Alles nur ein Traum?

Bild von Hummely

Ich will schreien, doch es ich kann nicht. Ich will rennen, aber ich laufe nur auf der gleichen Stelle. Ich will um mich schlagen aber meine Arme sind wie Blei, mein Kopf schwer wie ein Felsbrocken. Ich atme schwer und versuche zu erkennen wo ich hier bin. Meine Augen gewöhnen sich langsam an die Dunkelheit um mich. Vor mir sehe ich einen Tisch und auf dem Tisch ist eine Kerze. Sie schimmert merkwürdig dunkel und scheint gar kein Licht abzugeben. Wie egoistisch von ihr, denke ich. Erst jetzt bemerke ich die Uhr, die unaufhaltsam immer weiter tickt. Tick, tack, tick, tack, tick, tack, tick…Plötzlich bleibt sie stehen und ein merkwürdiger Laut dringt aus dem inneren der Uhr. Dann geht die Tür auf und eine seltsame Gestallt betritt den Raum. Sie hat starke Ähnlichkeiten mit meiner Mutter und doch weiss ich irgendwie, dass sie es nicht ist. Die Person kommt immer näher und näher. Plötzlich gibt es einen Knall und die Gestallt ist weg. Mein Herz hämmert, als würde es am liebsten aus meiner Brust springen und weit davon rennen. Ich versuche mich zu beruhigen und gehe langsam durch das kleine Zimmer. Jetzt funktioniert alles bestens. Fast schon schwebe ich auf die Tür zu und drücke die Türfalle runter. Mit einem lauten ächzen öffnet sie sich und schwingt nach aussen auf. Mit neuem Mut schwebe ich aus der Tür und auf den langen Korridor hinaus. Der Korridor ist sehr, sehr lang. Man könnte meinen er hätte gar kein Ende. Und auf jeder Seite hat es viele Türen. Das komische an diesen Türen ist, dass es fast keinen Platz zwischen den einzelnen hatte. Da ist Tür an Tür an Tür an Tür. Keine Wand dazwischen, nicht einen Fingerbreit. Die Zimmer müssen sehr eng sein, wen überhaupt welche dahinter sind. Denn ich kann mir nicht vorstellen, ein Zimmer zu haben, das nur so breit ist wie meine Tür. Ich versuche die erste Tür auf zu bekommen, doch sie ist verschlossen. So probiere ich eine Tür nach der anderen auf der rechten Seite aus, doch keine ist offen. schliesslich will ich wieder in das Zimmer zurück, aus dem ich gekommen bin. Doch da ist keines mehr. Ich bekomme Panik und ballere wie wild auf jede Tür, die mir in den Weg kommt, los. Plötzlich verschwindet der Korridor mit samt seinen vielen verschlossenen Türen. Ich erwache in einem Zimmer. Meine Augen gewöhnen sich langsam an die Dunkelheit um mich. Vor mir sehe ich einen Tisch und auf dem Tisch ist eine Kerze. Sie schimmert merkwürdig dunkel und scheint gar kein Licht abzugeben. Wie egoistisch von ihr, denke ich. Erst jetzt bemerke ich die Uhr, die unaufhaltsam immer weiter tickt. Tick, tack, tick, tack, tick, tack, tick…