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Immer nur Liebe?

Bild von Kathinka

Kapitel 1

Es war ein warmer Samstagnachmittag. Wie immer war es voll in der Stadt. Man kam kaum durch die Straßen und Gassen, so eng war es. Was war heute nur los, dachte sich Anna, ein zwölfjähriges Mädchen mit langen blonden Haaren. Es ist sonst nie so voll. Überall liefen Pärchen Hand in Hand oder standen in einer Ecke und knutschten. Anna mochte das überhaupt nicht, da sie keinen Freund hatte und sich einen sehr wünschte.

„Es ist Stadtfest“, meinte ein Junge, „und alle sind auf den Beinen. Weißt du das denn nicht. Es ist wie jedes Jahr.“
„Sag mal“, fragte Anna, „habe ich mit dir geredet?“
„Nein, aber du hast etwas vor dich her gemurmelt und ich habe gedacht, dass du mit mir redest.“
„Achso“, stammelte Anna, weil sie jetzt erst merkte mit wem sie sprach. Sie dachte sich, das ist mein Traumtyp und dieses lächeln.
„Hallo, ich heiße Paul und wie heißt du?“, fragte der Junge.
„Ich heiße Anna“, meinte sie flott, nachdem sie wieder reden konnte.
Eine Weile schauten sich die beiden tief in die Augen.

Er holte zwei Chips aus seiner Tasche: „Wollen wir zusammen Kettenkarussell fahren? Ich habe vorhin zwei Freikarten beim Los Stand gewonnen.“ Doch anstatt mit dem Karussell zu fahren, setzten sie sich lieber außerhalb des Geschehens auf eine Bank. Sie war so verknallt, dass sie ganz vergaß, dass sie eine wichtige Tanzaufführung hatte. Durch eine SMS ihrer Trainerin wurde sie aus Ihren Tagträumen geweckt.

„Willst du mit mir ein Eis essen gehen?“ fragte Paul.
„Ja, gerne.“ meinte Anna daraufhin. Sie setzten sich in eine Eisdiele und bestellten beide ein Schokoshake. Ab diesem Moment, das wusste Anna, waren sie zusammen. Sie redeten über sich und ihre Familie. Kurz daraufhin kam zufällig Annas beste Freundin Jasmin in die Eisdiele. Sie entdeckte die beiden sofort und setzte sich zu ihnen. Nachdem alle ihr Shake ausgetrunken hatten, zerrte Jasmin Anna mit sich ins Klo.
„Wer ist denn dieser süße Typ da draußen?“, fragte Jasmin hektisch.

„Das“, meinte Anna sofort, „ist mein Freund oder mein zukünftiger.“
„Cool“, sagte daraufhin Jasmin. „Und wie heißt er?“
„Paul“, antwortete Anna lässig.
„Wie habt ihr euch kennengelernt? Ich will alles wissen.“
„Okay Okay, ich erzähle dir alles bei mir zu Hause, aber erst muss ich wieder zu ihm raus.“
Als sie aus dem Klo kamen erwartete Paul sie schon. Jasmin ging schon mal vor und ließ die beiden ungestört eine Weile alleine, damit sie reden konnten.
Nach langem Reden wie schön der Tag war und dass man es wiederholen sollte, fragte Paul endlich, wo Anna schon darauf gewartet hat: „Kann ich deine Handynummer haben?“
„Klar, kann ich deine auch haben?“
„Ja, hier“, sagte Paul und tippte seine ein, während sie ihre bei ihm eingab.
„Na dann, vielleicht sehen wir uns mal wieder oder telefonieren“, meinte Paul.
„Ja ganz bestimmt.“

Auf dem Nachhauseweg meinte Anna zu ihrer besten Freundin: „Mir ist so etwas noch nie passiert, dass ich mich sofort in einen Jungen verliebt habe.“ Zuhause angekommen verschwanden die beiden gleich in Annas Zimmer, ohne sich etwas anmerken zu lassen. Als sie dann endlich allein waren, hielt es Jasmin nicht mehr aus. Kaum waren sie alleine, fing Jasmin an fragen zu stellen: „Und, nun erzähl schon, was da zwischen euch vorgefallen ist! Wie habt ihr euch kennen gelernt? Hast du seine Nummer?“
Anna erzählte und Jasmin hörte ihr aufmerksam zu. Als es an der Tür klopfte und Annas Mutter mit Limonade und Keksen hereinkam, hörte Anna auf zu reden. Kurz nachdem Annas Mutter wieder draußen war, musste Jasmin nach Hause.

