style="display:block"
data-ad-client="ca-pub-7783397286425302"
data-ad-slot="3580846517"
data-ad-format="autorelaxed">

Endgame

Bild von Cynder

Als zwölf Meteoriten einschlagen, wissen die Spieler, dass Endgame begonnen hat. Nun müssen sie einen Code entschlüsseln, den jeder Spieler erhält, und treffen an einem geheimen Ort zum ersten Mal ihre Gegner. Nur einer von ihnen kann überleben und sein Geschlecht retten, ehe die Menschheit zerstört wird...

Anfangs war ich ja ein wenig skeptisch. Jugendliche, die sich in einem Spiel gegenseitig umbringen, das klang für mich sehr nach Tribute von Panem. Allerdings war mir hier nicht ganz klar, warum sie sich unbedingt töten. Immerhin geht es um die Rettung zumindest eines Menschengeschlechts, und es bestünde ja die Möglichkeit, dass am Ende die übrigen Jugendlichen die Rätsel nicht lösen können. Irgendwie ein wenig unlogisch für mich, immerhin sind sie extra für das Endgame ausgebildet und gehören zu den Stärksten und den Cleversten. Und man sollte Schwarmintelligenz doch nicht unterschätzen, wieso also nicht zusammenarbeiten? Es bilden sich mit der Zeit dann aber doch ganz interessante Bündnisse zwischen den Spielern.
Wenn ich das richtig verstanden habe, befindet sich in eigentlich jedem Kapitel ein Hinweis, wenn nicht sogar mehrere. Und ich glaube, dass es sich dabei um die vielen Zahlen handelt, die nach einer Weile echt nerven. Ständig werden irgendwelche Zahlen als Details eingebaut, beispielsweise dauert etwas im Buch nicht 5 Tage an, sondern 5,64 Tage. Und in dem Ausmaß stört es nach einer Weile auch ein bisschen den Lesefluss, finde ich.
Auch andere Dinge haben mich irritiert, beispielweise sucht ein Spieler beinhart bei Google nach dem Wort "Alienscheibe" und erhofft sich allen Ernstes eine Erklärung, die ihm bei Endgame helfen soll. Obwohl er wie gesagt dafür ausgebildet wurde, Rätsel zu lösen.
Anfangs hatte ich ziemliche Probleme, mich mit den Charakteren anzufreunden, da aus den Perspektiven mehrerer wenn nicht sogar aller Spieler erzählt wird, und da kann man sich einfach nicht alle merken. Erst mit der Zeit habe ich erkannt, dass man sich im Grunde nur merken muss, wer Sarah, Jago, Chiyoko, Christopher und vielleicht noch An sind. 5 Leute anstatt 12 Spieler und ein weiterer Charakter.
Mit der Zeit habe ich aber angefangen, Sarah Alopay zu mögen, und auch Jago, der mir anfangs etwas unsympathisch war. Chiyoko fand ich gerade durch ihr Schweigen sehr einschüchternd, und mochte sie irgendwie. Der einzige, der mich selbst am Ende noch genervt hat, war Christopher, der seiner (Ex-)Freundin Sarah hinterher läuft wie ein herrenloses Hündchen, obwohl er im Grunde gar nichts tun kann. Grrr.

Fazit
Ich stehe dem Buch sehr zwiegespalten gegenüber. Grundsätzlich ist das Buch nicht schlecht, es wird außerdem mit der Zeit besser. Andererseits hat mir einiges nicht gepasst und ich hab mich mit den Charakteren schwer getan. Was mir im Nachhinein auffällt ist, dass das Buch großteils nur daraus besteht, dass sie versuchen, sich gegenseitig abzuschlachten, und es kaum eine tiefgehende Handlung gibt. Rätsel hin oder her. Und nicht mal nebensächliche Liebesgeschichten können das Buch da retten.


0