind sicherlich nicht die ersten, die fragen ob ich Drogen nehme. Aber ehrlich gesagt, ich brauche keine Drogen, ich seh rosa fliegende Elefanten auch so (Zitat svz). Mein Lebensstil? Mhh, er ist verrückt, und ohne Musik läuft nichts. Reggae ist eine Musikrichtung, die sich sehr von der Masse abhebt *schwub* und deswegen mag ich sie auch. Sie ist so leicht und ja :D

Isabella Indiskretiona:
Sie scheinen sich sehr zur Hippie-Kultur hingezogen zu fühlen. Hätten Sie gerne in den 60ern gelebt? Wie ist Ihre Einstellung zu `69? Haben Sie Freunde, die ähnliche Neigungen haben? Leben Sie vielleicht sogar in einer Kommune?

aniquää:
Um es genau zu sagen, der Kern der Hippiezeit geht von 1965 bis 1971. Natürlich hätte ich gerne in den 60ern gelebt, jedoch sind das nach meiner Angabe nur 6 Jahre, und ich möchte gerne noch ein bisschen länger leben. 1669 ist für mich der wichtigste Höhepunkt der Hippieinvasion. Ich tendiere auch sehr dazu, dass wenn ich groß bin, ich mir einen Hippiebus kaufe. Lust auf eine kleine Spritztour? Natürlich habe ich Freunde, ich bin ja kein MOF, aber ähnliche Neigungen? Nein, eher nicht, am meisten unterscheidet sich meine Kleidung von ihnen :D

Isabella Indiskretiona:
Sie haben eine eigene Gebrauchsanweisung, denken Sie wirklich, dass das nötig ist? Ist Sie vielleicht nur geschrieben worden, um Ihrer Arroganz genügend Platz zu geben?

aniquää:
Arroganz? Also bitte, ich bin doch viel zu perfekt um eingebildet zu sein *haare nach hinten werf*. Nein, diese Gebrauchsanweisung entstand mit einer Freundin für einen *hust* Typen in den Ferien. Ich musste sie leider etwas allgemeiner schreiben und kürzen. Arrogant bin ich meiner Meinung nach kein bisschen, was ist das eigentlich?

Isabella Indiskretiona:
Sie reden anscheinend mit Gegenständen und stehen auch dazu. Jedenfalls geben Sie im Internet an, dass sie sich bei Gegenständen, die sie umrennen, entschuldigen. Außerdem betonen Sie, dass nur ihr Fernseher versteht, dass Sie mit Ihrem Computer reden. Haben Sie deswegen schon Mal einen Arzt aufgesucht? Oder sind Sie etwa in Dauerbehandlung?

aniquää:
Wie gesagt, ich bin kein MOF. Nein, aber als Motto: Lebe jeden Tag, als wär es dein letzter, muss man eben alles ausnutzen. Und ich meine, wenn ich mich bei Gegenständen entschuldige, ist das doch nur wieder ein Zeichen, dass ich besonders nett sind *zwinkerzwinker*. Und eine Behandlung möchte ich ehrlich gesagt erst machen, wenn ich tot bin. Ich liebe meine Verrücktheit, und mein Computer mag sie auch ;D

Isabella Indiskretiona:
Sie sind Mitglied in verrufenen Organisationen. Zum einen bekennen Sie sich zu den „Offiziellen Stalkern“ und zum anderen gehören Sie zu der, ins schlechte Licht geratenen, Autorencommunity. Außerdem zählen Sie sich zu einer Gruppe, die sich „Popo“ nennt. Was ist Ihnen über die Machenschaften der Organisationen bekannt? Sind Sie eine der Fadenzieherinnen? Wie nah sind Sie ihrem Ziel der Weltherrschaft schon?

aniquää:
Unter uns gesagt: ich liebe Teamarbeit. Da kann man sich immer vor den plööten Aufgaben drücken, und während dessen [wie in der Schule] die Überschrift verzieren. Nein, natürlich bin ich eine Teamworkerin, aber wenn ich dann erst mal Diktator ... in bin *schurkenlachen*, wird sich sogar mein Team mir unterwerfen. Ich zieh dann auch ganz schöne Schuhe an, die ihr dann von unten bestaunen könnt.