Nachdem Jasmin nach Hause ging, piepste Annas Handy.
Sie zog es aus ihrer Hosentasche heraus und las auf dem Display, dass Paul ihr eine SMS geschrieben hat:
Hi Anna, hast du Lust mit mir morgen ins Kino zu gehen?
Sie tippte aufgeregt zurück: Ja ich habe morgen Zeit. Wir treffen uns vor dem Kino!
Am nächsten Tag ging sie in ihrem schönsten Kleid, das sie finden konnte, zum Kino Cinemaxx.
Sie wartete lange, aber er kam nicht. Der Film hat bereits begonnen und sie machte sich traurig auf den Weg nach Hause, als sie ihn vor dem Eingang des Kinos Cineworld entdeckte.
Mit einer roten Rose in der Hand lief er auf sie zu.
„Wo warst du denn, ich warte schon lange auf dich?“
„Ich war beim Cinemaxx.“
„Oh, tut mir leid. Ich hätte dir sagen sollen, an welchem Kino wir uns treffen. Aber jetzt komm, der Film fängt gleich an.“
Nachdem sie aus dem Kino raus gehen, lädt Paul sie noch auf ein Eis ein. Als sie nach Hause kommt ist es schon 23 Uhr.
„Hi Schatz, du bist so spät“, bemerkt ihre Mutter.
„Wir haben nach dem Film noch ein Eis gegessen“, entgegnete sie. „Außerdem ging der Film lange.“
„Ab ins Bett, aber iss vorher noch was.“
„Nein, danke ich habe schon was gegessen“, sagt Anna.

Kapitel 2

Zwei Tage später erwischt sie ihre Schwester wie sie mit einem Jungen knutscht.
„Was macht ihr da?“, fragte sie lauthals. „Das ist mein Zimmer, du hast ein eigenes Zimmer.“
„Okay, dann gehen wir eben in mein Zimmer, wenn dir das Recht ist.“ schnauzt ihre Schwester.
„Moment mal, nicht so schnell“, stoppt Anna die beiden. „Paul bist du das? Ich fasse es nicht.“
„Reg dich nicht auf, Schwesterherz“, meint ihre Schwester Marie.
„Hast du wirklich geglaubt er liebt dich? Du bist doch nichts für ihn.“
„Stimmt das Paul?“ fragt sie verzweifelt. „Wieso? Du warst so nett am Samstag und jetzt das?“
Weinend flüchtet aus ihrem Zimmer ins Freie. Sie brauchte jetzt erstmal frische Luft und ihre Ruhe und sie ging zu ihrer Freundin Jasmin, der sie alles erzählte. Die große Mühe hatte sie zu beruhigen.
„Komm Süße“, meinte Jasmin aufmunternd, „er ist einfach ein großes Arschloch.“
Anna versuchte zu lachen, aber es gelang ihr nicht.
„Ja, aber wieso passiert so was nur mir?“, fragte sie aufgebracht.
„Hey, vergiss ihn einfach“, meinte Jasmin beruhigend. „Komm wir gehen zum Schwimmwettkampf meines Bruders und feuern ihn an.“ Als sie am Eingang warteten, dass sie reinkommen, treffen die beiden auf Jasmins Zwillingsbruder Kai.
„Hi ihr beiden“, sagte er. „Schön, dass ihr gekommen seid. Ich bin so aufgeregt, das glaubt ihr nicht.“
„Wir feuern dich ganz stark an, dann wirst du gewinnen.“ meinte Jasmin mit einem Augenzwinkern. „Du schaffst das schon.“
Nachdem der Wettkampf vorbei war, ging Kai auf die beiden und Anna gratulierte ihm sofort. Er lud die beiden auf eine Tasse heißen Kakao ein und als Jasmin aufs Klo ging, redeten die beiden miteinander.

