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Die Druidin

Bild von flügellos

Klappentext:
Süddeutschland, 120 vor Beginn der Zeitrechnung. Thalia wächst als Waise unter Druiden auf, wo sie die Heilkunst erlernt. Bald entdeckt sie ihre Fähigkeit, in die Seelen der Menschen zu sehen und diese vor Schrecklichem zu bewahren. Verfolgt von der Druidin ihres Clans, muss Thalia in die Alte Stadt zum mächtigen Caran fliehen. Wird er sie beschützen können?

Meine Meinung:
Birgit Jaeckel entführt den Leser in ihrem Erstlingswerk, dem historischen Roma „Die Druidin“ in das Jahr 120 v. Chr., gerade zu Beginn der Völkerwanderung in Europa.
In Süddeutschland herrscht große Unsicherheit, viele Stämme und Völker ziehen umher auf der Suche nach neuem Land. Da bleiben Konflikte und Kriege nicht aus. Genau in dieser Zeit muss Thalia, eine junge Frau mit einer ganz besonderen Gabe sich bewähren: Als ihre Ziehmutter verstirbt, erhebt der Druide Ientus Anspruch auf Thalia und ihre Fähigkeit die Seelen anderen Menschen zu sehen. Thalia muss fliehen, zu ihrem Vater Caran, einem der mächtigsten Männer Süddeutschlands, der sie eigentlich hasst, denn nach ihrer Geburt hatte er befohlen Thalia zu töten. Erst nach und nach gelingt es Thalia, diesen Hass zu überwinden und es eröffnet sich ihr eine ganz neue Welt, voller Machtgier und Intrigen, doch sie trifft auch die Liebe.
Die Figur der Thalia ist von der Autorin sehr gut ausgearbeitet worden, man kann ihre Entwicklung vom naiven, verängstigten Mädchen, zur starken Frau, die ihre Familie zu beschützen weiß, im Laufe des Buches, das einen Zeitraum von neun Jahren umschließt sehr gut nachvollziehen. Mehr noch, man gewinnt sie sogar lieb. Anders verhält es sich mit dem nordischen Krieger Atharic, er wirkt neben ihr geradezu farblos, auch wenn das Blau seiner Augen und seiner Seele für Thalia alles andere überstrahlt. Bezaubernd ist auch Thalias Tochter Sumelis, auch wenn ihrer Zeugung ein logischer Fehler der Autorin zu Grunde liegt: So oft wie Atharic und Thalia miteinander geschlafen haben, ist es fast unmöglich, dass er nicht Sumelis Vater ist.
Und wenn wir schon dabei sind: Ja, das Buch hat ein paar logische Fehler und ja, die Prise Fantasy hätte es vielleicht nicht gebraucht. Trotzdem schafft es dieses Buch jedes Mal aufs Neue mich zu faszinieren, nicht nur durch die geschickt eingeflochtenen Liebesszenen und den rasanten Perspektivenwechsel. Es eignet sich perfekt für schwüle Sommernächte, in denen es einfach zu heiß zum Schlafen ist. Allerdings braucht man um die Handlung und ihre Hintergründe vollständig zu verstehen auch etwas Geschichtswissen.
Ich freu mich schon, die Fortsetzung endlich in die Finger zu kriegen!
Nicht geeignet für Leser unter 16 Jahren!


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