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Genail und voller Tiefgang und tollen Charakteren.

Bild von Zeliba

Cover

Eigentlich bin ich ja kein sonderlich großer Fan von Menschen auf dem Cover. Meistens haben sie so schreckliche Posen drauf und ein Cover ähnelt doch schlussendlich auch nur dem anderen. Bei diesem hier ist es anders. Man sieht nur teilweise das Gesicht und die Farben sind leuchtend, Sommerhaft und einfach frisch. Alles zusammen wirkt wundervoll harmonisch.

Handlung

3000 Dollar. Das ist der Preis den Drew zahlt um Fable eine Woche an seine Seite zu binden. Als Schutzschild. Als Stütze. Als helfende Hand. Denn zu Thanksgiving steht ihm ein schwerer Gang bevor. Er muss nach Hause fahren. Zu seinem Dad und seiner Stiefmutter, welche ihn mit nur wenigen Worten nah an den Zusammenbruch bringen kann. Doch warum?
"Wie heißt sie den?", höre ich sie fragen Sie hört sich nicht gerade begeistert an. Alles in mir zieht sich zusammen.
Das fragt sich auch Fable, dem, trotz ihrer eigenen inneren Stimme, Drew für sie bald nicht mehr nur ein Job ist, mit dem sie ihre Familie unterstützen kann. Er wird mehr . . . aber etwas ist da, lauert in seinem Schatten wie ein Monster aus seiner Vergangenheit. Und dieses Monster scheint ihn immer mehr aufzufressen. Bis Fable beschließt ihn zu retten.

Schreibstil

Tiefe Gefühle so voller Farbe, dass der Leser mit Fable und Drew mitleidet, mit lacht und das eigene Herz einem bis zum Hals schlägt. Man das Buch nicht aus der Hand legen kann, weil ein weiteres Geheimniss langsam an die Oberfläche treibt und man doch weiß, das darunter noch Hunderte verborgen scheinen. Monica Murphy hat mich mit dem ersten Band ihrer "Together Forever" -Reihe absolut aus den Socken gehauen. Mit einer tollen Sprache, die trotz des noch jungen Alters der Protagonisten (um die 20) einmal nicht von Schimpfworten oder "dummem Gehabe" geprägt sind. Stattdessen präsentiert sie uns Tiefgang und Vergangenheiten, die langsam ans Licht kommen und so überraschend sind, dass man infach nur nach Luft schnappen muss.

Charaktere

Ich liebe Drew und Fable!!! Selten sind mir in einem Leibesroman derartig tief gehende Charakter präsentiert worden. Da hätten wir Drew, der auf den ersten Blick so perfekt wirkte. Mit seiner reichen, perfekten Familie, seinen guten Noten und seiner anstrebenden Sportkarriere. Alles perfekt und glänzend . . . wie die Hülle eines Roboters, in die er sich schon vor Jahren geflüchtet hat, damit niemand sein kaputtes Ich sehen kann.
Reiche Leute sind ätzend. Sie sind unhöflich, tun so, als dürften sie alles, und Gott bewahre, wenn man arm aussieht. Ich trage Jeans und ein Sweatshirt, nichts Besonderes und sie sehen mich mit einer Mischung aus Spott und Ekel an, wie einen Penner
Fabel, tough, frech, brutal ehrlich und schrecklich neugierig. Aber auch verletzlich, verwirrt und immer besorgt um ihren kleinen Bruder Owen. Das ist Fable und eigentlich noch viel mehr. Sie arbeitet bis zum Umfallen um ihre Familie zu ernähren, denn ihre alkoholkranke Mutter ist in dieser Hinsicht wenig zu gebrauchen. Sie kennt die härten des Lebens schon mit ihren knapp 20 Jahren und hat ein sehr gutes Einfühlungsvermögen. Sie spürt schnell die Schatten in Drews Seele. Und sie will ihm helfen.
Aber auch die Nebencharaktere haben ihre Dimension. So bekommt man so viel nicht von Owen, Fables Bruder, mit. Aber man kann ihn dennoch greifen. Dann der Dad von Drew, den man schnell in seiner zu ehrgeizigen und irgendwie "harten" und weniger einfühlsamen Art begegnet. Und dann dieses Stiefmonster . . . äh ich meine Mutter. Ich mochte sie vom ersten Moment nicht. Und dieser Moment war wo Drew mit seinem Dad telefoniert hatte. Ein gut getroffenes Miststück, das man aus tiefster Überzeugung mithassen kann.

Meinung

Merkt ihr meine Begeisterung? Ein klein wenig, stimmts? ;) Aber kann man mir das bei diesem Buch verdenken? Traumhaft ausgearbeitete Charaktere,Herzschmerz, Tiefe, Geheimnisse. Nicht nur platte "Liebe" oder eine "ausgelutschte" Story. Ich bin ganz begeistert. Auch das es einen Wechsel zwischen Drew und Fable gibt - und zwar auch innerhalb einer Szene! - finde ich toll. Man bekommt hautnah mit, wie sie beide die jeweilige Szene erleben. Das ganze Buch wird dadurch noch lebendiger. Das einzig wirklich fiese hieran ist das Ende. Der Cliffhanger hat mich ein paar Sekunden verdutzt zurückgelassen, ehe ich -ich gebs ja zu- geflucht habe.
Wie soll ich das den bis Juni aushalten? *AHHH*


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