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Liebe ist was für Idioten. Wie mich.

Bild von Anni-chan

Titel: Liebe ist was für Idioten. Wie mich.
OT: /
Autor: Sabine Schoder
Verlag: Fischer
Ausstattung: Klappenbroschur
Seiten: 348
Preis: 12,99 € (D)
ISBN: 978-3-7335-0151-8
Erscheinungstag: 23. Juli 2015

Reihe: /

Kurzbeschreibung

Eine Liebesgeschichte, so echt, dass sie weh tut – und so berauschend, dass sie süchtig macht

Optimistisch gesehen ist Vikis Leben eine Vollkatastrophe. Da kann man schon mal aus Frust ein paar Tüten zu viel rauchen. Da kann es auch passieren, dass man nach einem Konzert mit dem Sänger der Band im Bett landet, obwohl man den eigentlich total bescheuert findet.

Wirklich.
Kein großes Ding.
So was passiert.
Aber ausgerechnet ihr?
Nein!
Ganz.
Sicher.
Nicht.

Oder vielleicht doch?
(Quelle: Amazon)

Äußere Erscheinung

Sofort fällt bei dem Cover wohl der Titel ins Auge, der aus Buchstaben verschiedener Farben und Schriftarten besteht, als hätte man die Buchstaben aus Zeitungsartikeln ausgeschnitten. Ich finde da keinen direkten Bezug zur Geschichte, aber es sieht einfach echt gut aus. Der Hintergrund ist an den Rändern schwarz und geht zur Mitte hin in dunkle und helle Punkte aus Lila über. Auf dem MICH des Titels liegt ein Mädchen in schwarzen Klamotten. Das soll wohl Viki sein und ich weiß nicht, ob andere das genauso sehen, aber ich finde, das Modell sieht ein wenig aus wie Maria Ehrich…
Alles in allem finde ich das Cover unglaublich schön. Es ist auf jeden Fall ein Eyecatcher. Das einzige, was mir immer noch Magenschmerzen bereitet, ist die Ausstattung. Nichts gegen Klappenbroschur, aber ich habe jetzt leider eine dicke Leserille im Rücken und hätte das Buch viel lieber als gebundenes Buch im Regal gehabt. Das Buch hätte es verdient!

Warum ich es gelesen habe

Auf vielen Blogs ist mir das Buch immer wieder ins Auge gefallen und da ich im Moment ja total auf Rockstar-Bücher abfahre, musste ich es einfach haben. Habe bis jetzt nichts Schlechtes über das Buch gehört und kann mich dem allgemeinen Tenor nur anschließen.

Meine Meinung

Der Schreibstil der Autorin hat mich zunächst einmal ein bisschen aus der Bahn geworfen, denn er ist so ganz anders, als die Stimmung, die der Klappentext auslöst. Es wird in der Gegenwart geschrieben, aber flüssig und leicht zu lesen. Ein wenig erinnert mich der Schreibstil an Jasmine Warga (Autorin von Mein Herz und andere schwarze Löcher, ebenfalls Fischer Verlag), was seltsam ist, weil Jasmine Wargas Werke erst übersetzt werden mussten, aber trotzdem kommt es mir so vor.
Die Geschichte erzählt aus Vikis Sicht mit Flashbacks in Vikis Vergangenheit, zu der Zeit als ihre Mutter im Sterben lag/kurz nach ihrem Tod. Es gibt nicht zu viele Flashback und wenn, sind sie immer so gelegt, dass sie passen und den Lauf der Geschichte nicht unnötig in die Länge ziehen.
Wenn ich ehrlich sein soll, konnte ich am Anfang nur wenig mit Viki anfangen. Sie wirkte für mich wirklich wie die Schlampe, als die sie bezeichnet wird, die zu viel kifft und mit dem erstbesten Typen ins Bett steigt. Zum Glück hat sich meine Meinung von ihr im Laufe des Buches positiv verändern können. Der Leser erfährt viel über ihr Leben, ihre häuslichen Umstände mit ihrem Vater (den ich hasse wie die Pest!!!!) und die Schule.
Ich glaube, wenn Vikis Mum nicht so früh gestorben wäre, hätte sich ihr ganzes Leben anders entwickelt und dann könnte sie mit ihren siebzehn Jahren so sein, wie ihre beste Freundin Mel, doch dank ihrem Vater hat sie sich nun mal zu der entwickelt, die sie ist. Eine traurige Geschichte, aber sie kämpft und obwohl sie mir manchmal ein bisschen zu viel rumgeheult hat (wegen Mathe!), bin ich doch der Meinung, dass sie eine ‚gute‘ Protagonistin ist.
Am Anfang stand ich Jay ein bisschen skeptisch gegenüber. Was ist schon von einem Kerl zu erwarten, der sich nach dem letzten Auftritt seiner Band vor dem Club bekifft? Bei ihm dauert es nicht lange, bis man ihn ins Herz geschlossen hat. Ein paar Kapitel. Höchstens. Mir ist schnell aufgefallen, dass seine Gefühle für Viki tiefer sind, als sie es sich anmerken lässt und leider habe ich genug Erfahrungen mit YA Contempory-Literatur gemacht, um die Anzeichen für den großen Plot Twist frühzeitig zu bemerken.
Apropos, Sabine Schoder hält nun offiziell den Titel „Plot Twist Queen“ inne, denn bei dieser Berg- und Talfahrt der Emotionen war ich mir bis zum Ende hin nicht sicher, ob es nun ein Happy End geben würde, so oft hat sich der Handlungsverlauf mit neuen Erkenntnissen verändert. Mein Herz hat einige Male den sprichwörtlichen Schlag ausgesetzt, als die Geschichte einen völligen anderen Lauf genommen hat, als der Klappentext vermuten lässt. Trotzdem hat mich das Buch gefesselt und ist ein würdiges Debüt der Autorin.

Fazit

Eine emotionale Achterbahnfahrt, die einen laut lachen lässt und gleichzeitig die Tränen in die Augen treibt.

Bewertung

4/5


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