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Liebten wir (Nina Blazon)

Bild von LieLu

Ullstein Buchverlage

Die Autorin

Nina Blazon wurde 1969 in Koper bei Triest geboren und wuchs in Neu-Ulm auf. Sie las schon als Jugendliche mit Begeisterung Fantasy-Literatur. Selbst zu schreiben begann sie während ihres Germanistik-Studiums, bevor sie den Fantasy-Jugendroman Im Bann des Fluchträgers schrieb, der 2003 mit dem Wolfgang-Hohlbein-Preis und 2004 mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet wurde. Seither haben Nina Blazons Bücher zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Die erfolgreiche Jugendbuchautorin lebt derzeit in Stuttgart.

Liebten wir

Moira liebt das Fotografieren. Nach zahlreichen anderen Versuchen, hat sie hier ihre Bestimmung gefunden. Mit ihrer Kamera fängt sie von kleinen Gesten, über verstohlene Blicke, bis hin zu den tiefsten Abgründen alles ein. Allerdings bekommt sie Schwierigkeiten, wenn sie ohne ihre Kamera in die Welt blicken soll. Ihre Familie ist zerstritten, ihre Mutter früh gestorben, mit ihrer Schwester versteht sie sich nicht, von ihrem Vater hat sie sich schon lange entfremdet. Doch auf einem Familienfest ihres Freundes Leon endet dies in einer Katastrophe. Nun hat Mo endgültig die Nase voll. Gemeinsam mit Leons Großmutter Aino, flüchtet sie vor ihren Problemen nach Finnland.

Fazit

Ein interessanter Roman, welcher das Debüt von Nina Blazon in diesem Romangenre bildet. Ich persönlich finde es, im Gegensatz zu zahlreichen wunderbaren Jugendromanen, welche mich mit Nina Blazon bekannt gemacht haben, ein wenig schwierig und gewöhnungsbedürftig. Die Protagonistin Mo ist nicht ganz einfach, ihre Familienverhältnisse sind durch den frühen Tod ihrer Mutter eher schwierig und auch das Verhältnis zu Vater und Schwester eher weniger gegeben. Dies hängt einerseits mit den ständig wechselnden Freundinnen ihres Vaters zusammen, aber auch mit dessen Desinteresse. Als sie dann ihren Freund Leon und dessen große Familie kennenlernt, scheint es für sie ein Glücksgriff zu sein. Doch da Mo nie geordnete Familienverhältnisse kennengelernt hat, fällt es ihr schwer sich zurecht zu finden. Allerdings stößt sie auch hier auf Ablehnung und reagiert mit Wut und Verzweiflung. Ihre Hoffnung liegt nun auf Leons Großmutter Aino.

Den Schreib- und Erzählstil des Romans empfand ich als schwierig und kompliziert. Vor allem die verschachtelten Sätze bereiteten mir zunehmend Schwierigkeiten beim Lesen. Das Lesevergnügen wollte sich einfach nicht einstellen. Vor allem die vielen Landschafts- und Charakterbeschreibungen im Roman fand ich passend und auch die Geschichte von Aino weckte mein Interesse am Geheimnisvollen. Allerdings die Dialoge und Gespräche fand ich anstrengend und an einigen Stellen auch ein wenig unpassend. Es schien als wären die Menschen in Blazons Roman alle Einzelkämpfer, welche es sich nicht leisten könnten, andere Menschen in ihr Umfeld zu lassen.

Alles in allem meines Erachtens ein nicht so gelungener Roman der sonst so begnadeten Autorin. Im Roman vermisste ich teilweise auch einige Verbindungen, gewissermaßen den „Roten Faden“, wie man so schön sagt. Es blieben am Ende noch einige Fragen offen und ich fühlte mich des Öfteren als Leser außenvor, da ich immer wieder aus der Geschichte „herausgeworfen“ wurde und Dinge nicht verstand.

http://immer-mit-buch.blogspot.de/2015/09/liebten-wir-liebte-ich-leider-...


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