Zickenjagd

"Ines, was soll der Mist? Du kannst doch niemanden zwingen, deine Freundin zu sein?" Ines ignorierte ihre Worte. "Ines, bitte. Bitte binde mich jetzt los, das tut verdammt weh." Ines schüttelte den Kopf. Josys Beine waren zusammengeschnürt und ihre Arme rechts und links an einem Heizrohr gefesselt. Ihr Kopf dröhnte, sie hatte Durst. "Bitte kann ich einen Schluck Wasser haben?" "Gut", sagte Ines, "Ich muss sowieso nach oben, ein Messer holen, ich bring dir was zu trinken mit."
Inhalt:
Josy ist schön, klug und beliebt. Gemeinsam mit ihren drei Freundinnen gibt sie in ihrer Schule den Ton an. Wen die Clique nicht leiden kann, der hat nichts zu lachen. Ines dagegen hasst ihr Leben. Den heruntergekommenen Bauernhof, in dem sie mit ihrer versoffenen Mutter und deren ständig wechselnden Freunden lebt. Ihr unscheinbares, plumpes Äußeres. Den täglichen Spießrutenlauf in der Schule. Aber als ein tragischer Unfall geschieht, ändern sich die Rollen. Und Ines wird klar, dass sie ohne Josy nicht mehr leben kann.
Meine Meinung:
Ich habe mir 'Zickenjagd' gekauft, weil mich das Cover spontan sehr angesprochen hat. Doch als ich das Buch öffnete und zu lesen begann, war ich erst mal ganz hin und weg. Ich konnte einfach nicht mehr aufhören zu lesen. Zwischendurch zitterten meine Hände und Adrenalin floss durch meine Adern. Man weiß nie genau, wie das Buch ausgeht und erst in den letzten 20 Seiten wird einem klar, wer zu den Bösen und wer zu den Guten gehört. Susanne Mischke hat mit dem Thriller ein bewundernswertes Werk geschaffen.
Ines' Blick glitt über die aufgereihten Stofftiere, sie ergriff das Nächstbeste - einen dämlich grinsenden Affen - und presste das Spielzeug auf das Gesicht von Max. Seine dünnen Ärmchen ruderten, die Beine zuckten. Sie drückte fester zu.
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