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Elias&Laia - Die Herrschaft der Masken

Bild von Anni-chan

Titel: Elias&Laia – Die Herrschaft der Masken
OT: An Amber in the Ashes
Autor: Sabaa Tahir
Verlag: One by Lübbe
Seiten: 507
Preis: 16,99 €
ISBN: 978-3846600092
Erscheinungstag: 15. Mai 2015

Kurzbeschreibung

Wie überlebt man in einer Welt, in der Männer mit silbernen Masken jeden Tag den Tod bringen können? Wie kann man sich selbst treu bleiben, wenn die Herrschenden des Imperiums alles dafür tun, voller Grausamkeit ein ganzes Volk zu unterjochen? Elias und Laia stehen auf unterschiedlichen Seiten. Und doch sind ihre Wege schicksalhaft miteinander verknüpft. Während Elias in der berühmten Militärakademie von Schwarzkliff dazu ausgebildet wird, als Elite-Krieger die silberne Maske der Macht voller Stolz und ohne Erbarmen zu tragen, muss Laia täglich die Willkür der Herrschenden fürchten. Als ihre Familie ermordet wird und ihrem Bruder die Hinrichtung droht, schließt sie sich dem Widerstand an. Als Sklavin getarnt, dringt sie in das Innerste von Schwarzkliff vor. Dort trifft sie auf Elias, den jungen Krieger, der eigentlich ihr Feind sein müsste ... Eine mitreißende Geschichte, in der es buchstäblich um Leben und Tod geht. (Quelle: Amazon)

Äußere Erscheinung

Das Cover beginnt oben schwarz mit dem Gesicht einer Maske, vermutlich Elias, und geht dann in ein helles Braun über mit einem Ausschnitt der Welt, in der die Story spielt. Man sieht das Aphitheater, das im Buch eine Rolle spielt und ein paar Häuser. Es wirklich römisch und genauso habe ich mir die Welt vorgestellt. Außerdem mag ich die Stimmung, die das Cover impliziert. Hat was von Gladiatorenkämpfen, finde ich. Das Cover ist übrigens eins der wenigen, das mir auf Deutsch besser gefällt als auf Englisch.

Erster Eindruck

Okay, wir haben Elias, eine Maske kurz vor ihrem Abschluss und bereit, zu desertieren. Und Laia, ein Kundigenmädchen, das mit ihrem Bruder und ihren Großeltern im Quatier lebt. Bis eine Maske kommt, ihre Großeltern töten und ihren Bruder mitnimmt. Yeah, warum nicht? So weit so gut.

Meine Meinung

Zu Beginn war Laia mir mehr als unsympathisch. Sie war schwach und feige und immer, wenn eins ihrer Kapitel kam, habe ich gehofft, dass wir schnell wieder zu Elias switchen. Er war um einiges interessanter zu lesen. Nach dem Überfall flieht sie und findet in den Katakomben von Serra eine Gruppe von Widerständlern gegen das Imperium, die sie bittet, ihr zu helfen, ihren Bruder zu befreien. Der zwielichtige Anführer des Widerstands verlangt von ihr im Ausstausch für seine Hilfe, das sie spioniert. Und zwar in Schwarzkliff, der Schule der Masken, als Sklavin der Kommandantin, die *Überraschung* Elias‘ Mutter ist. Ich gebe zu, ich hätte nie gedacht, dass sie zusagt und … hust hust … überlebt.
Aber mit der Zeit hat sich meine Meinung ihr gegenüber geändert. Sie wird stärker und obwohl sie immer noch schrecklich naiv ist, begann ich dann doch, sie zu mögen. Zumindest ein bisschen.
Nun zu Elias. Seine Geschichte wird über den Verlauf des gesamten Buches immer weiter ausgebaut und man kann richtig in sein Inneres schauen. Er ist zwar eine Maske, dazu ausgebildet, zu töten, aber er kann auch anders. Seine Bereitschaft, zu desertieren und den Tod zu riskieren, weil er das ganze System um das Imperium schrecklich findet und endlich wirklich frei sein möchte. Ich hätte ihm das so gegönnt, aber natürlich kommt alles anders.
Der Imperator, so was wie der Diktator, hat keine Nachkommen und da er schon ziemlich alt ist, rufen die Auguren, unsterbliche, ziemlich gruselige Typen mit roten Augen, die Gedanken lesen und in die Zukunft schauen können, aus, dass die stärksten Absolventen von Schwarzkliff zu vier Prüfungen antreten müssen, um so den nächsten Imperator auzuwählen. Elias ist einer von ihnen. Zusammen mit Helena, seine besten Freunde, seitdem sie vor 14 Jahren nach Schwarzkliff gekommen waren und Marcus und Zak Farrar, zwei Idioten, die mir persönlich so egal waren.
Den Rest des Buches geht es um die Prüfungen und Elias‘ Bemühen, endlich frei zu kommen, während Laia in Schwarzkliff versucht, zu überleben und den Widerstand mit Informationen zu versorgen. Liebesgeschichten gibt es natürlich auch, aber kein eindeutiges Couple und dazu möchte ich jetzt nicht zu viel sagen.
Die Nebencharaktere wie die Köchin, die offentsichtlich keinen Namen hat und deren Geschichte ich gerne etwas genauer erläutert gehabt hätte, und Izzi, das Küchenmädchen waren immer wieder erfrischend und wie sie Laia auf ihrer Mission unterstützen, haben sie sich ein dickes, fettes Like verdient.
Aber natürlich hat das Buch nicht nur positive Seiten. Eine Sache hat mich schon ein wenig verwirrt. Und zwar waren das die Sagengestalten, die vorkommen. Ghule, Dschinn, Ifrit und was nicht sonst noch. Die existieren eigentlich gar nicht, tauchen aber doch auf und niemand kann sich so wirklich erklären, wo sie herkommen. Vielleicht ja in einer Fortsetzung, die es meiner Meinung nach unbedingt geben muss.

Fazit

Auf jeden Fall habe ich noch kein Buch wie dieses gelesen. Daumen nach oben. Neu und erfrischend erzählt Sabaa Tahir von einer anderen Welt, in der Gewalt und Tod auf der Tagesordnung stehen, und von zwei Menschen, die sich nichts weiter wünschen als frei zu sein und so zueinander finden.

Bewertung

4/5


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