style="display:block"
data-ad-client="ca-pub-7783397286425302"
data-ad-slot="3580846517"
data-ad-format="autorelaxed">

Das Haus der verschwundenen Kinder (Claire Legrand)

Bild von LieLu

Heyne fliegt

Die Autorin

Claire Legrand war selbst Musikerin, bevor sie merkte, dass vor allem das Selbstschreiben ihr am meisten Spaß macht. Mit ihrem Debütroman trifft sie vor allem im Bereich des Kinderbuchgenre mitten ins Schwarze, denn das Buch wurde bereits mit dem Preis als bestes Jugendbuch 2012 ausgezeichnet. Die Autorin arbeitet und lebt derzeit in New Jersey.

Das Haus der verschwundenen Kinder

Victoria ist in allem die Beste, das muss sie auch sein, allein schon, um ihre Eltern zu beeindrucken. Da sie jedes Jahr Jahrgangsbeste wird, hat sie damit auch keine Schwierigkeiten, leider aber auch nicht besonders viele Freunde. Ihr einziger Freund ist Lawrence, den sie zu ihrem Projekt gemacht hat. Denn auch er hat durch seine spezielle Art und seine Liebe zur Musik und dem Klavierspiel keine Freunde. Die beiden unterschiedlichen Kinder sind durch diese Umstände zu guten Freunden geworden, weshalb es Victoria natürlich auffällt, dass sich Lawrence seit einigen Tagen seltsam benimmt. Dazu kommt, dass einige Schüler nicht mehr in der Schule erscheinen. Sie scheinen verschwunden zu sein. Die penible und ordentliche Victoria kann das nicht hinnehmen und macht sich auf Spurensuche. Alle Wege scheinen sie auf das seltsame Kinderheim von Mrs. Cavendish zu führen, welches hinter dicken, dunklen Mauern versteckt liegt. Dieses düstere Anwesen interessiert Victoria brennend. Als dann auch noch Lawrence verschwindet, geht sie aufs Ganze und begibt sich dabei selbst in große Gefahr…

Fazit

Ein schönes und fantasiereiches Kinderbuch mit einer gehörigen Portion Grusel und Horror. Victoria ist eine zu Beginn ein wenig nervige Protagonistin, da sie ständig überall die Beste sein muss und nicht einmal eine Zwei auf ihrem Zeugnis duldet. Denn mit dieser Zwei ist sie nicht mehr Jahrgangsbeste, sondern Jill und das geht keines Falls. Im Laufe des Romans ändert sich ihr Verhalten jedoch grundlegend. Sie beginnt anderen Menschen helfen zu wollen und macht es sich zur Aufgabe die verschwundenen Kinder wieder zu finden. Ihr Freund Lawrence ist eines dieser Kinder, er ist durch sein Verhalten ein wenig interessanter Protagonist, der für sein Leben gern Klavier spielt und sonst keine Freunde hat. Als er sich eines Tages seltsam verhält und anschließend urplötzlich verschwindet, hält es Victoria nicht mehr aus und beginnt ihn zu suchen. Die Figuren der Mrs. Cavendish und Mr. Alice sind ein wenig schwierig und scheinen von Beginn suspekt. Man kann auch als Leser ihren Charakter sehr schwer einschätzen, da sie düster und wenig vertrauenserweckend auftreten.

Der Schreib- und Erzählstil der Autorin ist angenehm und flüssig. Sie schreibt aus dritter Perspektive, man hat jedoch immer Victorias Leben vor Augen. Der Leser kennt ihre Gedanken und kann diese meist sehr gut nachvollziehen. Sehr schön finde ich das Cover des Romans gestaltet, zudem finden sich auch im Buch wunderschöne Illustrationen, welche ich ebenfalls ansprechend finde.

Alles in allem ein gelungenes Kinderbuch, welches gut für Kinder ab 10 Jahren geeignet ist. Einige fantastische Elemente fand ich für ein Kinderbuch ziemlich gruselig und auch ein wenig eklig, weshalb ich 10 Jahre für ein gutes Alter erachte. Vor allem die Themen Familie, Freundschaft und Vertrauen spielen im Roman eine große Rolle, was ich für Kinder dieses Alters als äußerst wichtige Werte empfinde, die es zu vermitteln gilt.

http://immer-mit-buch.blogspot.de/2014/12/das-haus-der-verschwundenen-ki...


0