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Edelherb

Bild von Cynder

Anya Balanchine wird wieder aus der Erziehungsanstalt Liberty entlassen. Nach einem Sommer soll sie nun wieder die Schule aufnehmen, trifft zum ersten Mal seit Monaten wieder auf Win und ist gleichzeitig als zukünftige Anführerin des Kartells im Gespräch. Wird sie das Erbe antreten, das ihr ihr Vater überlassen hat? Doch als Tochter eines Mafioso ist man manchmal nicht mal vor der eigenen Familie sicher...

Das Buch hat wirklich so einige Facetten, denn es deckt alle Bereiche von Anyas Leben ab. Da wäre einerseits die Sorge um ihre Geschwister, dann die Tatsache, dass sie selbst in Gefahr schwebt, die Liebe zu Win, das Problem mit seinem Vater, das Problem mit dem Gesetz, ... Also eben der "ganz normale Wahnsinn" für die Tochter eines Mafioso. Dass es da gleichzeitig um ein Teenagerleben und um politische Dinge innerhalb der Familie geht, finde ich richtig interessant, vor allem deswegen, weil es zusammenpasst! Anyas Freundeskreis bildet auch eine willkommene Abwechslung zum Trubel der familiären Problemen. Die Geschichte war dadurch sehr authentisch und hat mich ein paar Mal auch richtig zum Lachen gebracht.

Kompliziert wird die Handlung nicht durch die familieninterne Politik, sondern durch die vielen Charaktere. Bei den wichtigsten Leuten habe ich noch durchgeblickt, konnte mich noch an sie erinnern - an Win, Scarlett, Natty, Imogen, Leo, und so weiter. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass ein Stammbaum nicht schlecht gewesen wäre, denn wer da wen heiratet und in welcher Beziehung sie dann alle zu Anya stehen, und welche Schokoladenhersteller konkurieren, war dann doch ein wenig zu kompliziert.

Abgesehen davon, dass es so viele Charaktere waren, hatte ich zu den oben genannten Personen eigentlich einen guten Bezug, verstand sie meistens und mochte sie. Nur Win gegenüber konnte ich mich einfach nicht erwärmen, weil ich nicht ganz verstehe, was Anya an ihm so toll findet. Meine liebsten Charaktere hingegen waren Anya, Scarlett und Natty.
Außerdem macht Anya einen Abstecher zu einer Kakaoplantage (so viel kann ich noch verraten), wo sie Theobroma kennenlernt. Der kommt zwar nicht SO lange vor, ich habe ihn aber trotzdem sehr lieb gewonnen und hoffe, er kommt im letzten (?) Band nochmal vor. Denn den werde ich definitiv lesen!

Fazit
Insgesamt ein gutes Buch, das zwar im Mittelteil etwas nachlässt, aber trotzdem eine gute Mischung ist. Angenehme Charaktere - sowohl gut als auch böse -, verständliche Politik und abgesehen von der kleinen Flaute sonst sehr interessant.


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