style="display:block"
data-ad-client="ca-pub-7783397286425302"
data-ad-slot="3580846517"
data-ad-format="autorelaxed">

Don't tell me Lies

Bild von Anni-chan

Titel: Don’t tell me lies
OT: Life by Commitee
Autor: Corey Ann Haydu
Verlag: DTV
Ausstattung: Paperback
Seiten: 347
Preis: 9,95 € (D)
ISBN: 978-3-423-71626-0
Erscheinungstag: 1. Mai 2015

Reihe: /

Kurzbeschreibung

Tabitha fühlt sich von allen unverstanden - der Junge, in den sie verliebt ist, ist bereits vergeben und ihre beste Freundin wendet sich einfach von ihr ab. Da entdeckt sie im Internet die Website ›Life by Committee‹. Endlich hat sie das Gefühl, unter Gleichgesinnten zu sein, denn hier sind alle, genau wie sie, auf der Suche nach einem mutigeren, spannenderen Leben. Anonym vertrauen sich die Mitglieder ihre intimsten Geheimnisse an und erhalten Aufgaben, die sie erfüllen müssen. Doch je mehr Tabitha von sich preisgibt, desto klarer wird ihr, dass ›Life by Committee‹ weder so unschuldig noch so anonym ist, wie es anfangs schien. Und dass ihre Geheimnisse nicht sicher sind … (Quelle: DTV)

Äußere Erscheinung

Das Cover ist überwiegend gelb und orange gehalten. Man sieht ein Bild von Tabethas Beinen und Füßen. Sie trägt schwarze Leggins und goldene einfache Balerinas. Es ist das erste Bild, das sie für die Internetseite Life by Commitee geschossen hat.
Quer über das Cover steht in einem Kreide-ähnlichen Font Don’t tell me Lies, wobei Don’t und Lies hellblau und in Großbuchstaben und tell me weiß und in Kleinbuchstaben geschrieben sind. Der Autorenname steht in einer ‚normalen‘ Schriftart und einem dunklen Orange oben.
Das Cover fällt aufgrund der originellen Farbkombination schon in der Buchhandlung ins Auge und gefällt mir persönlich sehr gut, dass es sich von anderen Covern maßgeblich unterscheidet.

Warum ich es gelesen habe

Beim Stöbern in der Buchhandlung ist es mir zufällig ins Auge gefallen. Ich kannte es vorher nicht, aber da ich im Moment sehr auf Contemporary abfahre, konnte ich nicht widerstehen.

Meine Meinung

Das Konzept mit der Internetseite hat mich von Beginn an fasziniert. Wirklich beängstigend, wenn man darüber nachdenkt, was geschehen könnte, wenn andere Menschen entscheiden, was für dich das beste ist. Das hat die Autorin wirklich schön umgesetzt. Dafür schon mal ein Plus.
Allerdings konnte ich mich am Anfang nicht dazu überwinden, Tabetha auch nur ein wenig zu mögen, obwohl sie wirklich viele positive Eigenschaften hat. Sie liest gerne (Ich glaube, ich spreche für alle Buchliebhaber, wenn ich sage: Leute, die lesen, sind und sowieso sympathisch.), am liebsten gebrauchte Bücher mit Randbemerkungen vorheriger Besitzer und besitzt eine gehörige Portion Selbstvertrauen. Das hat sich aber mit der Zeit gelegt. Am Schluss mochte ich sie sogar ein wenig. Leider hat mich an ihr ein wenig gestört, dass sie von Anfang an, diesem einem Typen quasi nachgelaufen ist, als gäbe es auf der ganzen Welt keine anderen und vor allem bessere Jungs. Sie stört sich nicht daran, dass er eine Freundin hat, die er liebt und dass er eine – entschuldigt meine Ausdrucksweise – hohle Nuss ist. Ich weiß nicht, wie oft ich darüber den Kopf geschüttelt habe.
Joe, besagter Typ, ging mir voll auf den Geist. Ich kann nicht nachvollziehen, was Tabetha an ihm so total attraktiv fand. Sie erzählt die ganze Zeit nur, wie toll und süß und lieb er ist und wie sie sich in ihn verliebt hat, aber ich, als Leserin habe davon absolut nichts mitbekommen. Für mich war er einfach nur da, weil Frau Haydu einen Typen brauchte, auf den Tabetha stehen konnte, bevor sie einsieht, dass das nicht alles im Leben ist. Er hat schlichtweg keine Persönlichkeit und man weiß nichts über ihn, außer dass er kifft, Sport treibt, Hearts zockt und keine Hemmungen hat, seine Freundin zu betrügen. (Nicht unbedingt begehrenswert, finde ich.)
Tabethas Eltern, Cate und Paul, haben da zum Glück die Stimmung, zumindest zu Beginn, wieder aufgelockert. Da sie sehr jung Eltern geworden sind, verhalten sie sich in den meisten Fällen eher wie Tabethas Freunde und nicht wie ihre Eltern. Ihr Vater kifft bei der Arbeit in dem kleinen Cafe, Tea Cozy, dass die beiden betreiben und ihre Mum ist derweil sowieso in Schutz zu nehmen, weil sie schwanger ist.
Elise, Tabethas bester Freundin, stehe ich neutral gegenüber. Sie ist schon cool in ihrer Art und Weise, aber dennoch bin ich mit ein paar ihrer Handlungen einfach nicht klargekommen. Stellenweise hat sie sich echt daneben benommen, aber beste Freunde dürfen das ja.
Alle anderen Personen, außer Devon, den ich trotz seiner leider viel zu wenigen Auftritte, bei denen man viel zu wenig über ihn erfährt, toll fand, konnte ich nicht leiden. Allen voran Alison und Jemma, die ehemaligen besten Freundinnen von Tabetha. Die beiden haben Tab nämlich abgeschossen, weil sie sich über einen Sommer hinweg ‚verändert‘ hat. Sie trägt jetzt modische, vielleicht etwas zu kurze und zu weit ausgeschnittene, Kleidung und das war den Mädchen schon zu viel.
Ich persönlich finde das absolut nicht nachvollziehbar. Aber sie sind nicht die einzigen, auch die Schulpsychologin und quasi die ganze Schule ‚macht sich Sorgen‘ um Tabetha, weil sie angefangen, sich für Jungs zu interessieren. Mein Gedanke: Sie ist sechzehn. Was soll der Mist? Über so ein Verhalten, sowohl in Büchern als auch in der Wirklich muss ich einfach nur den Kopf schütteln.
Wenn ich ehrlich bin, mochte ich die Mitglieder von Life by Commitee (kurz LBC) um einiges lieber. Die Gespräcke auf der Seite sind stets in Chatform geschrieben und es ist alles anonym und trotzdem habe ich das Gefühl, von der überschaubaren Anzahl der Mitglieder mehr zu wissen, als von den wirklichen handelnden Personen.
Es hat mir trotz der misratenen Charakter gefallen, dieses Buch zu lesen, da es sehr flüssig und einfach geschrieben ist und dabei unglaublich in die Tiefe geht. Das Buch rüttelt wach, worum es im Leben wirklich geht und dass die richtige Entscheidung nicht immer die Beste sein muss.

Fazit

Wer eine tiefgründige Lektüre, die einen die eigene moralische Verantwortung hinterfragen lässt, sucht und nicht so viel Wert auf Charaktertiefen legt, ist hiermit gut bedient.

Bewertung

3/5

Die ganze Rezi gibt's auch hier: http://anni-chans-fantastic-books.blogspot.com/2015/08/rezension-dont-te...


0