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Glühende Dunkelheit

Bild von Anni-chan

Titel: Glühende Dunkelheit
OT: Soulless
Autor: Gail Carriger
Verlag: Random House (Blanvalet Verlag)
Ausstattung: Klappenbroschur
Seiten: 412
Preis: 9,99 €
ISBN: 978-3-442-37649-0
Erscheinungstag: 2. August 2011

Reihe: Lady Alexia
Glühende Dunkelheit
Brennende Finsternis
Entbrannte Nacht
Feurige Schatten
Sengendes Zwielicht

Kurzbeschreibung

Nachdem Miss Alexia Tarabotti in Notwehr einen Vampir getötet hat, steht sie nun dem Alpha-Werwolf Lord Maccon gegenüber – dem Chefermittler der Queen für übernatürliche Angelegenheiten. Als dieser sich weigert, sie in die Ermittlungen einzubeziehen, beschließt Alexia, selbst nachzuforschen, was hinter dem Angriff auf sie steckt. Und plötzlich befindet sie sich nicht nur tief in einer Intrige gegen das Britische Empire – sie sieht auch ihr Herz durch den attraktiven Lord Maccon bedroht … (Quelle: Random House)

Äußere Erscheinung

Auf dem Cover befindet sich eine hübsche junge Frau mit einem hochgeschlossenen blau-schwarzen Kleid, Handschuhen und Regenschirm, die eine altmodische Taschenuhr bei sich trägt. Im Hintergrund sieht man den Big Ben in einer scheurigen Vollmond nach. Der Rand des Covers sieht aus, wie eine Art alte Steinmauer. Was sehr auffällt, ist der Autorenname in goldenen Großbuchstaben in der oberen Ecke über dem Coverbild. Der Titel hingegen ist sehr klein an der unteren Kante positioniert. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich ‚Gail Carriger‘ als Titel sehen und ‚Glühende Dunkelheit‘ bestenfalls als Untertitel. Der Titel ist schlichtweg zu klein, aber das ist ja nur ein kleines Übel.

Erster Eindruck

Am Anfang habe ich ein wenig gerätselt, in welchem Jahrhundert dieses Buch spielt, bis es schließlich verraten wurde. Kleiner Hinweis: Es ist das 19. Jahrhundert. Mit historischen Romanen habe ich normalerweise wenig am Hut, wenn ich ehrlich bin, aber dieses hier hat mich von der Sekunde, in der eine liebe Kommilitonin es mir in die Hand gedrückt hat, in seinen Bann gezogen.

Meine Meinung

Alexia Tarabotti ist eine sehr willensstarke Frau, mit der ich mich unglaublich gut identifizieren konnte, obwohl sie knapp zweihundert Jahre vor meiner Zeit lebt und ich immer noch nicht so ganz verstehen kann, wieso sie an ihrer Schönheit zweifelt und sich gefühlte hundertmal selbst als ‚alte Jungfer‘ bezeichnet. Das war aber auch das einzige, was mich ein wenig bei ihr gestört hat. Alexia polarisiert auf jeden Fall von allen Protagonistinnen, von denen ich in diesem Jahr gelesen habe, mit ihrem altmodisch-höflichen, aber dennoch bestimmten Sprachgebrauch, der trotz des Zeitalters, in dem sich das Buch befindet, sehr leicht und flüssig zu lesen ist.
Ihre beste Freundin Ivy Hisselpenny war auch ein sehr amüsanter Charakter, obwohl sie mir manchmal schon echt leidtat, so wie alle auf ihren scheußlichen Hüten rumhacken. Es war definitiv ein Spaß, die Stellen mit ihr zu lesen. Genauso wie die mit Lord Akeldama, einem Vampir und guten Freund von Alexia, der sich stets kunterbunt kleidet und wirklich ein wenig extravagant tut. Echt eine Figur, die man sofort in sein Herz schließt.
Lord Maccon, dem Alpha des örtlichen Werwolfrudels stand ich am Anfang noch ein wenig unentschlossen gegenüber, aber es dauerte gar nicht lange, da hatte er sich in mein Herz gemogelt. Alexias und seine verbalen Schlagabtäusche waren echt zum Schießen. Außerdem, wer hätte denn nicht gerne einen starken, gutaussehenden Werwolf. Hach, ich habe nun mal ein Herz für Werwölfe.
Der Schreibstil des Buches ist für eine Übersetzung sehr gut gelungen. Wo ich normalerweise bei deutschen Büchern überlegte, wie sich bestimmte Sätze auf Englisch besser anhören könnten, war ich dieses Mal so in der Geschichte gefangen, dass ich vollkommen zufrieden bin. Es war wirklich amüsiert, dieses Buch zu lesen, dennoch eignet es sich nicht, es in der Öffentlichkeit zu lesen. Lachanfälle und Oh-Momente sind vorprogrammiert.
Die Idee von Vampiren und Werwölfen ist ja an sich nicht neu, aber diese Wesen in das viktorianische England zu setzen und die Bedeutung der Seele (oder eben nicht vorhandenen Seele) zu erhöhen, war innovativ und einfach eine Geschichte, die einzigartig ist und seines gleichen sucht.
Zu guter letzt möchte ich noch ein paar Worte zu der Romanze verlieren. Es steht immer im Vordergrund, dass es nicht hauptsächlich eine Liebesgeschichte, sondern Fantasy ist, deshalb sind die romantischen Stellen eher als ein Extra zu sehen und perfekt in die Geschichte gestreut, lockern sie die Stimmung nach handlungsreichen Passagen ungemein auf. Trotzdem ist sie nicht weniger bedeutsam, als andere Bücher, die ihren Fokus eher auf die Romanze legen.

Fazit

Ein Buch, dass definitiv mehr Aufmerksamkeit erhalten sollte, denn es verfolgt ein neuartiges, nie dargewesenes Konzept, ist leicht zu lesen und macht einfach nur süchtig.

Bewertung

5/5


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