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Ich nannte ihn Krawatte

Bild von Bauchschreiberin

Titel: Ich nannte ihn Krawatte

Autor: Milena Michiko Flašars
Verlag: btb
Preis: 6,99 € (D)
ISBN: 978-3-442-74656-9

Klapptext:
Ist es Zufall oder eine Entscheidung? Auf einer Parkbank begegnen sich zwei Menschen. Der eine alt, der andere jung, zwei aus dem Rahmen Gefallene. Jeder auf seiner Weise, beide radikal, verweigern sie sich der Norm. Erst einem fremden Gegenüber erzählen sie nach und nach ihr Leben und setzten zögernd wieder einen Fuß auf die Erde.

Inhalt:
Ein junger Mann verlässt sein Zimmer, in dem er offenbar lange Zeit eingeschlossen war, tastet sich durch eine fremde Welt. Eine Bank im Park wird ihm Zuflucht und Behausung, dort beginnt er zu sprechen und teilt mit einem wildfremden Menschen seine Erinnerungen. Der andere ist viele Jahre älter, ein im Büro angestellter Salaryman wie Tausende. Er erzählt seinerseits, über Tage und Wochen hinweg. Szenen eines Lebens voller Furcht und Ohnmacht, Hoffnung und Glück. Beide sind Außenseiter, die dem Leistungsdruck nicht standhalten, die allein in der Verweigerung aktiv werden. Aus der Erfahrung, dass Zuneigung in Nahrung verpackt, Trauer in Lachen verborgen werden kann und Freundschaften möglich sind, stärken sie sich für einen endgültigen Abschied und einen Anfang. Milena Michiko Flašars Parkbank befindet sich in Japan und könnte doch ebenso gut anderswo in der westlichen Welt stehen. Dieser Roman stellt der Angst vor allem, was aus der Norm fällt, die Möglichkeit von Nähe entgegen – sowie die archaische Kraft der Verweigerung.

1
Ich nannte ihn Krawatte.
Der Name gefiel ihm. Er brachte ihn zum Lachen.
Rotgraue Streifen an seiner Brust. So will ich ihn in Erin-
nerung behalten.

Meine Meinung:
Die Geschichte der beiden Männer ist sehr interessant, die Handlungen des Buches waren wirklich toll und der Schreibstil von Milena Michiko Flašar hat mich von Anfang an beeindruckt. Das Buch hat mich allein schon des gut ausgewählten Titels überzeugt und von der ersten Seite an gefesselt. Mir hat der Roman sehr gut gefallen, weil es durchaus jedes meinen Erwartungen erfüllt hat. Es war traurig und emotional, hatte etwas Bewegendes an sich und verdeutlicht der Sinn des Lebens. Nach der Zeit wurde es nicht langweilig und die Spannung blieb. Allein schon deswegen könnte ich diesen Roman immer wieder aufs Neue durchlesen. Gut fand ich, dass sich die Autorin auf die Lebensgeschichte der beiden Männer und wie sie sich aneinander langsam anvertrauen konzentriert hatte. Der Roman basiert mehr auf die Lebensgeschichten der beiden Männer, sodass die Schauplätze eher in den Hintergrund gerückt sind und wie das Ein-Raum-Prinzip geschrieben ist. Eine Leidenschronik mit positiver Wendung.

Fazit: Die traurigen Erzählungen und die positiven Geschehnisse halten ein die ganze Zeit über in ihren Bann.

Bewertung: 5/5


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