Isabella Indiskretiona:
Sie beschreiben sich als tollpatschig, dabei greifen Sie auf das Beispiel eines klingelnden Telefons zurück. In wie fern beweist dies Ihre Tollpatschigkeit? Können Sie sich mit Ihrem Telefon identifizieren? Sprechen Sie manchmal mit ihm? Hat es einen Namen?

aniquää:
Ich glaube diese Tollpatschigkeit bezieht sich eher auf mich, als auf das Telefon. Mein Telefon ist doch nicht tollpatschig! Und wenn ich mit dem Telefon rede .. öh mit einer Freundin telefoniere, dann rede ich sicher nicht mit dem Telefon sondern mit der Freundin. Aber tollpatschig bin ich wirklich. Das ist eine, von meinen unzähligen (positiven) Eigenschaften. Danke, danke, Autogramme gibt's später!

Isabella Indiskretiona:
Aus vertraulichen Quellen habe ich erfahren, dass Sie Ihre Freizeit im Kaufhaus oder im Schwimmbad verbringen und dabei Praktikanten hinterher spionieren. Wie rechtfertigen Sie dieses, eindeutig strafbare, Verhalten?

aniquää:
Ah, vertrauliche Quellen *Gift in den Fluss kipp*. Ich sehe dieses Verhalten nicht als strafbar an, da ich eigentlich jeden bespannen .. äh zuschauen kann. Ich meine, was machen Sie im Kino, da spionieren Sie doch einem Film hinterher - oder so ähnlich. Außerdem sind Praktikanten sexy *hust*. Und mal ehrlich, wenn ich niemanden .... anschauen dürft, könnt ich mich gleich einbuddeln. Und vielleicht wollen die Praktikanten ja auch, dass ich sie anschau. Mit dem einem hab ich mich jedenfalls ganz nett über McFly unterhalten und ... *Mund zu gehalten wird*

Isabella Indiskretiona:
Sie geben öffentlich an, vor Ostern mit einem weitern Mitglied der Jugendverschwörung in einen Supermarkt eingebrochen zu sein, um anschließend eine "Schokiii-Hasiii-Mopsiii-Partiii" veranstalten zu können. Sind Sie vorbestraft? Wie ist Ihre Einstellung zu Kriminalität allgemein?

aniquää:
Höhö hallöle, keep cool: Make peace, not war!! Und okay, ich habe übertrieben, ich bin nicht in einen Supermarkt eingebrochen [wär viel zu plööt für sowas], sondern ich hab dem Kühlschrank ein paar Schokiiii-Hasiiis gemoppst :D Meine Einstellung zur Kriminalität? Öhm *grübel* Ich bin ein Flower-Power-Sixty-mäßiger Hippie, wenn irgendwo jemand gemobbt wird, werde ich als Heldin des Tages eingreifen. Ich bin sehr sozial, zumindest an meinem sozialen Tag, einmal im Monat.

Isabella Indiskretiona:
Was wollen Sie Ihrem Gegenüber mit "ra(ra)wrrriiiiiiiiiiiiiiiiii" mitteilen? Haben Sie Beziehungen zu außerirdischen Lebensformen?

aniquää:
Öh, schön, dass Ihnen das Wort rawriiiiiiii aufgefallen ist, das Bedeutet, es ist toll, nech? Mhh, ein Alien bin ich glaub nicht, aber rawriiiii ist einfach nur eine Bezeichnung für etwas verrücktes. Es hat keine Bedeutung, es ist einfach nur ein Füllwort. Wenn ich das sage, gibt es eigentlich eh kein Gegenüber, weil alle abhauen, wenn ich einmal den Mund aufmache.

Isabella Indiskretiona:
Sie benutzen in Ihren Äußerungen überdurchschnittlich oft diese Sternchen: **
Was würden Sie machen, wenn es zu einer internationalen Knappheit und einer Rationierung kommen würde?

aniquää:
Dann würde ich ++ nehmen. Oder °°. Diese Sternchen drücken aus, was ich im Moment mache, denke, sage ect... Das kann ich auch ganz anders ausdrücken, es kommt auf's gleiche raus.

