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Liebeskinder

Bild von flowervi

Zadoc ist anders. Irgendwie verrückt - aber nicht positiven Sinne, sondern krank-verrückt. Davon sind zumindest alle in der kalifornischen Kleinstadt Springfield überzeugt. Alle bis auf Ivory. Als Zadoc schließlich in einer Klinik für psychisch Kranke landet, kommt ihr irgendetwas merkwürdig vor, also beginnt sie nachzuforschen. Dabei entdeckt sie Hinweise, die auf eine schreckliche Tat in der Vergangenheit hindeuten.

Die Familie der beiden Schwestern Kenzie und Janis ist nicht wirklich "normal", denn statt mit Mutter und Vater aufzuwachsen, leben sie bei zwei Müttern, und ihr leiblicher Vater Hap lässt sich auch nicht mehr blicken, seitdem er diesen Ryan geheiratet hat… und dann meint Leetha auch noch, nicht mehr lesbisch zu sein, zieht zu einem reichen Mann am anderen Ende Amerikas und adoptiert dann auch noch dessen Sohn. Für Kenzie steht fest, dass ihr Leben einfach nur schrecklich ist, vor allem, da sie unglücklich mit allem ist und immer nur ihre jüngere Schwester Janis beneidet, deren Leben so viel bunter und lebendiger ist als ihr eigenes.

Zwei ganz verschiedene Geschichten, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, und doch sind sie verbunden durch eine Tat, die grausamer kaum sein könnte.

Meine Meinung
Ich finde, dass weder das Cover, noch der Klappentext viel über das Buch aussagen und auch während des Lesens war ich mir lange Zeit nicht sicher, in welche Richtung sich das Buch bewegen würde. Und anfangs war die Geschichte wirklich noch ziemlich harmlos - einfach zwei nebeneinander verlaufende Handlungsfäden, einmal der der beiden Schwestern beginnend 1969 und zum anderen der von Zadoc und Ivory aus dem Jahr 2013. Beide Handlungen sind mit jeder Menge Zeitsprüngen versehen, befindet man sich in einem Kapitel im Leben der beiden Schwestern um 1986 ist man im nächsten dann bei Zadoc und Ivory im Jahr 2007 und im nächsten Augenblick ist man dann auf einmal schon in 2014. Die Zeitsprünge fand ich an sich gut gelungen, denn sie haben die Geschichte sehr spannend gemacht und waren auch nicht verwirrend. Ab etwa der Mitte des Buches kommen die beiden Handlungsfäden zueinander und schließlich wird aus beiden so ein Knäuel, das ich kaum noch durchgeblickt habe, denn meine Vermutungen hatten sich alle nicht so ganz bewahrheitet. Meiner Meinung nach wurde das Buch vor allem im letzten Drittel ziemlich heftig - nicht im Sinne von brutal, aber das, was dort passiert ist einfach schrecklich.

In diesem Buch konnte ich mich mit keiner der Figuren identifizieren, aber das empfinde ich hier gar nicht als störend, vielmehr habe ich das Gefühl, dass die Autorin auf dieses "sich-mit-einer-Figur-identifizieren-können" extra verzichtet hat, weil es einfach nicht zu der Geschichte passt, die sie erzählen wollte, anders kann ich es nicht beschreiben.

Insgesamt ist meine Meinung zu dem Buch ziemlich gemischt, einerseits ist die Geschichte wirklich außergewöhnlich und sehr gut geschrieben, andererseits konnte mich das Buch nicht so wirklich packen und überzeugen, mir hat einfach das gewisse Etwas gefehlt, obwohl das Buch etwas besonders hat. Empfehlen würde ich das Buch erst ab 16 Jahren, da es sonst ziemlich schwer ist, einige Zusammenhänge zu verstehen und die Geschichte für Jüngere einfach zu heftig ist.


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