Kai brachte die beiden nach Hause und nahm Anna nochmal zur Seite.
„Ich fand es heute schön“, meinte er verlegen und er steckte Anna noch einen kleinen Zettel mit seiner Handynummer zu, den sie auf dem Weg nach oben las.
Jasmin ging noch mit Anna nach Hause.
„Und über was habt ihr geredet?“ fragte Jasmin.
„Ach über nichts Besonderes“, entgegnete Anna locker. Doch Jasmin merkt, dass etwas nicht stimmt.
„Was ist los. Du kannst mir alles sagen.“
„Ich weiß nicht, ob das so wichtig ist.“
„Ich bin wirklich immer für dich da und vertrauen kannst du mir auch. Ich sage es keinem weiter.“
„Ok, ich sage es dir. Ich habe seine Handynummer. Er hat sie mir einfach zugesteckt.“ sagte Anna ganz leise.
„Du hast was?“ schrie Jasmin sie an.
„Was ist daran so schlimm?“ fragte Anna ganz verdutzt.
„Das ist mein Bruder und du hast seine Handynummer“, erklärt Jasmin.
„Kommst du damit klar oder nicht, dass ich mich in ihn verknallt habe?“ fragte Anna.
„Ich weiß nicht ganz“, sagte Jasmin „er ist nicht nur mein Zwillingsbruder, sondern auch nicht der beliebteste in der Klassen. Wenn das rauskommt, bist du untendurch.“

Plötzlich klingelt Annas Handy. „Es ist Paul“, meinte Anna. „Soll ich drangehen?“
„Vielleicht will er sich bei dir entschuldigen.“ meinte Jasmin.
„Der kann mir gestohlen bleiben.“
Doch dann entscheidet sich Anna dazu den Anruf anzunehmen.
„Hallo“, Anna genervt. „Was willst du von mir? Es ist aus.“
„Es tut mir so leid, dass ich mit deiner Schwester geknutscht habe. Sie hat mich hereingelassen und gemeint du bist in deinem Zimmer und hat mich dann einfach geküsst“, verteidigt sich Paul.
„Ich habe dich gar nicht gehört“, meint Anna.
„Ja, weil deine Schwester mich schon gesehen hat, als ich gekommen bin.“
„Erzähl das deiner Oma, aber ich glaube dir nicht“, Anna wütend.
„Können wir uns nicht treffen und normal miteinander reden?“
„Na gut, wenn du meinst. Wo und wann?“
„In unserer Stammeisdiele am Fluss in einer halben Stunde.“
„Ok ich komme. Bis gleich.“

Wie vereinbart kommt Anna pünktlich und Paul kommt eine viertel Stunde zu spät. Als er endlich kam hat er einen Strauß Rosen in der Hand und ein Schächtelchen. In den Moment dachte Anna schon, es soll ein Heiratsantrag werden.
Sie redeten erstmal und Paul versucht die ganze Zeit sich zu entschuldigen, doch es gelingt ihm nicht. Als es dann zum Streit kommt, biegen Timo und Kai um die Ecke und stellen sich dazwischen.

Timo stellt Paul zur Rede was das sollte.
„Scheiße“, sagt Anna plötzlich.
„Was ist los Anna“, fragt Kai.
„Ich habe heute eine ganz wichtige Tanzaufführung. Ich muss los.“ versucht Anna sich aus dem Streit zu ziehen.
Doch sie hat kein Glück.
„Nein, du bleibst mal schön da, ich muss mit dir noch unbedingt reden“, meint Paul.
Doch plötzlich kommt es zu einer Schlägerei zwischen den Jungs.
Alle Leute schauen schon und kommen auf die Jungs zu, um den Streit zu schlichten, doch es gelingt ihnen nicht.
Plötzlich wird Anna von Paul so stark geschubst, dass sie hinfällt.
Sie fällt so doof hin, dass sie sich ihr Bein bricht und in ein Krankenhaus muss.
Als sie im Krankenhaus wieder zu sich kommt, liegt sie einem Bett ganz allein im Zimmer und ihre Mutter, ihre Freundin und Timo stehen neben ihr am Bett.
„Was ist passiert“, fragte sie noch etwas schwach.
„Du wurdest von Paul geschubst und hast dein Bein gebrochen.“
„Aber ich muss doch gleich zur Tanzaufführung.“
Sie versucht aufzustehen, doch ihre Mutter verbietet es ihr. Als der Arzt hereinkam, meint dieser, dass es kein schlimmer Bruch ist und sie wieder nach circa vier Wochen tanzen kann, doch sie muss langsam anfangen.
In den nächsten Tagen, in dem sie im Krankenhaus lag, kümmert sich Timo die ganze Zeit um sie. Das fand sie kein bisschen peinlich, sondern richtig süß.


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