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Lauernde Stille

Bild von Cynder

Rosalies Mutter war in ihrem Alter von den Katakomben fasziniert. Nun besitzt sie endlich deren Tagebücher und stellt schnell fest, dass sich gewisse Dinge im Leben ihrer Mutter in ihrem eigenen Leben wiederholen. Doch das Lesen der Tagebücher bringt sie in Gefahr...

Da es doch schon eine ganze Weile her ist, dass ich den zweiten Band gelesen habe, war es etwas schwierig für mich, wieder hineinzukommen. An die Handlung konnte ich mich nur spärlich erinnern, an die Charaktere etwas besser, aber trotzdem fehlten mir ein paar Namen. Wer zB.Pylart war, habe ich erst durch meine Rezension des zweiten Bandes wieder gewusst. Aber glücklicherweise konnte ich mir die Hauptcharaktere doch merken, und hatte keine zu großen Schwierigkeiten.
Dass Rosalie ein etwas schwieriger Mensch ist, brauche ich wohl nicht zu sagen. Die Sache mit ihrer Mutter, die im Koma liegt, macht ihr natürlich zu schaffen, und gleichzeitig hat sie Streit mit ihrem Vater, da es um deren Tagebücher geht, die Rosalie lesen will. Zu der Zeit fand ich Rosalie ziemlich nervig, denn da ist sie auch nichts anderes als aggressiv und ein verzogenes Gör.
Nach einigem Hin und Her kommt Rosalie schließlich auch in eine Nervenanstalt, in der sie mit ihren Problemen umzugehen lernen soll. Diesen Teil fand ich besonders interessant, da auch die Therapien beschrieben werden, und ich einige der Patienten sehr mochte. Es ist auch toll, wie Peter Schwindt ihnen eigene Vorgeschichten gibt, auch wenn diese nicht gerade schön sind. Aber das macht die Charaktere in meinen Augen zu sich selbst.
Aber die Zeit in der Psychiatrie besteht nicht nur aus Friede, Freude, Eierkuchen und Therapien. Beim Lesen der Tagebücher ihrer Mutter begibt sich Rosalie immer wieder in Gefahren, da sie beim Lesen zu schlafwandeln scheint. Sie wacht dann plötzlich an diversen Orten auf, die alle nicht ganz ungefährlich sind, und ich habe immer befürchtet, dass es irgendwann zu einem Unfall kommt.
Gleichzeitig lernt man durch diese Bücher die Mutter in deren Jugendzeit und ihre Freunde kennen, was mir sehr gut gefallen hat, da mir Marguerite sehr sympathisch ist, eigentlich auch mehr als Rosalie, obwohl sie sich relativ ähnlich sind. Dieser Sprung in die Vergangenheit scheint an manchen Stellen einfach nur reine Erzählung zu sein, aber erst später erkennt man, wie wichtig diese Passagen eigentlich sind.
Generell war das Buch recht langwierig, mit Kapitel über viele Seiten (verglichen mit anderen Büchern), und das Ende dafür ganz kurz. Ich hätte mir es einfach länger gewünscht, da auch nicht alles aufgelöst wird, und das alles auch ein wenig zu einfach passiert. Aber was soll man machen.
Außerdem möchte ich noch zum Schreibstil sagen, dass der Autor talentiert ist und wirklich gut schreibt. An manchen Stellen habe ich mich über die Kreativität seiner Ausdrücke richtig gewundert, weil sie wirklich genial gewählt worden sind.

Fazit
Ein spannendes Buch, das teilweise recht lange andauert, und leider auch ein sehr kurzes Ende hat. Allerdings finde ich die Story rückblickend genial durchdacht und an manchen Stellen hat es mich auch wirklich gegruselt. Hat mir gefallen!


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