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Light and Darkness

Bild von Anni-chan

Titel: Light&Darkness
OT: /
Autor: Laura Kneidl
Verlag: Carlsen Impress
Ausstattung: Taschenbuch
Seiten: 394
Preis: 4,99 (D)
ISBN: 978-3-551-31495-6
Erscheinungstag: 2. Juli 2015

Reihe: /

Kurzbeschreibung

Die Existenz von Vampiren, Feen und anderen Paranormalen ist längst kein Geheimnis mehr. Doch ist es ihnen verboten, sich ohne die Begleitung des ihnen zugeteilten Delegierten in der Öffentlichkeit zu bewegen. Ausgerechnet bei der warmherzigen Light versagt jedoch das raffinierte Auswahlsystem: Ihr erster Paranormaler ist der rebellische und entgegen aller Regeln männliche Dämon Dante. Und schon bald muss sie sich fragen, ob sie ihn vor der Menschheit oder sich selbst vor ihm schützen muss… (Quelle: Carlsen)

Äußere Erscheinung

Das Cover ist in verschiedenen Grau- und Blautönen gehalten mit zwei voneinander abgewandten Gesichtern zwischen denen sich in Blau ein rankenartiges Muster erstreckt. Das kann ich nicht wirklich in der Handlung zuordnen, aber es sieht doch ganz hübsch aus. Auf der rechten Seite sieht man Light. Ihr Hintergrund ist in einem sehr hellen Blau, der beinahe zu einem Weiß übergeht. Links, hingegen, sehen wir Dante und oh Gott, ist der H.O.T. Tolles Covermodel kann ich an dieser Stelle nur sagen. Sein Hintergrund ist sehr dunkel, da er natürlich den Darkness-Teil des Titels verkörpert.
Der Titel selbst befindet sich im unteren Drittel. Dabei finde ich sehr schön, dass der Schritzug oben mit weiß beginnt und dann langsam dunkler wird. Toll gemacht, Carlsen.
Was mich ein wenig stört, ist allerdings das Carlsen-Logo in der unteren linken Ecke. Klar, es muss dahin, weil es eben Carlsen ist, aber hätte man das farblich nicht anpassen können. Das Impress-Logo wird doch auch farblich angepasst.
Stattdessen ist es im üblichen kotzgrün mit grasgrüner Schrift und das sticht sich total mit dem Grau-Blau des Covers. Dafür wurde zumindest das Impress-Logo auf der U4 (Rückseite) noch mal gezeigt.

Wie ich darauf gekommen bin?

Ich gebe zu, ich habe es nur gekauft, weil ich in Hugendubel stand und nach den 4,99 € Taschenbüchern gesucht habe und sie dummerweise nur Das geheime Vermächtnis des Pans und Light&Darkness hatten. Da ich Pan schon in der 9,99 €-Edition besitze, habe ich einfach das mitgenommen, ganz unter dem Motto: ‚Es ist billig und von Carlsen Impress. Ich mag Carlsen Impress.‘ Im Umkehrschluss habe ich beschlossen, dass ich dieses Buch vermutlich auch mögen würde. Dabei hatte ich mir nicht mal den Klappentext durchgelesen, bevor ich angefangen hatte. (Inzwischen habe ich die anderen beiden Taschenbücher im Übrigen bestellt. Eins ist schon da. Für das zweite war die Packstation leider zu voll. Kommt dann wohl morgen.)
Wenn die anderen Taschenbücher (von denen ich mir sogar schon ein grobes Bild machen konnte) auch nur annähernd so genial sind, werde ich bestimmt nicht enttäuscht. (Mann, ich habe einen Lauf. Ein geniales Buch nach dem anderen. Ich suche schon immer nach Fehlern und Makeln, damit ich Schmetterlinge abziehen kann und nicht alle meine Rezis wie Lobreden klingen, aber im Moment geht es einfach nicht. Die Büher sind so genial wie sie sind und ich kann einfach nicht anders, als eine Leseempfehlung auszusprechen.)

