Malice - Du entkommst ihm nicht!

Bild von sanny

Comic oder Wirklichkeit - oder beides?

Seth und Kady schenken den Gerüchten keinen Glauben. Die Gerüchte, die umgehen und von einem Comic erzählen, der Wirklichkeit werden kann. Einer gruseligen Wirklichkeit, in der metallene Geschöpfe leben und die von Labyrinthen durchzogen ist, aus denen es keinen Ausweg zu geben scheint.
Doch auch wenn es nur Gerüchte sind, geben sie die einzig sinnvolle Erklärung für das Verschwinden von Luke ab, Seths besten Freund. Denn an die offizielle Geschichte der Polizei, dass Luke einer der alltäglichen Ausreißer wäre, kann Seth einfach nicht glauben.
Zusammen mit Kady besorgt er sich das neueste Comicheft und ist entsetzt: Soeben hat er mitverfolgt wie eine Figur, die Luke verdammt ähnlich sieht, gestorben ist! Gemeinsam stellen sie Nachforschungen an, doch um mit Gewissheit beweisen zu können, dass Malice nur im Comic real ist, führt Seth heimlich das Ritual durch, das, wie es heißt, Tall Jake ruft, den Herrscher von Malice. Und Seth staunt nicht schlecht als er mitten in Malice ankommt und um sein Leben kämpfen muss!

Meine Meinung zum Buch

Malice hat mir sehr gut gefallen, da es mit den eingestreuten Comicsequenzen etwas völlig Neues mit sich bringt. Es ist durchweg spannend, was durch das Eintauchen in den Comic verstärkt wird, da man hier das Gefühl hat mitten in der Handlung zu stecken. Außerdem gefiel mir, dass die Zeichnungen oft genau dann auftauchten, wenn wirklich jemand den Comic aufschlug, sodass sie keinesfalls wahllos erschienen.
Sehr überrascht hat mich auch die Welt Malice, die der Autor bisher zwar nur zu einem kleinen, aber doch sehr detaillierten Teil gebaut hat. Vor allem die vielen kleinen Ideen wie zum Beispiel von leuchtenden Blumen, auf die die Protagonisten in der finsteren Oubliette angewiesen sind, die aber schon nach wenigen Stunden des tagelangen Marsches verlöschen oder wie Glas zerschellen können. An solch fantastischen und schaurigen Ideen mangelte es keinesfalls in Chris Woodings Buch.
Enttäuscht haben mich lediglich die mittelmäßigen Zeichnungen und der Schluss, der keiner war, was der Autor, aber damit begründet, dass die gesamte Handlung den Rahmen eines Buches gesprengt hätte. So warte ich schon jetzt auf den Folgeband Havoc, der allerdings erst im Februar 2011 in Deutschland im Buchladen zu haben sein wird.


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