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17 - Das erste Buch der Erinnerung

Bild von Anni-chan

Kurzbeschreibung

Seit Jo denken kann, zieht sie mit ihrem Vater von Ort zu Ort, fast, als wären sie auf der Flucht. Als er ihr eröffnet, dass sie nun ausgerechnet im nasskalten Hamburg sesshaft werden sollen, hält sich ihre Begeisterung in Grenzen.
Bis sie in ihrer neuen Schule zwei gutaussehenden Jungs begegnet, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Adrian, der Jo bewusst auf Distanz hält, und Louis, der sich offensichtlich für sie interessiert. Die zwei Jungs verbindet eine geheimnisvolle Rivalität, die Jo nicht zu deuten weiß - aber noch weniger versteht sie, was gerade mit ihr selbst los ist. Was für Bilder tauchen plötzlich in ihrem Kopf auf? Hat sie Halluzinationen? Oder sind das tatsächlich fremde Erinnerungen, in die sie kurz vor ihrem 17. Geburtstag auf einmal blicken kann?
(Quelle und Bildcopyright liegen bei Rose Snow)

Äußere Erscheinung

Das erste Cover dieser Reihe ist in blau gehalten. Der Hintergrund ist in der Mitte fast schon türkis und wird nach außen hinter immer dunkler, so dass das schwarze »17« in schwarz in der Mitte richtig heraussticht. Die 1 aus dem Titel ist dabei noch mal ein richtiger Eyecatcher, denn es ist keine gewöhnliche 1, sondern ein Schlüssel. Umrandet wird der Reihentitel von silbrig-glänzenden Gräsern, die auch im Buch eine wichtige Rolle spielen.

Mal ganz davon abgesehen, dass blau meine Lieblingsfarbe ist und ich es ewig ansehen könnte, finde ich es sehr gelungen und auch die Cover der Fortsetzungsbände passen sich an das erste Cover an.

Meine Meinung

Schande über mein Haupt, aber das war erst das zweite Buch, was ich von dem Autorenduo gelesen habe – Das wird sich aber bald ändern, denn wie bereits bei den tausend Toden konnten sie mich in ihren Bann ziehen.

Der Schreibstil aus der Sicht der Protagonistin ist flüssig, humorvoll und verrät darüber hinaus nicht alles sofort. Man kann als Leser miträtseln, während Jo immer mehr herausfindet, ohne selbst vorgreifen zu können. Dabei fällt überhaupt nicht auf, welche der beiden Autorinnen welche Passage geschrieben hat, weil der Schreibstil sich nicht um einen Deut verändert, sondern perfekt ineinander übergeht.

Um die Handlung kurz zu beschreiben: Es geht um Johanna alias Jo, die mit ihrem Vater jahrelang ein Vagabunden-Leben geführt hat. Lange sind sie nie an einem Ort geblieben und Jo durfte nie mehr besitzen, als das, was in zwei große Koffer passt. Das ändert sich aber, als sie schließlich im verregneten Hamburg ankommen, sie auf einmal eine neue Frau im Leben ihres Vaters begrüßen muss. Und mit ihr auch deren Sohn. Und wäre das noch nicht genug, beginnt Jo, bei Berührungen mit anderen Menschen in deren Erinnerungen einzutauchen. Ob sie will oder nicht. Und dann ist da auch noch Adrian, der sich geheimnivoll gibt und dabei doch so viel mehr darüber weiß, als Jo.

Mehr werde ich an dieser Stelle nicht verraten, das müsst ihr schon selbst lesen, aber ich kann sagen, obwohl es sich ein wenig vorhersehbar anhört, ist es das nicht. Zumindest nicht gänzlich. Die Thematik mit den Erinnerungen und Erinnerungsfeldern haben die Autorinnen sehr bildhaft umsetzen können, so dass ich immer wieder gerne mit Jo in fremde Erinnerungen abgetaucht bin. Und was es mit Adrian auf sich hatte, damit hätte ich echt nicht gerechnet. ;-)

Jo ist dabei eine interessante Protagonistin. Man kann ihre Beweggründe stets nachvollziehen und ja, mein leidet auch ein wenig mit ihr, wenn das Chaos über ihr Leben hereinbricht. Man fühlt einfach mit, will sie stellenweise in den Arm nehmen oder mit ihr lachen. Dass sie in ihrer Art einfach realistisch wirkt und nicht alles auf der Stelle versteht oder akzeptiert, macht sie nur umso sympathischer.

Außerdem finde ich es durchaus amüsant, wie sie mit Finn, ihrem neuen »Stiefbruder« harmoniert und wie aus dem Chaos und den Streitereien langsam so etwas ähnliches wie Freundschaft wird. Wie sich das weiter entwickeln wird, darauf bin ich schon ganz gespannt.

Bei Adrian weiß ich allerdings noch nicht, was ich von ihm halten soll. In Band 1 hat er eher mit Schweigen und Geheimniskrämerei geglänzt und so gut wie nichts über sich preisgegeben, aber ich denke, dass auch seine Geschichte noch ganz interessant werden wird und dass man ihn in den Folgebänden besser kennenlernen wird. Dafür werde ich auf jeden Fall dran bleiben.

Fazit

»17 – Das erste Buch der Erinnerung« wartet mit einer interessanten Thematik auf, eine Liebesgeschichte zeichnet sich ab und natürlich darf auch das ganz normale Patchwork-Familienchaos nicht fehlen. Es wird also geheimnisvoll, romantisch und humorvoll – von mir gibt’s daher eine klare Leseempfehlung!

Bewertung

5/5


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