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Kolibriküsse

Bild von Anni-chan

Kurzbeschreibung

**Ein romantischer Sommer in der sengenden Hitze Indianas**
Weil ihre Mutter mal wieder auf einem Selbstfindungstrip ist, muss Kenzie für die letzten beiden Schuljahre zu ihrer Schwester ziehen. Das einzig Gute daran: die Autopanne kurz vor dem Ziel, die Kenzie in der sengenden Hitze Indianas eine Begegnung mit dem attraktiven Josh beschert. Kenzie verliebt sich Hals über Kopf in den heißen Farmboy mit den zerzausten Haaren und den kolibrigrünen Augen. Doch obwohl Josh ihre Gefühle scheinbar erwidert, weicht er ihren Flirtversuchen immer wieder aus. Als Kenzie sein Verhalten verstehen will, stößt sie auf ein gefährliches Geheimnis, das plötzlich ein ganz anderes Licht auf Josh wirft…
(Quelle und Bildcopyright liegen beim Carlsen Impress)

Äußere Erscheinung

Der Hintergrund des Covers ist vorwiegend in einem sommerlich hellen grün-blau gehalten, was sich gleichzeitig in der Farbe der titelgebenden Kolibris wiederspiegelt. Die beiden Personen auf dem Cover sehen wirklich total verliebt aus, allerdings ist genau dieses Bild aktuell auf so vielen Covern zu sehen, dass es schon nichts Außergewöhnliches mehr ist, was ich sehr schade finde. Trotzdem macht das Cover neugierig und bringt das Sommer- und Hitzefeeling gut rüber.

Meine Meinung

Nachdem mich das Impress-Debüt der Autorin »Kirschkernküsse« schon vollkommen überzeugen konnte, war ich schon sehr gespannt auf ihr neustes Werk. Der Schreibstil ist auch wie gewohnt flüssig und nicht sehr anspruchsvoll. Dadurch fällt es leicht, der Geschichte, die aus Kenzies Sicht erzählt wird, zu folgen. Barbara Schinko lässt den Leser ebenfalls an den Gefühlen und Gedanken der Protagonistin teilhaben, was ich für meinen Fall eher kontraproduktiv fand, da mir Kenzie binnen weniger Seiten so richtig unsympathisch geworden ist, aber dazu später mehr.

Kenzie kommt aus keinem guten Hause. Stets in finanzieller Not wird sie irgendwann von ihrer Tante zu sich geholt, aber da die jetzt ein Baby bekommt, muss Kenzie weg. Und zwar nach Indiana zu ihrer Schwester Page, die sich alles andere als glücklich zeigt, ihre Schwester bei sich und ihrem Mann aufzunehmen. Und dann erleidet ihr Wagen auch noch einen Motorschaden auf dem Weg dorthin. Nur gut, dass ihr gleich geholfen wird, von niemand anderen als einem gutaussehenden Farmboy, in den sie sich auf der Stelle verguckt …

Insta-Love-Alert würde ich hier sagen, denn wirklich kaum, dass Kenzie Josh (so heißt der Farmboy) in der Schule wiedersieht, setzt sie alles daran, um mit ihm auszugehen. Dabei kennen sie sich doch gar nicht. Das war wohl der erste Punkt, wieso Kenzie es nicht geschafft hat, bei mir auf einen grünen Ast zu kommen.

Dann dieses Geheimnis, was im Klappentext vorkommt: Ich hatte persönlich das Gefühl, dass es eigentlich ein Nebenhandlungsstrang sein sollte, da der Fokus darauf in der ersten Hälfte des Buches kaum vorhanden war, sondern erst auf den letzten Seiten alles aufgeklärt wurde. Das hätte ein wenig mehr in die Geschichte eingeflochten werden können, so dass alles nicht vollkommen aus dem Blauen heraus geschieht.

Und jetzt noch mal zu Kenzie: Scheinbar hatte sie ein schweres Leben, aber mal ehrlich: Welche Familie ist so dreist, ein Mädchen, das gar nichts dafür kann, so herzlos einfach durch die Gegend zu schieben? Das erschließt sich mir nicht. Jedenfalls ist Kenzie oft umgezogen, hat in Trailerparks gewohnt und ist eigentlich so ein richtiges Straßenkind. Zumindest wird sie so dargestellt. Wäre nur schön, wenn diese Kämpfernatur auch im Buch noch mal zur Geltung käme. Da wirkt sie mehr wie eine oberflächliche Göre und das war einfach nur zum Haare raufen.

Fazit

Kolibriküsse kommt leider nicht an meine Erwartungen heran. Eingefleischte Fans der Autorin sollten es mögen, ich finde es jedoch eher enttäuschend und möchte für die süße Idee noch 3 Schmetterlinge vergeben.

Bewertung

3/5


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