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City of Fallen Angels

Bild von Cynder

Für Simon ist das Leben als Vampir noch immer etwas Neues. Durch das Kainsmal und seine Gabe, sich auch im Tageslicht auszuhalten, wird er zum Ziel vieler Menschen, die sich seine Fähigkeiten zu eigen machen wollen. Währenddessen ist seine beste Freundin Clary vollkommen verwirrt, weil sich Jace von ihr abwendet. Der Grund dafür sind seine Albträume, in denen er Clary immer wieder umbringt...

Puh, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Aber fangen wir einfach mal bei den guten Punkten an:
Wie immer hat Cassandra Clare einen sehr beschreibenden Stil zu schreiben, was mich wie auch zuvor schon sehr begeistert hat. Die Worte, die sie findet, um gan einfache Dinge zu beschreiben, sind einfach unglaublich, und ich wage es auch zu behaupten, sie ist die beste Fantasy-Autorin, die ich kenne.
Jetzt kommt jedoch das "aber":
In diesem Buch geht es die ganze Zeit nur um Gefühlschaos.
Zwischen Clary und Jace wäre eigentlich alles in Ordnung, hätte er nicht diese Albträume. Deswegen zieht er sich nach und nach zurück, was natürlich Clary fertigmacht, die sich das nicht erklären kann - weil sie ja nicht über sowas reden. Verdammt, Clary lebt inzwischen unter Schattenjägern, Vampiren und Werwölfen, und Jace glaubt, sie mit sowas verstören zu können? Einen großen Teil des Buches gehen sie sich nur aus dem Weg, und beide sind langsam am verzweifeln. Nach einer Weile hat mich das so richtig genervt, denn obwohl die Albträume später ein wichtiger Schlüssel für die Geschichte sind, ist es irgendwie unlogisch, dass sich die beiden derartig meiden.

Gut, weiter zu Simon und Maia. Und Isabelle. Denn der hat sich noch immer nicht entschieden, und man kann sich ja denken, dass die Gefahr besteht, dass sich die beiden über den Weg laufen. Allerdings kommt dann noch eine Person hinzu, die das ganze noch spannender macht, und das Thema "Simon und seine beiden Freundinnen" wird eher selten angesprochen.
Dann gibt es noch Magnus und Alec, letzter ist extrem sauer auf ersteren, weil der in mehreren hundert Jahren auch viele Beziehungen geführt hat, unter anderem auch mit einem Schattenjäger. Da muss Alec ja unbedingt eifersüchtig werden. Auch wenn das nur eine Nebenrolle spielt, kommt das noch dazu.

Wow, jetzt habe ich mich ja ziemlich aufgeregt, aber es ist leider so. Verglichen mit dem vorherigen Band wirkte dieses Buch fast wie Twilight, und hier kann man das schon irgendwie als Beleidigung auffassen.
Legt man das ganze Gefühlschaos mal beiseite, wird es erst von der Mitte bis zum Schluss interessant: Da werden nämlich endlich die Albträume erklärt, und man erfährt, was es mit Camille auf sich hat. Allerdings missfiel es mir auch, dass die Geschichte mit Camille ebenfalls schnell beiseite gelegt wurde, und es sich dann ganz anders entwickelt.
Das Ende hingegen fand ich richtig gut, da die Autorin endlich auf den Punkt kommt, und es doch nochmal spannend wird. Man hätte aber schon früher ein paar Hinweise verstreuen können, so wie es bisher eigentlich immer war.

Fazit

Im Vergleich mit dem vorherigen Buch hat mir dieses um einiges weniger gefallen. Zu viel Gefühlschaos, zu wenig Verbindungen innerhalb der Geschichte, und erst am Ende wirklich Action. Insgesamt nicht unbedingt schlecht, bin allerdings Besseres von Cassandra Clare gewohnt. Pluspunkte ergatterte sie bei mir noch durch die letzten Kapitel.


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