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Hinter den Spiegeln - Das Wiener Vermächtnis

Bild von Negothia

Als Luise von Waldenberg aus einer scheinbar längeren Ohnmacht erwacht, kann sie sich an nichts mehr erinnern...nicht an ihre Familie, nicht an ihre Freunde, nicht an ihren Verlobten und nicht einmal an ihre eigenen Charakterzüge.

Nach und nach lernt sie wieder neu, sich in der Welt der reichen und schönen zurecht zu finden und Dank der Unterstützung ihrer Kammerzofe, ihrer Tante Josefine und dem Haushofmeister Milan gelingt ihr das auch ganz passabel,... - Wenngleich immernoch einige Abgründe in ihrem Gedächtnis klaffen, an die sie sich vielleicht auch garnicht mehr erinnern wollen würde,...

Das Buch ist recht flüssig geschrieben, allerdings dauert es etwas, bis man sich mit den vielen Titeln, Regeln etc zurecht gefunden hat - da geht es dem Leser dann wohl genauso wie Luise.

Wenn man aber das geschafft hat, dann fessellt der Roman einen mit immer neuen Wendungen und Schreckmomenten, die selbst dann unerwartet kommen, wenn sie doch eigentlich offensichtlich scheinen,...

Die Charaktere sind nicht immer hundertprozentig geschliffen und wirken manchmal sehr spontan, was aber der Geschichte keinen Abbruch tut, sondern gerade bei den Hausbedienten und Luises Verlobtem Rudolf von Therschnitz eher anheimelnd wirkt.

Was meiner Meinung nach in diesem Buch übrigens auch sehr schön zur Geltung kommt:

Dass die Adligen doch auch nur Menschen sind,...wenngleich die, mit den besseren Ausgangsbedingungen.
Fazit:

Ein interessanter, wenn auch anfangs etwas anstrengender Roman über die Adelsgesellschaft am Ende des 19.Jhd in Wien.


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