Mein Leben und ich

Bild von Danina

Ich rühre mich nicht. Starre nur auf die Klinge in seiner Hand die sich langsam meiner Kehle nährt. Immer näher und näher. Mein Atem steht still. Ich spüre nur die Angst die in mir hoch kommt. Er sticht zu! Schmerz! Dann ist alles dunkel.

Schweißgebadet schreckte ich aus meinem Bett hoch. Schon wieder dieser Traum. Das dritte Mal war es jetzt schon das dieses völlig abwegige Ereignis in meinem Unterbewusstsein, ein Gefühl in mir verursachte von dem ich vor ein paar Monaten noch gar nicht gewagt hätte zu träumen. Es fühlte sich kalt und beängstigend an. Ich legte mich hin und versuchte wieder einzuschlafen doch es gelang mir nicht. Nach einer halben Stunde beschloss ich es aufzugeben und ging duschen. Langsam schlurfte ich den Flur, über die kalten Fliesen, entlang hinüber zum Bad. Fast ein gewöhnlicher Morgen. Wäre da nicht diese Gefühl in mir was mich zu warnen schien vor einem in unmittelbarer Nähe geschehendem Ereignis. Ich versuchte dieses Gefühl immer wieder zu verdrängen, doch es gelang mir nicht. Ich drehte das eisig kalte Wasser auf. Ein leises Krachen ertönte doch ich dachte mir nichts bei diesem kleinen Geräusch, was fast nur von einer Maus stammen konnte , welche aus ihrem Loch gekrochen war um einmal quer durch denn Raum zu traben und sich dann in die hinterste Ecke meiner kleinen zwei Zimmer Wohnung zu verkriechen. Ich drehte mich um und wusch meine Haare. Plötzlich ein Stich! Dann war wieder alles dunkel. Genau wie in meinem Traum.
Ich fand mich in einem großen Raum mit hohen weißen Wänden wieder. Meine Mutter beugte sich besorgt über mich. Dann hörte ich meinen Vater der wie immer, wenn er in einem Krankenhaus war, die Schwestern auf Trab hielt. „Schwester, hier . Sie können doch nicht einfach eine Patientin, welche im Koma liegt, unbeaufsichtigt in einem Krankenzimmer liegen lassen.“ Ich vernahm nun auch die weinerliche Stimme meiner Mutter. „Kind wach doch auf! Verlass uns jetzt nicht. Bitte! Nicole, Schätzchen.“ „ Da sie wacht auf. Schwester! Wo bleiben sie denn. Unsere Tochter ist erwacht. Schwester! Beeilen sie sich doch!“, die bestimmende Stimme meines Vaters tat mir gut. „ Mama, Papa! Was ist passiert?“, meine Stimme erklang. „ Schätzchen…………wir wissen es nicht. Die Polizei tappt im dunkel. Das einzige was sie wissen ist das du mit einem Messer aus deiner Küche niedergestochen wurdest.“ „ Nicole, hast du versucht dir was anzutun? Wurde dir der ganze Stress in den letzten Wochen zu viel? Das mit den Wahlen. Dein Vater kann das für dich zu Ende führen. Du hast doch schon so gut wie gewonnen.“ Ich fasste es nicht wie sie ernsthaft glauben konnte, dass ich Nicole Thomson zu so etwas in der Lage wäre. Ich konnte mir sogar meine tägliche Insulin Spritze nur unter höchster Überwindung einspritzen. „Mum!“, mit einem empörten Gesichtsausdruck betrachtete ich meine Mutter eindringlich, „ ich wäre niemals in der Lage jemanden aus meiner Umwelt und geschweige denn mich selbst zu ermorden.“ „ Ich dachte nur , weil das Messer aus deiner Küche stammt und niemand sonst ein Motiv zu solch einer Tat hatte. Es gab niemanden den es mit Hass erfüllte wenn er meinen Namen hörte. Ich war viel zu ruhig als das ich jemanden in den Wahnsinn treiben konnte. Die Tür ging auf und Wachtmeister Brand von der Kriminalpolizei Hamburg trat ein. Er betrachtete mich mit einem so durchdringendem Blick das mir das Blut in den Adern beinah gefroren wäre hätte meine Mutter mir nicht ihren :“ Es wird alles wieder gut Schätzchen Blick“ gespendet. „ Guten Tag Frau Thomson.“, sagte der Herr Brand und schenkte mir ein gezwungenes Lächeln. Wie sollte es einem gehen der sich in einem Krankenhaus befindet und von Mitleid fast ertränkt wird? „ Wieder besser!“ , antwortete ich nachdem mir mein Vater einen durchdringlichen Blick zu geworfen hatte. „ Herr und Frau Thomson,wenn sie so freundlich wären und ihre Tochter und mich für eine kurze Zeit alleine lassen würden?“


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