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Sternensommer

Bild von Anni-chan

Titel: Sternensommer
OT: /
Autor: Sabrina Qunaj
Verlag: Carlsen Impress
Ausstattung: E-Book
Seiten: 347
Preis: 3,99 € (D)
ISBN: 978-3-646-60060-5
Erscheinungstag: 5. Juni 2014
Reihe: /

Kurzbeschreibung

Designerkleider, hochhackige Schuhe und stundenlange Haarkuren sind für die sechzehnjährige Dilia so selbstverständlich wie die Luft zum Atmen. Kein Wunder, dass es für Dilia der pure Albtraum ist, als ihr vielbeschäftigter Vater sie über die Ferien in ein Sommercamp abschiebt. Die einzige Person, die sie dort kennt, ist auch noch ihr Schulkamerad Emrys, der Nerd, den sie bis auf den Tod nicht ausstehen kann. Und doch wird es ein Sommer werden, der sie buchstäblich bis in die Sterne trägt. Denn Emrys ist ein Junge wie nicht von dieser Welt…
(Quelle: Carlsen)

Äußere Erscheinung

Das Cover ist mit einem blauen Hintergrund versehen, auf dem man durch Sterne, Monde und viele kleine Lichtpunkte das Weltall erkennen kann. Der untere Teil des Covers ist schwarz und man sie zwei schwarze Silhouetten, ein Mann und eine Frau, die sich nahe sind, sich jedoch nicht küssen. Im oberen Teil glüht ein blassblauer Mond, vor dem sich in einer hübschen Serifenschrift der Titel befindet.
Das Cover ist, wie auch das Buch, wirklich nicht von dieser Welt und einfach intagallaktisch schön.

Schreibstil:

Sabrina Qunaj erzählt die Geschichte aus der dritten Person, wobei sie immer die Handlungsstränge von Dilia und Emrys verfolgt. Trotzdem schafft sie es, die Gefühle und Gedanken der beiden einzubinden und authentisch darzustellen. Die Umgebung des Sommercamps und auch das Weltall beschreibt Frau Qunaj sehr bildhaft, so dass man als Leser beinahe das Gefühl hat, selbst dort zu sein.

Meine Meinung:

Zu Beginn war mir die Protagonistin Dilia alles andere als sympathisch. Sie war einfach gemein, oberflächlich und eine richtige verwöhnte Prinzessin, der jeder jeden Wunsch von den Lippen ablas und das kann ich weder bei Protagonistinnen noch im Real-Life sonderlich leiden. Ziemlich schnell hat sie dann allerdings mein Mitleid erweckt, denn ihr reicher Unternehmer-Vater hat kaum Zeit für die, sie hat bereits über fünf Stiefmütter gehabt, wobei die aktuelle kaum fünf Jahre älter ist als sie selbst. Und alle hacken sie immer an ihr rum. Wäre ich sie gewesen, ich hätte denen volle Kanüle die Meinung gesagt. Dass sie es nicht getan hat, zeugt von einer wahrhaft riesigen Selbstbeherrschung und dem Wunsch, ihrem Vater trotz allem gefallen zu wollen. Umso überraschter war ich, als sie sich immer mehr zum Besseren wandelt und ich immer öfter dachte: Mädchen, das war gut! Sie hat es doch faustdick hinter den Ohren, obwohl auch immer wieder ihre Erziehung und ihre ‚alte‘ Persönlichkeit durchkommt. Trotzdem, ein Character-Developement wie dieses sieht man selten und es wirkt nicht im Geringsten übereilt. Sehr gut.
Emrys habe ich am Anfang vor einen nerdigen Typ gehalten, doch Achtung! Das ist er nicht im Geringsten. Ich mochte ihn von Beginn an und, als er die unausstehliche Dilia immer wieder in ihre Schranken verwiesen hat, hatte er mich so richtig. Seine Methoden am Anfang heiße ich zwar nicht gut, aber ich konnte ihn gut nachvollziehen und da er aus Dilia eine Protagonistin gemacht hat, die ihrem ‚Titel‘ alle Ehre macht, schätze ich, muss ich ihm doch danken. Der Kerl hat’s einfach drauf.

Selbst die Nebenfiguren konnten mich überzeugen. Vor allem der kleine Freddy hat es mir angetan. Ein wirklich süßer kleiner Junge, der mir schnell ein Lächeln auf die Lippen gezaubert hat. Hach. 

Das Konzept des Buches hat mir auch sehr gefallen, da die meinen Protagonistinnen doch eher die schüchternen Mauerblümchen verkörpern und nicht die populären Mädchen. Man setze eine solche Schul-Diva in ein Sommercamp, das natürlich ausgerechnet von der Familie des größten Schulnerds geführt wird und oh, er ist kein Mensch, sondern ein Alien. Warum auch nicht? Innovation war diese Idee auf jeden Fall und die Umsetzung hätte ich mir besser nicht wünschen können. Alien-Bücher gibt es viele, doch keine dieser Aliens sind wie die Sternsinger, die durch Noten und Gleichungen eine Symphonie erschaffen, die unser Sonnensystem im Gleichgewicht halten. Interessant und ein durchaus faszinierender Gedanke, wie ich finde.

Fazit

Eine wirklich süße Liebesgeschichte zwischen zwei Personen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, gepaart mit Science Fiction.

Bewertung

5/5

http://anni-chans-fantastic-books.blogspot.com/2015/10/rezension-sternen...


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