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Bedenke, was Du tust

Bild von huckleberryfriendz

Bei „Bedenke, was Du tust“ handelt es sich um den 19. Fall des Ermittlerduos Barbara Havers und Thomas Linley; in Cambridge wurde eine feministische Bestsellerautorin Clare Abbott tot in ihrem Hotelzimmer aufgefunden. Ihre Freundin und Lektorin hat Zweifel, dass es sich wirklich um eine natürliche Todesursache handelt und wird, nachdem sie diese Zweifel der Polizei gegenüber äußert, mit dem Tode ringend in ihrer Wohnung aufgefunden. Als zweiter Handlungsstrang wird die Geschichte von Clares Sekretärin Caroline und ihrer Familie erzählt und auch Havers Kampf um Anerkennung bei ihrer Vorgesetzten und ihr Bemühen, streng nach Vorschrift zu arbeiten um nicht strafversetzt zu werden, zieht sich durch das Buch. Havers Arbeit steht im Mittelpunkt des Krimis und DI Linley hält sich diesbezüglich eher zurück und nutzt seine Zeit um bei der gemeinsamen Vorgesetzten eine Vernichtung von Havers unter Zwang unterschriebenen Versetzungsantrag, und bei seiner neuen Liebe etwas mehr Verbindlichkeit zu bewirken.

Den Krimi fand ich spannend, in sich schlüssig und die Einblicke in die Abgründe der menschlichen gut erzählt. Allerdings wirkte es auf mich stellenweise schon etwas langgezogen und manche Wiederholungen hätten nicht unbedingt sein müssen; da hätte ich einiges gerne kürzer gehabt. Ansonsten hatte ich den Eindruck, dass die Krimis, die ich von Elizabeth George bislang kenne, wesentlich prüder geschrieben wurden. Leider zeigten sich hier mehrere Personen in ihrem Sprachgebrauch ziemlich vulgär, was wohl zu der Thematik des Falles paßte, mir aber doch zuviel betont wurde. Selbst Havers konnte sich in dieser Richtung nur schwer zurückhalten, was mich genaugenommen schon etwas enttäuscht hat, denn es paßt so gar nicht in das Bild, das ich mir bislang von ihr gemacht habe. Linley erschien mir in diesem Fall eher überflüssig zu sein.

Fazit: Ein spannender und in sich schlüssiger Krimi, der allerdings stellenweise etwas weniger langgezogen oder vulgär hätte sein können.


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