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Das Meer der Seelen - Nur eine Nacht

Bild von Anni-chan

*Spoiler für Band 1 und 2*

Titel: Das Meer der Seelen – Nur eine Nacht
OT: Infinte
Autor: Jodi Meadows
Verlag: Random House (Goldmann Verlag)
Ausstattung: Klappenbroschur
Seiten: 376
Preis: 12,99 € (D)
ISBN: 978-3-442-47603-9
Erscheinungstag: 18. August 2014

Reihe: Das Meer der Seelen
Nur ein Leben
Nur eine Liebe
Nur eine Nacht

Kurzbeschreibung

Das Jahr der Seelen beginnt mit einem Erdbeben – ein mysteriöses Grummeln dringt aus den Tiefen der Erde. Es ist ein erstes Anzeichen für die Gefahren, die noch kommen werden. Denn die bedeutsame Nacht der Seelen steht bevor. In dieser Nacht wird sich entscheiden, ob Ana als neue unter lauter wiedergeborenen Seelen wird überleben können. Und ob es ihr vergönnt sein wird, noch mehr Zeit mit Sam zu verbringen, ihrer großen Liebe und dem einzigen Mann, der bis jetzt immer zu ihr gestanden hat. (Quelle: Random House)

Äußere Erscheinung

Das Cover ist wieder ganz im Stil der Vorgängerbände. Dieses Mal allerdings in Grün. Gelblich-grüne Ranken am linken Rand des Covers mit kleinen Schmetterlingen und das Auge des Cover-Gesichts ist dieses Mal auch grün-golden. Die Cover aller drei Bände finde ich einfach wunderschön. Die kleinen Details sind in jedem Buch verschieden, aber da muss man schon zweimal hinsehen. Sehr hübsch gemacht. Und im Regal sehen die drei einfach toll nebeneinander aus.

Erster Eindruck

Der dritte Band knüpft nur wenige Stunde nach Ende des zweiten Bands an und es geht sofort los, ohne lästige Einführung, die man leider viel zu oft in Finalbänden hat. Es gibt ein großes Erdbeben, das viele Gebäude zerstört und Ana und Sam müssen mit den anderen Neuseelen-Sympathisanten Heart verlassen. Ab dem Moment konnte ich das Buch nur noch widerwillig aus der Hand legen.

Meine Meinung

Ich sage im Voraus, dass ich das Buch erst vor wenigen Minuten beendet habe und absolut überwältigt bin. Verzeiht mir, doch wenn ich länger warte, um die Rezension zu verfassen, werde ich das Feeling bestimmt nicht mehr so gut rüberbringen können, also los.
Wie schon gesagt, es geht actionreich los mit Erdbebeben und Flucht und dann setzt die Autorin noch einen drauf. Sie schreibt den Slyphen, zu denen jetzt auch Cris gehört, die ich in meiner Rezi zu Band 1 noch als vollkommen unerklärliche Wesen bezeichnet hatte, eine viel größere und wichtigere Rolle zu. Sie sind für mich durch den Verlauf des Buches quasi einfach Teil des Teams geworden. Genauso die Drachen, die später dazu kommen. Die Kentauren und Phönixe sind mir jetzt nach Beendigung von dem Buch zwar nicht mehr ein so großes Rätsel, aber mehr Infos hätten mich auch nicht gestört.
Ich bin sehr positiv davon überrascht, dass dem Leser (also mir ;-) ) endlich verraten wurde, in welcher Welt wir uns überhaupt befinden. Ich hatte angenommen, es handelt sich um eine Parallelwelt. Was sonst hätte auch sein können, bei den ganzen übernatürlichen Wesen? Aber die Erklärung, die Ana aus den übersetzten Phönix-Büchern erhält, hat das große Fragezeichen über meinem Kopf verschwinden lassen.
Ana hat mir in diesem Buch wieder sehr gefallen. Und wenn man jetzt zurückblickt auf das unsichere, nicht gerade von sich überzeugte Mädchen aus Band 1 ist die Veränderung klar ersichtlich. Sie ist viel stärker, mutiger und weiser geworden in dem Jahr, durch das wir sie begleiten durfte. Sie hat mutig Entscheidungen getroffen, die ich niemals treffen wollen würde und hat sich auch, wenn sie jetzt keine große Kriegerin ist, Ehrenplatz in meiner Hall of Fame der Kick-Ass Heldinnen verdient. Wie sie einfach auf alles und jeden zugeht und damit spricht, als wäre es ganz normal, hat mich sehr beeindruckt. Aber hey, es hat ihr auch alles geantwortet. Das muss man erstmal hinbekommen.
Sam mochte ich auch. Natürlich mochte ich ihn. Wann habe ich ihn je nicht gemocht? Er ist einfach toll und ich habe richtig gemerkt, wie sehr er Ana liebt und sie beschützen möchte. Gleichzeitig spürt man auch seine Liebe für die Musik, der ich in den Rezis zu den ersten beiden Bänden viel zu wenig Beachtung geschenkt habe. Ich habe keine Ahnung von Musik und könnte die Gefühle und Melodien nie so zur Geltung bringen wie Jodi Meadows es in dieser Reihe getan hat.
Andere Charaktere, wie Stef, die ich jetzt im zweiten Teil nicht mochte, hat mich wieder eingewickelt. Ich bin halt nicht nachtragend, aber sie hat mich echt wieder auf ihre Seite gezogen und wett gemacht, was sie in Band 2 verzapft hatte.
Die Handlung geht sehr zügig voran, es gibt kaum langweilige Passagen und man kann das Buch wirklich kaum aus der Hand legen. Viele neue Erkenntnisse halten den Leser und auch die Figuren in Atem und mir persönlich hat sehr gefallen, dass die Autorin keinen Hehl aus Themen wie Tod und Zerstörung macht. Es wäre ja auch sehr unrealistisch (so fern ein Fantasy-Roman realistisch sein kann), wenn keine Verluste in Kauf genommen werden müssten. Trotzdem hat mir die ein oder andere Stelle die Tränen in die Augen getrieben (aber das kann auch nur an mir liegen. Ich bin nah am Wasser gebaut.)
Zu Janan und den Phönixen könnte ich jetzt noch mal drei Seiten lang herziehen, aber damit würde ich jetzt doch zu sehr spoilern, denn in den letzten drei Kapiteln haben ich kontinuierlich ‚OMG!‘ gerufen und da übertreibe ich nicht. (Meine Mitbewohnerin denkt jetzt, ich habe einen an der Meise.)

Fazit

Ein actionreiches, herzzerreißendes Finale, der alle meine Erwartungen bei Weitem übertroffen hat. Respekt für Jodi Meadows, sie weiß einfach, wie man seine Leser an eine Geschichte fesselt.

Bewertung

5/5


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