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Nicht wirklich ein Thriller aber gut

Bild von Zeliba

Cover

Für jene, wie mich ^-^, für die das Cover der oft ausschlaggebende Punkt ist nach einem Buch zu greifen, kann dieses hier doch etwas abschreckend wirken. Alles wirkt einfach noch sehr grob gehalten. Auch passt die rote Schrift einfach, meiner Meinung nach, nicht ganz so gut ins Bild hinein. Vielleicht hätte aber auch schon eine andere Schriftart hier Wunder gewirkt.
Etwas anderes was mich etwas stört ist einfach das es in dem Buch um extrem hochwertige und realistische Cyberwelten geht, das Cover aber doch schon in sehr bescheidener Grafik gehalten wurde.

Handlung
Jahr 2038. Längst ist das Internet nicht mehr auf historisches zwei- oder drei-D begrenzt. Es bietet dem Suchendem mehr. Von Cyber-Papageienfarmen, über Cyber-Clubs, Cyber-Bands oder eben Cyber-Games.

"Sind das tatsächlich Goule?", fragte Will. Zack nickte. "Eine ganze Menge sogar. Ich habe elf gezählt, aber es könnten auhc locker noch mehr sein." "Und was machen die hier?", wunderte Jemma sich. "Ehm, fressen?!"

Und gerade Letzteres erfreut sich bei den Freunden Zack, Jamie und Jemma viel Zeit. Zusammen bestehen sie Quests, kämpfen gegen Ungeheuer und retten sich aus Brenzliegen Situationen. Als jedoch Stimmen in der Presse laut werden, welche von den drei ins Koma gefallenen Jungen berichten, legt sich ein Schatten auf diese so vertraute Welt. Was ist da passiert? Treibt vielleicht ein Irrer sein Unwesen in der Cxberwelt? Bei einer Begegnung mit dem jungen Will, eröffnet sich ihnen plötzlich eine ganz neue Perspektive. Doch so verlockend es klingt, so waren sie doch nicht zum Spaß in dem noch unveröffentlichtem Cybergame Dark Grove unterwegs. Denn der Mind Ripper beschränkt sich nicht mehr aufs Spiel . . .

Charaktere

Jemma, Zack und Jamie. Die Drei muss man doch einfach ins Herz schließen. Das gleiche gilt für Will und Ned. Toll ausgearbeitet, alle mit einer schönen Tiefe und sehr glaubhaften Zügen. Besonders Zack mit seinen Sprüchen habe ich geliebt. Dazu kam Ned, welcher ein wirklich gutes Talent hatte sich in Schwierigkeiten zu bringen.
Dagegen stand der einzige wirklich nennenswerte Nebencharakter etwas blass da. Das wäre dann nämlich Will und Neds Dad. Er war mir einfach . . . zu nett. Versteht ihr, was ich meine?

Schreibstil

Gleich von Beginn an hat mich der Stil der Autorin überzeugt. Flüssig und einfach zu lesen. Die vorkommenden Perspektivwechsel, von einem Charakter zum anderen, wirkten gut gearbeitet ohne das man beim Lesen das Gefühl hatte zu springen oder kurz in der Luft zu hängen, weil man gerade nicht wusste, aus wessen Sicht man den nun eben die folgende Szene erlebte.
Besonders gut gefallen haben mir die atmosphärischen Beschreibungen der Orte im Cybergame. Allen voran der Hof mit den Ghoulen. Ich konnte die sabbernden Leichenfresser fast vor mir sehen. Toll. So etwas liebe ich einfach.
Dagegen stellten sich dann jedoch auch Szenen, die sich ziemlich zogen und im Daily life eigentlich nicht viel passierte. Es wurde zwar viel geredet und so, aber eher über Alltägliches. Das nahm die hochkochende Spannung, die man im Game aufgebaut hatte, wieder heraus.

Meinung

Ich habe mich dazu entschieden dieses Buch zu lesen, weil der Klappentext mir eine erwartungsvolle Gänsehaut über die Arme hat laufen lassen. Kennt ihr das? Diese geflüsterten Versprechen, die einem die, hier virtuellen, Seiten zuraunen?
Ich bin froh ihnen gefolgt zu haben. Das Lesen hat mir viel Spaß gemacht. Schon alleine weil eben die Charakter so schön ausgearbeitet worden waren und die Autorin eine Künstlerin darin war, düstere Orte zum Leben zu erwecken. Ganz ohne Abzüge kommt es mir dann aber doch nicht davon.
Zum einen ist es für mich kein Thriller. Natürlich waren eben diese schönen Gusel-Szenen dabei, und ich kann hier als Beispiel wieder den Hof der Ghoule anbringen, und ich habe sie geliebt, jedoch ließen die vielen und langen Daily life Szenen dann jedes Mal die aufkochende Spannung wieder in sich zusammensacken. Dann ging es eben um dies und das und Beziehungskisten. Hier hätte ich mir wirklich mehr Cyber-Grusel gewünscht und das andere etwas kürzer Treten lassen. So wirkte es für mich einfach zu sehr auf die Beziehungskiste ausgelegt. Besonders das hin und her zwischen Zack und Jamie war mitunter etwas ermüdend. Das Zweite ist das Ende. Auflösung und "Knall" ist gut und schön, aber so sehr auf ein Happy End hätte hier vielleicht nicht gepocht werden müssen. Es wirkte auf mich einfach sehr unrealistisch das man der "Bösen Fraktion" dann einfach so verzeiht, obwohl sie wo es nur ging, Manipulierten, Beeinflussten und im Grunde alles nur für ihre Zwecke regeln wollten. Ich weiß das sollen Böse tun, das stört mich ja auch nicht. Aber dann dieses Friede-Freude-Eierkuchen . . . Für mich nicht realistisch und ließ das Buch für meinen Geschmack leider viel zu schwach enden.


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