style="display:block"
data-ad-client="ca-pub-7783397286425302"
data-ad-slot="3580846517"
data-ad-format="autorelaxed">

Ein berührendes Buch, darüber die Hoffnung nie zu verlieren

Bild von flowervi

"Zwischen Winter und Himmel" ist ein Buch über einen Jungen, der bald sterben wird und seiner Familie, die versucht mit der Situation umzugehen.

Alle wissen, dass Andreas bald sterben wird, doch keiner spricht darüber. Seine hängen die ganze Zeit wie Kletten an ihm, um die verbleibende Zeit noch zu nutzen, Andreas selbst schweigt die Krankheit tot und hockt den ganzen Tag in seinem Zimmer, sein Bruder Martin hingegen ist total überfordert mit der Situation und versucht seine ganze Familie zu hassen.

Doch er ist auch der Einzige, der Andreas versteht und dennoch schaffen die beiden es nicht aufeinander zu zugehen, denn die Krankheit hat einen riesigen Riss in ihr Leben gebracht, beide wissen nicht, worüber sie mit dem anderen reden sollen, denn die Krankheit steht immer zwischen ihnen und keiner traut sich, sie anzusprechen.

Irgendwie entsteht zwischen den beiden eine Art Spiel oder auch ein zaghafter Versuch, sich mit dem Anderen zu verständigen. Martin schickt Andreas Akkorde, in Form von Schmetterlingen und Andreas - er fasst Mut und schreibt eine Liste, mit den Dingen die er unbedingt noch tun muss...

Mir persönlich gefällt das Cover gut - es macht neugierig und passt mit der Gitarre, den kleine Schmetterlingen und dem vielen Bau gut zum Inhalt, trotzdem schließt man nicht direkt auf das Thema, denn durch die relativ hellen Farben wirkt von außen überhaupt nicht bedrückend.

Das ist das Buch aber auch gar nicht. Es ist zwar ernst und ein bisschen traurig, allerdings viel mehr ein Buch, das Hoffnung macht. Durch die vielen kurzen Kapitel aus der jeweiligen Sicht der verschiedenen Charaktere kann man sehr tief in die Geschichte eintauchen und trotz einer Länge von nur 160 Seiten ist die Geschichte sehr rund und schafft es das Thema sehr gut zu treffen. Die Charaktere sind alle sehr unterschiedlich und interessant, wenn auch teilweise etwas überzogen. Beim Schreibstil habe ich erstmal gestutzt - irgendwie hatte ich das Gefühl, schon mal ein Buch von der Autorin gelesen zu haben, dabei ist es ihr Debüt, aber dann ist mir aufgefallen, dass er dem von Asa Anderberg Strollo total ähnlich ist - vielleicht haben die beiden ja die gleiche Schreibschule besucht?

Sehr gut gefällt mir, dass das Buch ohne den erhobenen Zeigefinger auskommt - hier ist die Botschaft nicht "nutze deine Zeit" - auch wenn das vielleicht das ist, was jeder denken würde, sondern es ist okay, keine Kraft zu haben, mutlos zu sein - doch die Hoffnung sollte man nie verlieren.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und da es sehr kurz ist, eignet es sich auch für Wenigleser.


0