Isabella Indiskretiona:
Obwohl Sie wissen, dass Ihnen Dreadlocks nicht stehen, möchten Sie trotzdem welche. Was lässt das auf Ihre Beziehung zu Ihren Haaren, Ihren Fußnägeln und Fahrradklingeln schließen?

aniquää:
Meine Haare? Nun ja, ich habe eine Mischung aus Wellen und Locken, wenn ich meinen "Pony" nicht föhne, dann wird der auch wellig, was dann ungefähr so aussieht wie bei Thomas Godoj. Jetzt wird Mucki auf mich stehen!! Ich mag meine Haare, aber nach dem Waschen sind die richtig kratzig, stehen in alle Richtungen ab, und Dreadlocks gefallen mir persönlich, weil frau da Perlen rein flechten kann [ich hab auch Perlen im Haar], und sie einfach einzigartig sind. Fußnägel? Ich habe mir letzten Sommer meine Fußnägel in gelb lackiert und rote, blaue und grüne Striche drauf gemalt. War eine Stunde Arbeit, hat sich aber gelohnt. Am nächsten Tag hab' ich meine Turnschuhe für den Sportunterricht vergessen, hab nichts gesagt und als meine Lehrerin gefragt hat, hab ich gesagt, dass ich wegen meinen Fußnägeln keine anziehen möchte, sie aber natürlich dabei habe. Notfalllüge, sonst hät ich Schwabe 20 cent zahlen müssen. Yay, ich bin reich!

Isabella Indiskretiona:
Wie schaffen Sie es 24 Stunden zu lachen, wenn Sie Klebeband auf Ihrem Mund haben? Behindert dieses Klebeband die Nahrungsaufnahme oder Ihre offensichtliche Mitteilungsbedürftigkeit?

aniquää:
Öhhm, ich kann auch ganz gut mit Händen und Füßen reden. Das mit der Nahrungsaufnahme ist jedoch ziemlich teuflisch, da ich gerne esse [warum ich trotzdem schlank und rank bin, don't know]. Und es gibt ja auch Zettelchen zum Schreiben. Aber ehrlich gesagt, eine Stunde und danach halt ich das nicht mehr aus. Danach wird mein Redeschwall noch länger. Selber Schuld!

Isabella Indiskretiona:
Müssen sich Schilder, Laternen oder Ampeln vor Ihnen im unausgeschlafenen Zustand fürchten?

aniquää:
Eigentlich auch, wenn ich ausgeschlafen bin. Letztens hat mich ein Döner Schild verfolgt, nachdem ich gegen einen Mülleimer gerannt bin. Aber der Wind hat das Dönerschild so getrieben, und ich vorne weg. Ich mein, ist natürlich auch nicht schlecht, wenn ich von Dönerschildern verfolgt werde, aber Jungs wären mir lieber. Nein, Scherz, aber ich denke ich gehöre zu den Personen, die sehr gerne gegen etwas laufen ... und sich dann entschuldigen. Aber sind wir nicht alle verrückt?

Isabella Indiskretiona:
In Ihrem Profil geben Sie an, gerne Menschen zu erschaffen, um sie anschließend wieder sterben zu lassen? Äußert sich diese Aggressivität auch im Bezug auf Lebewesen, die nicht von Ihnen erschaffen worden sind?

aniquää:
Nein, das ist definitiv nur meine Fantasie. Und wenn ich dann Diktatorin werd, dann werden alle Lebewesen nur noch von mir erschaffen *nachdenk* NEIN! DOCH NICHT!! Ich meine, es ist eine Herausforderung solche Sterbeszenen zu schreiben, da ich mit meiner Sprache sehr bremsen muss. Aber ich würde keiner Fliege was zu leide tun, höchstens Ihnen für dieses Interview *duck und renn*

Isabella Indiskretiona:
Ich bedanke mich für dieses informative Interview. Bei Rückfragen meldet unsere Redaktion sich bei Ihnen.

aniquää:
Okay, ich brauch jetzt erst mal ein Beruhigungstee. Ich danke Ihnen auch und hoffe wie immer, dass die Schäden nicht all zu groß geworden sind. Ganz liebe Grüße.

