Verliebt in Emily

Bild von Leyla

„Hey, Meyla, aufwachen!“
Was ist das für eine Stimme?
Langsam öffne ich die Augen und schließe sie, vom hellen Sonnenlicht geblendet, direkt wieder.
Als ich, diesmal langsamer, die Augen wieder öffne, sehe ich, dass jemand vor meinem Bett steht.
Es ist Anna, eines der Mädchen, die eine Hütte mit mir teilen.
Ich stehe auf und ziehe mich an.
Eine halbe Stunde später stehe ich mit den anderen Mädchen vor dem Haupthaus und höre Phil, unserem Reitlehrer zu, der uns den Tagesplan bekannt gibt.
„Also, ich bekommt gleich alle 10 Minuten Zeit um eure Namen auf kleine Zettel zu schreiben und in den Korb da drüben zu werfen.
Nach dem Frühstück hängen im Gemeinschaftsraum Listen aus, auf denen steht, mit wem ihr wohin ausreitet.
Die Pferde werden euch im Stall zugeteilt, wo ihr euch um 12 Uhr einfinden solltet.
Die Teams bestehen aus je 4 Personen; um 16 Uhr treffen wir uns wieder hier vor dem Haupthaus.
Bei der Essensausgabe erhaltet ihr Lunchpakete.“

Nachdem wir unsere Zettel eingeworfen haben, gehen Anna, die anderen aus unserer Hütte und ich ins Haupthaus zum Frühstücken.
Nach dem Essen warten wir ab, bis sich die Grüppchen vor den Listen verzogen haben und schauen dann selbst nach.
Na toll! Ich bin mit den 2 Zicken aus der Nachbarhütte und einem Mädchen, dass ich nicht kenne in einer Gruppe.
Zu allem Überfluss bekomme ich auch noch das lahmarschigste Pferd, das hier zu kriegen ist.
Ich verabschiede mich von den anderen und mache mich alleine auf dem Weg zum Stall.
Einige Zeit später stehe ich mit Moritz vor dem Stall und warte auf die anderen.
Plötzlich werde ich von einer weichen Stimme aus meinen Gedanken gerissen.
Ich schaue auf und muss schlucken.
Vor mir steht das hübscheste Mädchen, dass ich je in meinem Leben gesehen habe.
Ihre grünen Augen strahlen mich an und ihre blonden Haare strahlen in der Sonne. Auf ihre Stupsnase sind einige Sommersprossen und sie sieht richtig süß aus.

Am Ende des Ausritts hatte ich Emily kennen gelernt und mich verliebt.
In sie.

„Hey, Meyla, aufwachen!“
Was ist das für eine Stimme?
Langsam öffne ich die Augen und schließe sie, vom hellen Sonnenlicht geblendet, direkt wieder.
Als ich, diesmal langsamer, die Augen wieder öffne, sehe ich, dass jemand vor meinem Bett steht.