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Die Erleuchtete - Der Ruf des Bösen

Bild von Anni-chan

Titel: Die Erleuchtete – Der Ruf des Bösen
OT: Infatuate
Autor: Aimee Argesti
Verlag: Random House (Goldmann Verlag)
Ausstattung: Klappenbroschur
Seiten: 477
Preis: 12,99 € (D)
ISBN: 978-3-442-47756-2
Erscheinungstag: 16. Dezember 2013

Reihe: Die Erleuchtete
Das Dunkel der Seele
Der Ruf des Bösen
Im Zeichen der Finsternis

Kurzbeschreibung

In den Straßen eines schillernden, pulsierenden New Orleans greift DAS BÖSE nach den Flügeln eines jungen Engels ...
Haven Terra hat den Kampf gegen das Böse gewonnen. Zusammen mit ihren Freunden Dante und Lance hat die 17-Jährige die Abgesandten Satans besiegt – doch nur weil sie als angehende Engel über ganz besondere Fähigkeiten verfügen. In New Orleans hoffen sie nun auf ein wenig Ruhe und Frieden. Doch ausgerechnet dort stoßen sie auf eine Gruppe gefährlicher Dämonen. Noch während die drei den Kampf planen, stellt sich Haven ein neues Problem: Lucian taucht wieder auf, einst Verbündeter des Teufels selbst, nun angeblich ein reuiger Sünder, der Haven um Hilfe anfleht – und dessen Charme sie erneut zu erliegen droht. Doch kann sie ihm wirklich vertrauen? (Quelle: Random House)

Äußere Erscheinung

Wie auf dem ersten Band befindet sich wieder Haven auf dem Cover vor einer dunklen Wand. Dieses Mal sieht sie direkt in die Kamera und trägt ein orangenes Kleid, das dieses Mal leider keinen Bezug zur Handlung darstellt. Zumindest ist mir nichts aufgefallen. In der Hand hält sie eine Maske, wie sie sie zu Mardi Gras getragen wird. Im Hintergrund sieht man den Schatten ihrer noch nicht vorhandenen Flügel.
Der Obertitel „Die Erleuchtete“ sieht wieder haargenauso aus, wie auf dem ersten Cover. Lediglich der Untertitel ist ein anderer.
Schlägt man den Umschlag auf, so stößt man auf eine wunderschön gestaltete Innenseite, auf der die Maske vom Cover umgeben von Flamen zu sehen ist. Unter der Klappe der Rückseite der Buches sieht man die Unterkunft der Freiwilligen bei Nacht und ein Feuerwerk.

Warum ich es gelesen habe

Nachdem Band 1 zwar einen sehr langen Einstieg hatte, wurde er doch noch spannend und unterhaltsam, deshalb hatte ich meine Hoffnungen darein gesetzt, dass in Band 2 der Einstieg nicht mehr ganz so lange sein würde und mehr wie der hintere Teil von Band 1 wäre. Dem Bloggerportal verdanke ich das Rezensionsexemplar (von Band 1 wie auch von Band 2).

Meine Meinung

ACHTUNG SPOILER!

Zunächst hatte ich das Gefühl, dass Der Ruf des Bösen einfach nur ein Abklatsch von Das Dunkel der Seele war. Dieses Mal war es zwar kein Praktikum, sondern ein Freiwilligenprogramm, für das sich Haven, Dante und Lance, der jetzt mit Haven zusammen war, beworben hatten. Es führt sie nach New Orleans zu ihrem zweiten Engelstest, um sich ihre Flügel zu verdienen.
Wie im ersten Teil beschreibt die Autorin bildhaft die Unterkunft der Freiwilligen und auch deren Aufgaben in dem Programm. Nach einer Weile kam da leider eine gewisse Eintönigkeit rein. Havens Arbeit auf dem Friedhof, Nachhilfe und Sorgentelefon-Dienst und das wurde jedes Mal aufs Neue wiederholt. Schrecklich überflüssig.
Auch neu ist die Tatsache, dass die drei nicht länger alleine arbeiteten, sondern quasi alle Teilnehmer des Programms ebenfalls zu ihrem zweiten Test angereist waren. Das hat mir gefallen. Frischer Wind. Und endlich wird etwas über die potenziellen Fähigkeiten der Engel in Ausbildung verraten. Das Training ist nun Gruppenaktivität und besteht nicht länger aus sturem Hin- und Herlaufen durch Gänge unterhalb eines Hotels.
Sabine, Havens Zimmergenossin, war mir am Anfang sehr sympathisch. Aufgedreht, lebenslustig, gesellig. Doch mit Voranschreiten der Seiten ließ das nach, bis ich sie schließlich nicht mehr leiden konnte.
Und auch Lance, den ich im ersten Band geliebt habe, wurde mir immer unsympathischer. Er handelte für mich einfach nicht nachvollziehbar und Hallo, du hast eine Freundin, Kumpel?! Das ging gar nicht und ich weiß nicht, ob ich ihm das verzeihen kann, obwohl ich mir ihn an Havens Seite sowieso nicht vorstellen kann.
Dafür gab es wieder eine ganze Menge Dante und Gott, ich liebe den Kerl. Tat es immer und das wird auch immer so bleiben. Er ist gewissermaßen die Stimme der Vernunft und manchmal braucht man so jemanden einfach. Ich brauchte ihn auf jeden Fall, denn sonst hätte ich es nicht durch das Buch geschafft.
Lucian kam leider nicht so oft vor, wie ich gehofft hatte, denn ich mochte ihn sehr gerne und Haven und Lucian sind sowas wie mein Traum-Pairing, aber es gab mehr hin- und hergeschickte Nachrichten, als tatsächliche Treffen, was auf einer Seite nachvollziehbar, auf der anderen aber auch schrecklich schade war. Ich hatte einfach mehr erwartet.
Haven selbst hat im zweiten Band gewaltig Pluspunkte gesammelt. Sie war nicht länger so passiv und endlich entwickelte sie mehr Power, so dass sie das Potenzial hat, eine richtige Kick-Ass-Heldin zu werden und das würde mich wirklich freuen.
Die Handlung war leider nicht wirklich neu, denn wieder gab es die Teufel und Dämonen als Gegner. Nur eben in einer anderen Umgebung und etwas stärker. Quasi das nächste Level, wobei der Showdown am Ende den Endgegner darstellte, sonst wirklich sehr langatmig geschrieben mit Passagen, in denen kaum etwas passiert ist.
Oh, und neuerdings gibt es die geheimnisvollen Nachrichten nicht länger in Buchform, sondern ganz modern als SMS aufs Handy. Leider hat sich bis jetzt immer noch nicht geklärt, wer genau da die Nachrichten hinterlässt und es wird auch nicht hinterfragt, was mich ein wenig wurmt. Ich wüsste es wirklich gern, aber dafür werde ich wohl den dritten Band lesen müssen.

Fazit

Gewohnt bildhafter, aber auch langatmiger Schreibstil der Autorin mit weniger romantischer Spannung als erhofft, aber einer richtigen Heldin, die nicht länger dumm zusieht, während das Böse um sie herum wütet. Dieses Buch hat ein paar Schwächen seines Vorgängers ausgemerzt, aber leider auch ein paar neue Schwächen dazugewonnen. Im Vergleich allerdings doch um einiges besser.

Bewertung

4/5


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