WILD-Zeitung, SONDERAUSGABE, 25.05.2008

ZUSAMMENHALT DER JUGENDVERSCHWÖRUNG BEGINNT ZU BRÖCKELN

ii Ob die neusten Erkenntnisse über die Jugendverschwörung auf der Autorencommunity positiver oder negativer Natur sind, bleibt noch abzuwarten. Klar ist jedoch: Nach den neusten Entdeckungen einer unserer Mitarbeiterinnen wird sich auch das Klima in der Gruppe grundlegend ändern!
Wie aus einem Interview mit der 14-jährigen Anika K. hervorgeht, haben die Verschwörer nun auch einen Verrat aus den eigenen Reihen zu fürchten!
„Wenn ich dann erst mal Diktatorin bin, wird sich sogar mein Team mir unterwerfen!“
Anscheinend verfolgt das Mädchen neben ihrer Tätigkeit in der Verschwörergruppe noch düstere, eigene Pläne. Ihre angebliches „Team“ ist nur Mittel zum Zweck! Sobald wie möglich möchte sie sich ihrer „Kolleginnen“ entledigen und selbst die absolute Weltherrschaft übernehmen!
Ihre Mittel auf diesem Weg, sind abstoßend und unberechenbar:
In ihrer näheren Umgebung hat das Mädchen schon längst begonnen, alle Bewegungen ihrer Mitmenschen zu kontrollieren: ihre bemitleidenswerten Freundinnen beispielsweise, wurden von ihr großzügig mit Furzkissen versorgt, um ihr noch die kleinste Bewegung augenblicklich anzuzeigen!
In der Öffentlichkeit zeigt sich Anika K. oft in der Verkleidung des neuen Superstars Thomas Godoj, um so Zugang zu wichtigen Leuten und Gebäuden zu haben, die ihr auf dem Weg zur Spitze unfreiwillig behilflich sein müssen.
Das erschütterndste für die, das Interview führende, Redakteurin war jedoch, dass sich die 14-jährige längst Verbündete außerhalb der menschlichen Zivilisation gesucht hat: Das Mädchen hat mit langen Gesprächen sämtliche Gegenstände des täglichen Lebens auf ihre Seite gezogen! Bis jetzt ist noch nicht bekannt, welche Versprechungen sie ihrem Fernseher machen musste, um ihn zur Mitarbeit an ihrem teuflischen Plan zu überzeugen. Fest steht jedoch, dass das Mädchen auch diese Verbündeten am Ende ihres Weges jederzeit fallen lassen wird – wie auch heute schon die Mülleimer und Schilder, die sich ihr nicht so bereitwillig anschließen wollten und rücksichtslos über den Haufen gerannt wurden!
Wer jedoch die Vorgehensweise der Schülerin schon schockierend fand, der sei hiermit vor ihren düsteren Plänen nach Übernahme der Weltherrschaft gewarnt!
Es steht in ihrer Absicht den Tag auf 30 Stunden zu verlängern, um so vielleicht die Möglichkeit zu bekommen endlich mal alles an einem Tag zu sagen, was sie sich vorgenommen hat. Selbstverständlich erwartet die zukünftige Diktatorin dabei dann von der Bevölkerung ungeteilte Aufmerksamkeit.
Besonders Jungen seien vor dieser neuen Ära gewarnt: „Ich sehe dieses Verhalten nicht als strafbar an, da ich eigentlich jeden bespannen (…) kann. Außerdem sind Praktikanten sexy.“
Schon heute äußerte das Mädchen den Wunsch von gut aussehenden Jungen verfolgt zu werden.
Welche Auswirkungen diese neue Entwicklung auf die Jugendverschwörung haben könnte, ist, wie bereits erwähnt, nicht sicher. Bei dem Verhalten, dass die Gruppe bisher an den Tag gelegt hat, ist jedoch die Unterstützung bei der Forderung nach mehr Jungs und längeren Redezeiten stark zu vermuten.