Meine Meinung

Wie schon gesagt, ich habe den Klappentext nicht gelesen, bevor ich damit angefangen habe und war dementsprechend völlig unwissend, als ich die erste Seite aufgeschlagen habe. Erstmal gibt es aber ein dickes Plus für die Kapiteleinstiege. Die Kapitel haben hier nämlich keine Namen, sondern werden mit einem Zitat aus einem Gesetzestext des sogenannten ‚Buch[es] der Delegation‘ eingeleitet und wie mir im Laufe der Story aufgefallen ist, bezieht sich der zitierte Artikel meistens auf die Handlung des Kapitels. Gut, das hat einem schon immer so ein bisschen die Überraschung genommen, aber das hätten Kapitelnamen auch nicht anders gemacht.
Das Buch ist aus der dritten Person Singular geschrieben, woran ich mich erstmal wieder gewöhnen musste. Die meisten Bücher, die ich lese, sind nämlich in der ersten Person geschrieben, aber mal davon abgesehen, hat Laura Kneidl einen sehr schönen, flüssigen Schreibstil, der wunderbar auf die Stimmung im Buch abgestimmt wurde. In manchen Passagen unterstützte er den Humor und in manchen war er einfach so todernst, dass mir fast das Herz stehen geblieben ist. Großzügig sehe ich darüber hinweg, dass Dantes Stimme so gut wie immer rau oder kehlig oder heißer klingt, denn das hatte ich nach der zehnten Erwähnung wirklich verstanden.
Dante selbst war mir schon seit seiner ersten Sekunde sympathisch. Ich erinnere mich noch gut daran, dass er sich schon gleich mit seiner Aussage: ‚Ich hasse Menschen.‘ beliebt gemacht hat, aber ich konnte nicht anders, als diesen Dämon zu lieben. So ging es mir auch mit Light (Ja, sie heißt echt so.). Obwohl sie mir am Anfang zu sehr wie die brave Ich-mache-niemals-einen-Fehler-Mary-Sue rüberkam, war sie für meinen Geschmackt echt ein Sympathieträger. Sie hat versucht Dante, zu verstehen und nicht an ihm zu verzweifeln. Dafür Respekt, Mädchen. Ich hätte es mir trotzdem gewünscht, wenn sie ab und an härter durchgegriffen und sich nicht von Dante bestimmen lassen hätte.
Auch die sowieso schon offensichtliche Romanze hat für mich viel zu lang gedauert, aber klar, es verstößt gegen das Gesetz und sie ist ein Mensch und er ein Dämon, aber verdammt, Leute, es ist Liebe. Versteht das doch endlich!
Die ganzen Nebencharaktere waren eine nette Ergänzung, obwohl die meisten von ihnen (Anna, Kathryn, Dean…) nur eine Füller-Rolle eingenommen und für die Geschichte fast vollkommen unbedeutend sind. Mit Jude und Kane (Lights Bruder und sein Wesen) musste ich anfänglich noch ein bisschen warm werden. Es kommt mir beinahe wie ein echtes Klischee vor, dass eine Person, die wichtig für die Protagonistin ist, eine schwere Krankheit (mit Vorliebe Krebs) hat, aber sonst … joa, es ist jetzt nicht so, dass ich ein Megafan von Jude bin, aber ich verabscheue ihn auch nicht. Mit Kane sieht das schon anders aus. Da bin ich ganz eigen, aber egal, wie toll eine Figur sein mag, ich kann sie nicht leiden, wenn sie für den Protagonisten eine Konkurrenz darstellt und das tut Kane nunmal. Tja, Kumpel, Pech gehabt. Außerdem fand ich Kane sowieso ziemlich … naja, oberflächlich. Bei seinem Charakter wurde für meine Verhältnisse einfach viel zu sehr nur an der Oberfläche gekratzt, ohne auf seinen Background einzugehen. Immerhin ist er ein jahrhunderte alter Vampir.
Allgemein hat mir das Konzept der Delegation gefallen, nachdem sogenannte Delegierte nach ihrem 17. Geburtstag ein ‚Wesen‘ (Vampir, Werwolf, Nixe, Nephila, Dämon … usw. Ihr habt mich schon verstanden) zugewiesen bekommen, um das sie sich zu kümmern haben. Für die Deligierten bestimmt cool, aber so als Wesen würde ich mir vielleicht ein bisschen wie ein Haustier vorkommen. Normalerweise ist gesetzlich geregelt, dass Delegierte und Wesen dem gleichen Geschlecht angehören müssen, aber natürlich kommt es wie’s kommen musste und Light wird aufgrund eines einzigen Fehlers als Junge eingestuft und bekommt Dante zugewiesen. Das war nicht wirklich eine Überraschung. Und natürlich sind auch Beziehungen zwischen Delegitierten und ihren Wesen verboten. Wie denn auch sonst? Wäre ja zu einfach, aber irgendwie wäre bestimmt kein gutes Buch rausgekommen, wenn es diesen Konflikt nicht gäbe.
Dann sind da noch zwei Organisationen, die nur schemenhaft beleuchtet werden. Die einen sind die Impia, die am liebsten alle Wesen töten würden und die Censio, die angeführt werden von ‚Achtung Spoiler!‘ Crispin, Dantes Dad. Die haben das Ziel, das Delegationsgesetz abzuschaffen und mit allen Delegierten kurzen Prozess zu machen. Mehr erfahren wir nicht und da hätte man bestimmt noch mehr rausholen können. Aber ich habe jetzt noch nichts zu einer Reihe gehört und auf der letzten Seite steht Ende. Von daher glaube ich, es ist ein Einzelband und somit vorbei. Wie diese Rezension, bevor ich mich doch entscheide, etwas zu spoilern, was ich nicht will, denn das ist wirklich ein geniales Buch. Und wir müssen nicht mal auf die Fortsetzung warten.

Fazit

Von Carlsen Impress wird man einfach nie enttäuscht.

Bewertung

4/5


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