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Demonhearts & Angelwings

Bild von Anni-chan

Kurzbeschreibung

**Wenn die Gejagte sich in den Jäger verliebt…**
Als Amber auf den ebenso arroganten wie gutaussehenden Gwin trifft und ihm nach seiner plumpen Anmache eine Ohrfeige verpasst, ahnt sie noch nicht, mit wem sie es zu tun hat. Gwin ist nämlich ein Dämon und zudem der Sohn des obersten Clananführers. Um dessen Amt weiterführen zu können, muss Gwin seinem Clan eine Opfergabe in Form eines Menschenmädchens darbringen. Nur leider hat er die Rechnung ohne die aufmüpfige Amber gemacht. Die ist nämlich gar nicht so naiv wie gedacht und bindet den stolzen Dämon prompt mit einem Zauber an sich. Als die beiden sich langsam näherkommen, muss Gwin schließlich feststellen, dass die Liebe nicht immer Flügel verleiht…
(Quelle und Bildcopyright liegen bei Carlsen Impress)

Äußere Erscheinung

Nachdem ich die Cover des Impress-Januars gesehen habe, habe ich ein wenig den Glauben an die Coverdesigner des Verlags verloren. Deshalb bin ich wahnsinnig froh, dass auf das Cover zu »Demonhearts and Angelwings« nicht einfach nur ein Covermodel geklatscht wurde. Im Hintergrund dominiert eindeutig die Farbe Blau in den verschiedesten Tönen, aber das Hauptaugenmerk liegt auf dem Mädchen, dessen Kopf man in der rechten Ecke sieht. Sie ist sehr farblos gehalten, was gut zu ihren ohnehin blonden Haaren passt. Hinter ihr ragt ein schwarzer Flügel hervor, der von etwas weiß umrahmt wird, bevor alles in den blauen Hintergrund überläuft. Das Buch hat wirklich das schönste Cover diesen Monat und es passt auch großartig zur Handlung.

Meine Meinung

Von Jana Goldbach habe ich ja schon »Diebin deiner Träume« gelesen und konnte mir daher bereits ein grobes Bild von ihrem Schreibstil machen – dachte ich zumindest vorher. Im Nachhinein betrachtet, kann man »Diebin deiner Träume« nicht als Vergleich wählen, weil, wenngleich ich damals ein paar Probleme hatte, in den Kurzroman reinzukommen, mich »Demonhearts and Angelwings« auf der Stelle in seinen Bann gezogen hat. Jana erzählt ihre Geschichte aus zwei verschiedenen Sichten – die Perspektive von Amber verfolgen wir dabei als Ich-Erzähler, die von Gwin als Er-Erzähler. Das macht es einfach, wenn zwischen den Kapiteln die Sicht gewechselt wird. Man weiß immer, bei wem man sich gerade befindet, was es leicht macht, den Überblick zu behalten. Während dem Lesen wird man Stück für Stück immer weiter in die Geschichte hineingezogen, so lebhaft und real beschreibt die Autorin das Setting, die Charaktere und einfach alles drum herum.

Was die Handlung an sich angeht, so geht es um Gwin, der eine Prüfung bestehen muss, um zum neuen Clananführer, dem sogenannten Sojobo, ernannt zu werden. Woraus diese Prüfung besteht, wäre leider ein Spoiler, deshalb nur so viel: Dafür braucht er eine Frau und die Wahl fällt auf Amber, die ihm direkt bei der ersten Begegnung eine Ohrfeige verpasst. Die beiden begegnen sich aber kurz darauf schon wieder. Und dabei erfährt Amber, was Gwin eigentlich ist: Ein Yokai, ein Dämon aus der japanischen Sagenwelt. Natürlich will Amber sich von ihm distanzieren, aber der Schutzzauber, den sie mit ihrer ABF wirkt, geht dezent in die Hose … und bindet die beiden aneinander …

Als großer Fan der japanischen Kultur bin ich positiv überrascht, wie gut die Thematik mit den Yokai hier eingeflochten wurde. Über Dämonen liest man ja bekanntlich viel, aber die speziellen Dämen der japanischen Sagenwelt sind dann doch eine andere Hausnummer. Obwohl man nicht sonderlich viel über den Clan an und für sich erfahren hat, habe ich nicht das Bedürfnis, dass mir etwas beim Lesen gefehlt hat. Der Fokus liegt eben einfach auf der Beziehung zwischen Gwin und Amber – und die ist wirklich alles: Die Spannung zwischen den Beiden ist auf jeder Seite herauszulesen, die Dialoge bringen mehr als nur einmal zum Lachen und Romantik gibt es natürlich auch zu genüge.

Diese Love-Hate-Beziehung zwischen den Beiden ist wirklich amüsant und lockert die Handlung dadurch maßgeblich auf. Außerdem lernt man durch die Reaktionen die Charakterzüge der Protagonistin richtig gut kennen und die Chemie zwischen ihnen stimmt einfach.

Amber ist eine sehr starke Persönlichkeit, die sich nicht davor scheut, einem Jungen, der sie anbaggert, eine zu verpassen, aber gleichzeitig ist sie auch bodenständig und korrekt. Trotzdem ist sie keine Streberin, was man vor allen an ihren Chemie-Noten merkt. Auch das hat sie auf mich maßgeblich sympathisch wirken lassen. Schließlich müssen die menschlichen Protagonistinnen solcher Bücher nicht immer die Star-Schüler sein.

Über Gwin erfährt man immer mehr je weiter man in der Handlung voran kommt, aber einige Geheimnisse, zum Beispiel sein Leben, bevor er auf Amber getroffen ist, behält er dennoch für sich. Zunächst wirkt er arrogant und herablassend, aber das kann ich nachvollziehen. Immerhin handelt es sich um einen Dämon, der den Wind kontrollieren kann. Wenn das mal nichts ist. Sein Beschützerinstinkt wird erst im Laufe der Handlung stärker hervorgehoben und gibt ihm eine etwas niedlichere Note – mit all seinen Ecken und Kanten (und ja, da hat er eine Menge!) ist er wirklich perfktes Bookboyfriend-Material, aber Achtung! Meins!

Fazit

»Demonhearts and Angelwings« konnte mich mit einer originellen Thematik, spritzigen Dialogen und Charakteren, die man einfach liebhaben muss, voll und ganz überzeugen. Beinahe schade, dass es nur ein Einzelband ist.

Bewertung

5/5


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