Illusion der Liebe

Das Wasser glänzte an meinem Arm und der Wind ließ meine Haare in mein Gesicht fallen. Meine-so kam es mir vor- schwarze Kopfhaut brannte wie Feuer und auch das sanfte Meer mochte es nicht löschen. Nur meine Blicke hielten mich davon ab zu gehen, nur dieser Junge, diese Schockohaut und diese mockafarbenen Mandelaugen. Nur dieses Lächeln, was mich jeden Tag vom neuem zum Strand führe, obwohl ich ihn hasste. Das Meer klatschte auf meine Haut, oder war es Nieselregen? Meine Füße trugen mich langsam zu seine Surfbrett, das im Wasser schwamm. „Hier, dein...“ Mehr konnte meine leise Stimme nicht sagen, denn schon da riss er es mir aus der Hand.
„Bemerkst du es nicht, Malia?“ fragte mich meine Freundin vorwurfsvoll. „Bemerkst du nicht mit das es ein verdammter Macho ist in den du dich verguckt hast? Ein scheiß Prolet?“ Ich war nicht überrascht wie sie mit mir sprach, die Schimpfwörter musste jeden Tag mindestens einmal aus Bela`s Krallen losgelassen werden. Nun flogen sie durch den Raum, und niemand fand sie mehr. „Du, du verstehst das nicht...“ Meine Stimme klang still, leise und doch stark. „Nein, ich verstehe es nicht, sehe ihn dir an! Der will dich doch nicht mal!“
Stille zerfraß das Zimmer, nur noch meine Schritte halten durch den Raum und versuchten zu fliehen. Dann ertönte ein sanftes Geheule, es klang schon fast so als würde es den Wind grüßen, so weich und zart drang es aus meinem Mund. Ich spürte die Tränen nicht die sich auf meinem Gesicht ausbreiteten, denn eine raue Hand wischte sie weg. Ich sah wie der grelle Nagellack jede Träne einzeln ausschöpfte und meine Hand hielt. Dann nahm mich Bela in ihren Arm. Es war heiß draußen, sehr heiß und obwohl wir auf dem schwarzen Sand saßen war uns nicht heiß, nein sogar kalt und als wir uns umarmten, kam es mir so vor als würde die Sonne unserer Umarmung beitragen. „Ich, ich meinte das nicht so...“ sprach eine Stimme neben mir und ich ließ die Worte auf mir beruhen wie dem Wissen das sie mir etwas mitgeteilt hatte, was ich doch schon lange selber wusste.
Am Abend schaute ich mir die Bilder von ihm an, ich hatte so viele geschossen das ich nicht sagen wollte wie viele es waren. Irgendwann fand ich ein Bild, ein junges Mädchen war darauf, hübsch, doch der Rücken war rot wie Feuer von einem Sonnenbrand.
„Ich habe es gemacht.“ Erschrak mich Bela auf einmal. „Gott, du hast mich erschrocken!“ „Denkst du ich bekomme nicht mit wie du diese Bilder immer wieder anschaust?“ Ich ignorierte ihre Frage und nur ein: „Habe ich wirklich so einen Sonnenbrand?“ kam gezwungener maßen aus mir heraus. „Das habe ich dir doch schon oft gesagt merkst du das nie?“ „Nein, ich, ich weiß auch nicht.“
Der Wind strich durch mein Haar, als wäre es die große Hand des Jungen den ich so sehr mochte. Die Sonne strahlte auf meinen -so kam er mir vor- schwarzen Bauch und auch das sanfte Meer mochte dieses Feuer nicht löschen. Nur meine Gedanken hielten mich davon ab zu gehen. Nur die seichten Wellen auf denen er versuchte zu surfen. Nur seine haselnussbraunen Haare die mich jeden Tag von neuem zum Strand führte, obwohl ich ihn hasste. Ich spürte etwas kaltes an meinem Rücken, war es die mit Sonnencreme beschmierte Hand Bela`s oder doch nur das Wasser? Meine Beine trugen mich langsam zu seinem Handtuch das sich vom Wind entführen ließ. „Hier dein...“ Mehr konnte meine leise Stimme nicht sagen, denn schon da riss er es mir aus der Hand.
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