style="display:block"
data-ad-client="ca-pub-7783397286425302"
data-ad-slot="3580846517"
data-ad-format="autorelaxed">

Maze Runner

Bild von Cynder

Thomas wacht in einem metallenen Aufzug auf, der ihn auf die Lichtung bringt. 50 Jungen, die dort leben, und rundherum die Mauern eines Labyrinths. Keine Erinnerungen, kein Ausweg. Oder doch? Was tun sie eigentlich hier? Wer hat sie hierher verfrachtet? Und gibt es überhaupt einen Ausweg? Die einzigen, die das Labyrinth erkunden, sind die Läufer - und Thomas möchte einer werden. Dabei riskieren die täglich ihr Leben in dem tödlichen Labyrinth...
Was mir bei diesem Buch sehr schwer fiel war, Bezug zu den Charakteren zu finden. Irgendwie ließ mich da so einiges kalt und es war mir ziemlich egal, was mit den Protagonisten passierte. Ich vermute, dass das damit zusammenhängt, dass kaum jemand wirklich Eigenheiten hat, die Jungen bilden alle einen großen Schwarm, der zu funktionieren hat. Der einzige, den ich irgendwie mochte, war Chuck, der Jüngste unter ihnen. Aber ansonsten kamen mir die Charaktere einfach gleich vor und man konnte nicht in ihre Gefühlswelt blicken. Und irgendwann wurden mir die, die mir zuerst egal waren, sogar richtig unsympathisch.
Das Verhalten des "Schwarms" (nennen wir es mal so) ändert sich nicht mal, als Theresa ankommt - man sollte doch denken, 50 Jungen, die seit 2 Jahren auf dieser Lichtung leben, sollten geradezu nach weiblicher Gesellschaft lechzen? Aber nein, der Anführer sagt "rührt sie nicht an" und alle sind brave, kleine Lämmchen und tun genau gar nichts. Diese Logik kann und will nicht in meinen Kopf gehen, vor allem, weil es eine tolle Szene, vielleicht sogar einen tollen Nebenstrang hätte ergeben können.
Was mich sehr genervt hat war, dass die eben genannten Charaktere dann auch noch ständig dieselben nichtssagenden Antworten geben, wenn Thomas fragen stellt. Geheimnistuerei oder nicht, das fand ich einfach unnötig nervtötend. Genau wie die Tatsache, dass im Labyrinth immer wieder dieser dämliche Efeu beschrieben wird - oder kam es nur mir so vor, dass sich das ständig wiederholt hat? Efeu hier, Efeu da, Efeu überall, ich hab's verstanden. Dasselbe ist es mit den komischen Wörtern die ständig repetiert werden, beispielsweise "Strunk" oder "Klonk". Es wird dann zwar erklärt, aber eigen fand ich es trotzdem. Das macht die Handlung weder lustiger noch interessanter, und im Endeffekt vergeht keine Seite, an der diese (Schimpf-)Wörter nicht benutzt werden!
Da ich den Film bereits gesehen habe, wusste ich, dass dort kaum etwas über das Alltagsleben gesagt wurde. Hier ist das anders, hier werden auch die diversen Berufe genauer erläutert und die Bereiche auf der Lichtung werden ebenfalls gezeigt. Generell wurden plausible Erklärungen geliefert, wie der Alltag so aussieht und wer was tut. Das fand ich dann doch ganz gut
Was ich noch über die Kapitel sagen möchte ist, dass sie immer relativ kurz sind. Dadurch ist es leicht, das Buch in kleinere Häppchen aufzuteilen. Womöglich hätte ich es andererseits sogar abgebrochen, denn ewig lange Kapitel hätte ich hier keineswegs durchgehalten. Im Großen und Ganzen ist die Handlung auf wenige Schlüsselszenen beschränkt, und vieles wirkte auf mich einfach nur wie Zeitschinderei. Und ich muss daran denken, dass ich beim Film noch enttäuscht war, dass alles so kurz ist - hier hätte ich es mir teilweise sogar gewünscht
Das Ende verrät allerdings so einiges, was im nächsten Band für viel Spannung sorgen könnte. Deshalb bin ich trotz meiner Enttäuschung neugierig geworden.

Fazit

Seitenweise habe ich mich mit unsympathischen Charakteren gequält, nur um am Ende mit etwas Spannendem belohnt zu werden. Nun hoffe ich, dass es sich lohnt, weiterzulesen - denn noch zeigt die Geschichte Potenzial, das beim nächsten Band vielleicht besser umgesetzt wird.


0