Hector und das Wunder der Freundschaft

Inhalt:
Psychiater Hector ist schon aus anderen Bänden von Francois Lelord bekannt. Immer schwingt dabei ein philosophischer Unterton durch die Geschichten. So ist es dann auch hier, denn in diesem Buch steht die Freundschaft im Mittelpunkt.
Hector, vielbeschäftigter Psychiater, erfährt, dass sein Freund Edouard spurlos verschwunden ist und von der Polizei gesucht wird. Die beiden kennen sich schon lange, allerdings hatte Hector kaum mehr Zeit, die Freundschaft zu pflegen. Doch nun scheut er keine Strapazen, den freund zu finden und reist dafür sogar nach Südostasien. Dort hilft er einem anderen Freund in einem Krankenhaus, findet auf dieser Reise weitere Freunde und eine Menge Erkenntnisse über Freunde und die Bedeutung von Freundschaft.
Doch Zeit zum nachdenken hat Hector nur selten, denn die Reise ist nicht ungefährlich. Er erlebt so einiges dabei, muss nicht nur um sein eigenes Leben fürchten, sondern auch um das seiner Freunde. Und schließlich ist da Edouard. Als Hector ihn findet, wird ihre Freundschaft auf eine sehr harte Probe gestellt ...
Meine Meinung:
Dies ist für mich der bisher schönste Hector-Band. Nicht nur, weil er auch der spannendste ist, es kommt einfach extrem viel Gefühl rüber. Hector ist ja sowieso eine ganz sympathische Hauptfigur, aber hier ist der Umgang unter den Figuren so schön beschrieben, überhaupt sind alle prima ausgearbeitet, es gibt viele sehr schöne, gefühlvolle Szenen.
Hectors Beobachtungen zum Thema Freundschaft sind geschickt mit eingearbeitet. Es wirkt nie oberlehrerhaft oder gar langweilig, wenn er sich mal wieder eine Notiz macht. Diese sind am Ende des Buches dann noch mal alle zusammen gesammelt, geben Anreize zum Nachdenken und sind richtige Merksätze. Hat mir sehr gut gefallen, wie der Autor so ganz subtil so viel Schönes und Philosophisches mit hineingebracht hat.
Die Geschichte an sich ist auch toll, durch die wechselnden Settings hat sie einen sehr abenteuerlichen Touch. Eigentlich ist Ostasien so gar nicht mein bevorzugtes Setting, weil es mir einfach zu fremd, zu weit weg ist, aber in diesem Buch hat mich das gar nicht gestört, im Gegenteil, es passte einfach.
Ein wunderschöner Roman über Freundschaft und ein außergewöhnliches Abenteuer mit einem sympathischen Protagonisten.
Über den Autor schreibt vorablesen.de:
François Lelord, geboren 1953 in Paris, studierte Medizin und Psychologie und wurde Psychiater, schloss 1996 jedoch seine Praxis, um sich und seinen Lesern die wirklich großen Fragen des Lebens zu beantworten. Er ist viel auf Reisen, besonders gerne in Asien, und lebt nach einem Jahr in Kalifornien heute in Paris und Hanoi, wo er seit 2004 Psychiater an der französischen Klinik ist. Alle Abenteuer Hectors (»Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück«, »Hector und die Geheimnisse der Liebe«, »Hector und die Entdeckung der Zeit«, sein Roman »Im Durcheinanderland der Liebe« sowie zuletzt »Hector & Hector und die Geheimnisse des Lebens«) wurden große Erfolge und auf der ganzen Welt gelesen.
Daten zum Buch:
Gebundene Ausgabe
256 Seiten
Verlag: Piper
Erscheinungsdatum: 6. September 2010
ISBN-10: 3492051669
ISBN-13: 978-3492051668
Preis: 16,95 Euro
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