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Unter Umständen verliebt

Bild von J@nnchen

Klappentext: Mit 35 Single-Frau in einer Großstadt zu sein, ist scheiße. Mit 35 schwangere Single-Frau in einer Großstadt zu sein, ist eine absolute Katastrophe. Findet jedenfalls Nora. Frisch vom zukünftigen Kindsvater verlassen beschließt sie, dass ein Leben als alleinerziehende Mutter überhaupt nicht in Frage kommt. Deshalb schmiedet sie einen ehrgeizigen Plan: Bis zur Entbindung muss ein neuer Daddy her. Aber es ist gar nicht so einfach, einen Kerl zu finden, wenn man in anderen Umständen ist ... oder vielleicht doch?

Eigene Meinung: Eine fünfunddreißigjährige, schwangere Singlefrau? Da kann ich mich so gut hineinversetzen! Mein erster, nicht ganz ernstgemeinter Kommentar zu dem Buch, das mir trotzdem zunächst wirklich gut gefallen hat. Der Stil ist gut lesbar, typisch Frauenroman eben, Nora ist ein bisschen zu kompliziert für meinen Geschmack (ich meine, hallo, warum bitte geht sie nicht an die Tür, wenn es klingelt?), aber auch das ist alles noch im Rahmen und irgendwie passend. Die Nebenfiguren gefallen auch, die Geschichte ist witzig, zieht Schwangerschaftsklischees durch den Kakao, ohne zu dick aufzutragen.
Leider gibt es noch das große ABER: Als Frauenroman-Liebhaberin kenne ich die normalen Verläufe, ich weiß, wen die Protagonistin am Ende kriegt, oder zumindest, zwischen welchen beiden Optionen sie sich entscheiden muss. Das funktioniert hier allerdings nicht. Das Verhalten des Typs, von dem man die ganze Zeit denkt, dass er am Ende im Kreißsaal ihre Hand halten wird, um danach einen Ring aus der Tasche zu ziehen und um besagte Hand anzuhalten, wird auf eine sehr merkwürdige und nicht ganz sinnbehaftete Art erklärt (im Ernst, wenn man so ankommt, dann muss das auch einen tieferen Sinn haben) und stattdessen kommt sie vollkommen ohne Probleme doch mit einem anderen Kerl zusammen, der zwar ziemlich perfekt erscheint, aber so rein vom roten Faden her, schon längst vernäht war. Dazu kommen ein paar andere Sachen, denen zuerst zu viel Bedeutung beigemessen wird, um anschließend viel zu leicht geklärt zu werden, ich meine, bitte, die Erklärungen sind zwar plausibel, aber viel zu seicht.
Insgesamt lässt sich sagen, dass Stil, Humor und Figuren mir gut gefallen haben, die Geschichte zum Ende raus allerdings ein bisschen dünn und nicht ganz der Logik folgend war. Geld würde ich nicht dafür ausgeben, für umme kann man es sich aber gerne mal antun! :)

Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (18. August 2014)
Neupreis: 8,99€


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