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Suchen, Sammeln Kochen

Bild von huckleberryfriendz

In „Suchen, Sammeln, Kochen“ werden Wildpflanzen nach Vorkommen in den Jahreszeiten vorgestellt, ihre Wirkung und Nutzung erklärt und Tipps gegeben, wo und wann man sie am besten sammelt. Zu allen Zutaten aus Wald und Wiese gibt es ausgefallene, leicht nachzukochende Rezepte, auch welche für Vorräte, wie z.B. Bachminzengellee, Fichtennadel- und Löwenzahnhonig, Sirupe und Tees. Viele Fotos der Pflanzen, Speisen und der Landschaft lockern das Buch auf. Sehr gut gefallen haben mir auch die Rezepte im Kapitel „Hausapotheke“ und dass die meisten vorgestellten Rezepte vegetarisch sind.

Insgesamt finde ich die selber auf einem Spaziergang gesammelten Zutaten viel ansprechender, geschmack- und sinnvoller als das unreif geerntete und weitgereiste Obst und Gemüse aus dem Supermarkt, und selbst auf dem Markt bin ich mir nicht sicher, ob mir wirklich Regionales nicht nur angeboten, sondern auch wirklich verkauft wird. Bei dem Anblick von Kokosnüssen, Melonen und Ananas, die hier in den Hofläden verkauft werden, frage ich mich schon, wie „ehrlich“ die anderen Produkte dort sind.

Gerade unter dem Aspekt saisonale „Gemüse“ erntefrisch aus der eigenen Region zu essen, führt für jeden, dessen Garten nicht groß genug für eine Selbstversorgung ist, kein Weg an Wildpflanzen vorbei. Einige Pflanzen habe ich schon vor Lesen dieses wunderbaren Buches dann und wann gesammelt, aber mit dem neuen Wissen, werde ich nun viel mehr Gesammeltes ausprobieren. Gerade die Herbst-Rezepte, wie Eichelkaffee und Brot aus Eichen- und Kastanienmehl finde ich äußerst spannend und freue mich schon darauf. Der Eichelkaffee wäre eine echte Alternative zu dem Produkt, bei dem es angeblich gar keine Kinderarbeit gibt ( denn sie werden nicht dafür bezahlt). Ich weiß, wirklich konsequent wird man auf die „anderen“ Produkte nicht verzichten können, aber dieses Buch ist eine riesige Hilfe, um sie etwas zu vermeiden…

Für mich war schon das Durchblättern und Lesen ein sehr schönes Erlebnis, hat mich bei einigen Zutaten an die Erzählungen von Großtanten und anderen älteren Damen erinnert, die mir in Kindertagen von leckeren Kriegsrezepten, dem Sammeln der Zutaten und von Brennesseln und Giersch vorschwärmten. Jetzt hab ich endlich etwas mehr Rüstzeug, „neue“ Pflanzen zu erkennen,zu sammeln und schmackhaft zuzubereiten.

Fazit: Ein wundervolles Buch um wirklich saisonale, regionale und frische Zutaten zu sammeln und zuzubereiten.

5/5 *****


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