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Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums

Bild von flowervi

"Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums" ist das neueste Jugendbuch des US-amerikanischen Autors Benjamin Alire Sáenz. Es spielt im Jahr 1987 und erzählt die Geschichte von zwei Jungen, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten.

Aristoteles, der von allen nur Ari genannt wird, ist ein sehr unsicherer Mensch, der Probleme lieber mit Fäusten als mit Worten löst und niemanden so richtig an sich ranlässt. Dante hingegen ist fröhlich, überall beliebt, liebt Kunst und Literatur. Die beiden begegnen sich an einem heißen Sommertag im Schwimmbad. Ari hockt im Nichtschwimmerbecken - denn er kann mit seinen 15 Jahren noch nicht schwimmen und versucht sich das Schwimmen irgendwie selbst beizubringen - er ist schließlich zu stolz, als dass er jemanden um Hilfe bitten würde. Da spricht Dante ihn an und bietet ihm an, ihm das Schwimmen beizubringen. Ari nimmt Dantes Angebot an und von da an treffen sie sich häufiger und werden Freunde. Die zwei lernen die Welt des jeweils anderen kennen, stellen sie in Frage, führen hitzige Diskussionen und entdecken schließlich sich selbst.

Mir gefällt das Cover dieses Buches nicht wirklich - meiner Meinung nach einfach langweilig und nicht sonderlich ansprechend - in einer Buchhandlung hätte ich das Buch wahrscheinlich übersehen. Doch hier auf lizzynet bin ich an der Inhaltsangabe hängen geblieben, diese ist zwar auch nicht gerade spannend oder so, dafür aber außergewöhnlich und ein bisschen merkwürdig. Meine Neugier hat sie zumindest geweckt, also habe ich das Buch direkt gegoogelt. Dabei bin ich auf die englische Ausgabe gestoßen. Ein Buch mit einem richtig schönen Cover, einer interessanten Leseprobe und vielen begeisterten Rezensionen. Außerdem hatte ich, nachdem ich die englische Ausgabe betrachtet hatte, auch endlich eine richtige Vorstellung davon, worum es eigentlich gehen würde. Allerdings finde ich, dass die englische Inhaltsangabe zu viel verrät - also die Überraschung praktisch vorwegnimmt. Die deutsche hingegen ist zwar interessant, aber zu aussagelos - es ist aber auch wirklich schwer hier "den Nagel auf den Kopf zu treffen" - ich habe es selbst versucht und es ist mir nicht gelungen und ich denke, dass das daran liegt, dass man schlecht beschreiben kann, sondern schon selbst gelesen haben muss, um den Inhalt wirklich zu verstehen.

Zu Anfang der Geschichte plätschert die Geschichte nur so vor sich hin - was ich bei diesem Buch sogar gut finde - denn es passt. So kommt man gut in die Geschichte rein, die aus Aris Sicht erzählt wird und genauso wie die Geschichte beginnt ist auch Aris Leben zu diesem Zeitpunkt: es plätschert nur so vor sich hin. Man lernt die Figur "Ari" langsam kennen und versteht den ein oder anderen Hintergrund seines Lebens - er wird auch schnell zu einem sympathischen Charakter, mit dem man gut mitfühlen kann. Dann tritt Dante in Aris Leben und wird zu Aris Freund - Ari hatte bis zu diesem Punkt noch keine wirklichen Freunde - nur ein paar Kumpels, mit denen er zwar hin und wieder etwas unternimmt, aber nicht richtig reden kann. Von diesem Zeitpunkt an ändert sich Aris bis dahin so eintöniges Leben - es wird bunter und irgendwie lebendiger - Ari beginnt wirklich zu leben. Er entwickelt sich weiter, macht Fehler und es ist ein bisschen so als wäre er aus einem langen Winterschlaf erwacht. Das ist eine der Sachen, die mir an dem Buch sehr gut gefallen - die Charaktere wirken sehr echt, wie einfach aus dem Leben gegriffen - Klischees sucht man hier vergeblich. Auch die Geschichte ist wunderschön - sie ist voller Überraschungen, in einem Moment ist sie noch total idyllisch und auf einmal passiert etwas unvorhersehbar Schreckliches. Sie wirkt echt und kommt zu einem unglaublich tollen Ende - voller Selbsterkenntnis. Das Buch mag jetzt ziemlich kompliziert klingen - ist es aber gar nicht.

Ich finde dieses Buch so toll, es ist ein echtes WOW-Buch und eines meiner drei Lieblingsbücher geworden.

Von mir gibt es volle 5 Sterne (das Cover mal nicht in die Wertung mit einbezogen).


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