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Das Blubbern von Glück

Bild von Mo

»Um halb zehn kroch eine müde Candice Phee ins Bett, nachdem sie Erdferkel-Fisch gefüttert hatte, dem wieder nicht nach einer Unterhaltung zumute war. Aber es war auch eine zufriedene Candice Phee, die ins Bett kroch, weil sie endlich Pläne zu Verbesserung des allgemeinen Glücksspiegels in der Welt hatte. Gewiss, es würde nur ein paar Leute glücklich machen, aber es war ein Anfang.
Der Rest der Welt musste warten.
« - Barry Jonsberg, Das Blubbern von Glück, München 2014.

Vorwort

Es war nicht sonderlich kalt, noch gut ein knapper Monat bis zu Weihnachten. Trotzdem befanden sich so viele Menschen im Thalia, dass man Platzangst bekommen könnte. Außerdem wurde mir erneut in Erinnerung gerufen, wie laut kleine Kinder schreien können, wenn sie etwas wollen, es aber nicht bekommen.
Wieder einmal stand ich vor der Abteilung für Zwölfjährige, obwohl ich achtzehn – mittlerweile neunzehn – Jahre alt bin. Ewig habe ich früher darauf gewartet, zur Lektüre zu schauen, die für Ältere vorgesehen ist. Und jetzt, je älter ich werde, umso lieber gehe ich in die Kinderabteilung zurück.
Das Blubbern von Glück war schon öfters in meinen Händen gewesen, ich legte es aber immer zurück. Bevor ich es dieses Mal zurücklegen konnte, schnappte es sich meine beste Freundin, drückte es ihrem Freund in die Hand und strahlte ihn auf eine ganz besondere Art an, wie nur sie es kann. Sie haben es mir gekauft – eines der wohl besten Geschenke, die ich je gekommen habe. Nur, dass ich da noch nicht wusste, wie wertvoll dieses Geschenk tatsächlich ist.

InhaltDeckblattDeckblatt

Candice Phee ist zwölf Jahre alt, besonders und beauftragt sich selbst damit, die Menschen um sich herum glücklich zu machen. Es beginnt damit, dass sie in der Schule die Aufgabe bekommt, einen Erlebnisbericht zu schreiben – die Überschriften sollen dabei chronologisch nach dem Alphabet angeordnet sein. So beginnt sie mit „A steht für Aufsatz“ und weitere, fünfundzwanzig spannende Geschichten unter den Buchstaben folgen. Auf eine spannende, aufregende und teils sehr witzige Art kann man mitverfolgen, wie sie ihren Vater mit dem Bruder nach einem heftigen Streit um Geld wieder zusammenbringen möchte. Ihre Mutter, die an Brustkrebts litt und depressiv ist, zum Lächeln bringen will. Nebenbei stößt sie noch auf Douglas aus einer anderen Dimension, dessen Ziel es ist, in seine Dimension wieder zurückzukehren. Geschweige denn Candice' Lieblingslehrerin, die beliebteste Schülerin und natürlich, Erdferkel-Fisch, bei denen sie es allen schaffen möchte, sie glücklich zu machen.

Meine Meinung

Ich hatte keine wirklichen Erwartungen, ich war gespannt darauf, was mich erwarten würde und jetzt kann ich sagen, dass ich in keinster Weise enttäuscht wurde. Die Geschichte um Candice Phee und ihre zähen Versuche, die Welt zu verbessern fährt einem unter die Haut und schnappt sich das Herz auf eine Art, dass man selten Luft bekommen wird beim Lesen. Also, liebe Leute, nicht nur die Taschentücher, sondern auch die Sauerstoffflaschen bereit machen!

Candice war mir von Anfang an sympathisch und auch, wenn sie vermutlich von dem Verlust ihrer kleinen Schwester doch etwas angeschlagen ist, gibt sie nicht auf. Eine ziemlich beeindruckende Art für eine Zwölf-/Dreizehnjährige. Oft waren mir ihre Gedanken sehr nahe. Ich bin mir ziemlich sicher, dass viele Menschen eine enge Verbindung zu Candice aufbauen würden, wenn sie es lesen. Theoretisch ist sie ein glückliches Mädchen, klug und sehr liebevoll, auf der anderen Seite wird sie von ihren Schulkollegen für ihre Klugheit und ihre teils kontrollierte Art gemobbt, ihre Eltern sind nur noch unglücklich und sie schwebt irgendwo dazwischen ohne einem Halt.

Als ich fertig war mit der Geschichte, musste ich erst ein paar Mal tief durchatmen. Diese Geschichte motiviert dazu, sein Leben in vollen Zügen zu genießen, alle Chancen zu nutzen und vor allem, gerne zu leben.

Schluss

Die Geschichte kann jeden berühren. Ob sechs oder sechsundsechzig Jahre – das ist ganz egal. Gebt ihm die Chance, es euch glücklich zu machen. Und letztlich glaube ich fast, dass Candice es durch diese Geschichte vielleicht doch noch schafft, viele vom „Rest der Welt“ glücklich zu machen.


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